Nothing Phone (1) und Nothing Ear (1) im Unboxing: Mein Ersteindruck
Fazit in Kürze
Das Nothing Phone (1) fällt beim Auspacken durch Transparenz, geringes Gewicht und das Glyph Interface auf. Ob es das Must-have des Jahres ist, zeigt erst der ausführliche Test. Das ist ein Ersteindruck.
Tops
- Transparentes Design bis ins Detail, auch bei der SIM-Nadel und der Verpackung
- Mit 193,5 g sehr leicht
- Glyph Interface zeigt Anrufer und Benachrichtigungen dezent per Leuchtmuster
- Nothing OS mit kaum vorinstallierten Apps
Flops
- Verpackung lässt sich nach dem Öffnen nicht mehr schließen
- Kein Ladeadapter in der Box
Das Hype-Smartphone des Jahres ist da: das Nothing Phone (1). Dazu packe ich die Nothing Ear (1) aus, die schon etwas länger auf dem Markt sind. Beide Geräte habe ich selbst gekauft. Das hier ist ein Ersteindruck, der ausführliche Test folgt.
Verpackung und Lieferumfang
Die Verpackung ist flach und schlicht und umweltfreundlich gehalten. Daran erkennt man schon, dass kein Ladeadapter dabei ist. Geöffnet wird sie mit einem Abziehstreifen. Ich finde es schade, dass man sie danach nicht wieder schließen kann. Das Telefon wird nicht so schön präsentiert wie bei einem iPhone oder Samsung, wo man beim Abheben des Deckels direkt das Gerät sieht.
In der Box liegen:
- das Telefon
- eine transparente SIM-Nadel, die ich ganz außergewöhnlich finde und die einen Ehrenplatz bekommt
- ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, man braucht also ein Netzteil mit USB-C
- etwas überschaubarer Papierkram
Ab Werk ist schon eine hochwertig aussehende Displayfolie aufgebracht. Mal sehen, wie lange sie hält.
Technische Daten
| Nothing Phone (1) | |
|---|---|
| Display | 6,55 Zoll flexibles OLED, Corning Gorilla Glass, 120 Hz adaptiv |
| Helligkeit | bis zu 1.200 Nits |
| Maße | 159 x 75 x 8,3 mm |
| Gewicht | 193,5 g |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 778 Plus |
| Akku | 4.500 mAh, Reverse Wireless Charging |
| Hauptkamera | 50 Megapixel Weitwinkel, Video in 4K mit 60 FPS |
Als Erstes ist mir das niedrige Gewicht positiv aufgefallen. Es liegt vor allem am Aluminiumrahmen, der laut Hersteller zu 100 % aus recyceltem Material besteht, ebenso wie 50 % der Plastikkomponenten. Laut Nothing ist das Gerät vollständig klimaneutral. In der Größe ist es fast eins zu eins mit dem iPhone 13 Pro Max vergleichbar, aber wesentlich leichter und etwas schmaler.
Die transparente Rückseite und das Glyph Interface
Eines der Highlights ist die vollständig transparente Rückseite mit einem futuristischen Look. Darin sind LEDs verbaut, das Ganze nennt Nothing Glyph Interface. Sie leuchten in verschiedenen Rhythmen zu verschiedenen Klingeltönen, beim Laden und beim Reverse Wireless Charging. Das erinnert an die Zeiten, in denen Android-Smartphones und meine geliebten BlackBerrys eine LED hatten, an deren Farbe man erkannte, wer anruft.
Man soll das Gerät mit dem Display nach unten legen, zum Beispiel im Meeting. Am Leuchtmuster erkennt man dann, wer oder was gemeldet wird. Wer fragt, ob man das braucht, saß noch nie an einem vollbesetzten Konferenztisch, als fünf Leute mitbekommen haben, dass gerade Mama oder Hasi anruft. Dafür gibt es von mir zwei Daumen hoch. Das Glyph Interface lässt sich außerdem als dezentes, mobiles Ringlicht für die Kamera nutzen.
Software
Ab Werk läuft Android 12. Nothing OS ändert den Look nur minimal, zum Beispiel mit einer eigenen Schriftart, die ich schon sehr cool finde. Kaum Apps sind vorinstalliert. Nothing wirkt offen für andere Ökosysteme, arbeitet aber an einem eigenen. Tesla-Besitzer sollen zum Beispiel die Tür öffnen oder die Klimaanlage starten können. Wer keinen Tesla hat, hat hier Pech.
Nothing Ear (1)
Die Ear (1) gibt es in Weiß und Schwarz. Ich habe Weiß gewählt, weil es gut zum weiß-silbernen Phone (1) passt. Auch hier gibt es einen Pappstreifen zum Abziehen, darunter eine schicke silberne Box. In der Box liegen Silikonaufsätze in verschiedenen Größen, ein kleines Ladekabel (USB-C auf USB) und die Kopfhörer im transparenten Design, auch das Case.
Die Ear (1) haben aktive Geräuschunterdrückung und einen Transparenzmodus. Beides teste ich gemeinsam mit dem Phone (1).
Erster Eindruck
Das transparente Design von Nothing gefällt mir richtig gut. Ob das Phone (1) wirklich das absolute Must-have des Jahres ist, ohne das niemand mehr in der Tech-Welt leben kann, wie im Vorfeld suggeriert wurde, wird sich im Test zeigen.
Fragen und Antworten
- Was ist im Lieferumfang des Nothing Phone (1)?
- Neben dem Telefon liegen eine transparente SIM-Nadel, ein USB-C-auf-USB-C-Kabel und etwas Papierkram in der Box. Ein Ladeadapter fehlt. Ab Werk ist eine Displayfolie aufgebracht.
- Was ist das Glyph Interface beim Nothing Phone (1)?
- Es sind LEDs auf der transparenten Rückseite. Sie leuchten in verschiedenen Rhythmen bei Klingeltönen, beim Laden und beim Reverse Wireless Charging. Dient auch als dezentes mobiles Ringlicht für Fotos.
- Wie schwer ist das Nothing Phone (1)?
- Es wiegt 193,5 g bei 159 mm Länge, 75 mm Breite und 8,3 mm Dicke. Das liegt vor allem am Aluminiumrahmen.
- Welches Betriebssystem hat das Nothing Phone (1)?
- Es läuft ab Werk mit Android 12 und der darauf aufgesetzten Nothing OS, die den Look nur minimal ändert.