Flagship-Killer für 329 €? Nothing Phone (2a) Erfahrungsbericht
Fazit in Kürze
Das Nothing Phone (2a) bietet für rund 330 € ein hochwertiges Design, ein tolles Display, Nothing OS und über zwei Tage Akku. Gespart wurde bei Kamera, Prozessor und Gimmicks. Jen glaubt, dass es für 90 % der Menschen völlig ausreicht.
Tops
- Hochwertiges Design mit nur 190 g bei 6,7 Zoll
- AMOLED mit 3 bis 120 Hz, 1.300 Nits und dünnen, gleichmäßigen Rändern
- Stylisches Nothing OS 2.5 auf Basis von Android 14
- 5.000-mAh-Akku, mehr als zwei Tage Laufzeit
- Schöne und gute Fotos und Videos bis 4K mit 30 fps
Flops
- Kein High-End-Prozessor, Fotos brauchen einen Moment zur Verarbeitung
- Hochkantfotos im 9:16-Format nur mit 12 Megapixeln
- Kein kabelloses Laden, keine eSIM, keine KI-Funktion
- Stereo-Lautsprecher nur okay
Es ist richtig bescheiden, wenn man sich ein neues Flaggschiff-Smartphone für 1.450 € gekauft hat und dann feststellt, dass auch eins für 330 € gereicht hätte. Ich behaupte ganz frech: Das Nothing Phone (2a) reicht für 90 % der Bevölkerung völlig aus.
Die Abstriche bei 330 €
Bei einer UVP von 330 € ist es kein High-End-Smartphone. Im Alltag merkt man das an drei Punkten.
- Prozessor: Der MediaTek Dimensity 7200 Pro hält nicht mit einem Snapdragon 8 Gen 2 oder Gen 3 mit. Das Gerät läuft dennoch flüssig: Apps öffnen und schließen schnell, beim Scrollen ruckelt nichts, Splitscreen-Ansichten lassen sich geschmeidig öffnen, in der Größe verändern und schließen. Bei der Kamera merkt man den Mittelklasse-Prozessor: Nach einem Foto dauert es einen Moment, bis es angezeigt wird, und unten dreht sich ein Rädchen mit der Meldung, dass die Verarbeitung läuft.
- Kamera: Es gibt eine 50-Megapixel-Hauptkamera, eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und eine 32-Megapixel-Frontkamera. Sie macht schöne und gute Fotos und Videos bis 4K mit 30 fps. Für alle, die keine Content Creator sind und die Kamera nur für Alltag und Urlaub brauchen, reicht das völlig. Bessere Kameras in der Preisklasse gibt es vielleicht, aber dafür müsste man andere Abstriche machen, etwa beim Akku. Mich stört, dass Hochkantfotos im 9:16-Storyformat nur mit 12 statt 50 Megapixeln möglich sind. Eine Instagram-Karriere würde ich mit dem Phone (2a) nicht starten. Deshalb habe ich in meinen Stories Fotos im 4:3-Format gepostet.
- Fehlende Kleinigkeiten: Es gibt kein kabelloses Laden, keine eSIM und keine KI-Funktion. Die Stereo-Lautsprecher sind da und für kurzes Hören okay. Für YouTube oder Filme nimmt man besser Bluetooth-Kopfhörer.
Jeder muss selbst entscheiden, wie wichtig ihm diese Punkte sind.
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Design und Verarbeitung
Man hat nicht das Gefühl, ein 330-Euro-Smartphone in der Hand zu halten. Der Rahmen besteht aus Aluminium, die Rückseite aus Plastik. Das fühlt sich anders an als eine matte Glasrückseite. Positiv fällt das geringe Gewicht von 190 g bei 6,7 Zoll auf. Das S24+ hat ebenfalls 6,7 Zoll und wiegt wegen der Glasrückseite 6 g mehr. Die Kanten sind flach, das Aluminium an der Seite ist matt schwarz. Ich habe bisher keine Hülle verwendet und noch keine Kratzer am Rahmen oder auf der Rückseite.
Ich bin außerdem ein großer Fan des transparenten Nothing-Designs, das sich durch alle Produkte zieht. Es ist mal etwas anderes, und es gefällt mir auch bei den Bluetooth-Kopfhörern.
Glyphen
Einzigartig sind die Glyphen auf der Rückseite, drei LED-Streifen, die man so konfigurieren kann, dass sie je nach Benachrichtigung unterschiedlich leuchten. Man kann daran auch den Ablauf eines Timers oder die Wartezeit eines Ubers ablesen. Ehrlich gesagt sind sie für mich ein absolutes Gimmick. Sie sehen richtig cool aus, passen ins Gesamtdesign und sind ein Hingucker. Produktiv genutzt und eingerichtet habe ich die LEDs nicht.
Display
Das 6,7 Zoll große AMOLED-Display aus Corning Gorilla Glass 5 hat eine adaptive Bildwiederholrate von 3 bis 120 Hz und eine Spitzenhelligkeit von 1.300 Nits. Es ist scharf und hat eine tolle Farbwiedergabe. Filme, Videos, Lesen und Scrollen machen ohne Einschränkung Spaß. Dazu hat es super dünne und gleichmäßige Ränder, was in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist.
Nothing OS
Das Nothing OS läuft in Version 2.5 und basiert schon auf Android 14. Ich liebe das ultracoole Design. Es sieht stylisch und futuristisch aus, passt zur Hardware und gibt dem Phone (2a) einen außergewöhnlichen Touch abseits vom Android-Einheitsbrei. Die Widgets sehen super aus. Es gibt außerdem ein Feature, das ich schon beim Honor Magic V2 gelobt habe: einen großen Ordner, in dem man Apps direkt anwählen kann, ohne ihn vorher zu öffnen.
Akku
Nothing hat einen 5.000-mAh-Akku eingebaut, genauso groß wie beim S24 Ultra, und er hält mindestens genauso lang. Ich komme bei 3 bis 4 Stunden Display-Zeit pro Tag auf mehr als zwei Tage. Bei Geräten unter 1.000 € wird normalerweise zuerst am Akku gespart, hier nicht.
Fazit
Man hat das Gefühl, Nothing habe alles hineingesteckt, was ein gutes Smartphone im Kern ausmacht, und bei Kamera, Materialien und kleinen Gimmicks gespart. Heraus kommt ein richtig gutes Smartphone mit tollem Design, tollem Display und mörderischer Akkulaufzeit. Ich glaube, die meisten Menschen sind damit mehr als gut bedient und brauchen kein Flaggschiff für 1.400 €, das vielleicht eine bessere Kamera und hochwertigere Materialien mitbringt. Ich feiere, dass man für 320 € so ein tolles Gerät bekommt, und hoffe, dass noch mehr Hersteller herausfinden, wie man High-End-Specs zu günstigen Preisen anbietet.
Fragen und Antworten
- Was kostet das Nothing Phone (2a)?
- Die UVP liegt bei rund 330 € (329 €). Jen glaubt, dass es für 90 % der Bevölkerung völlig ausreicht.
- Welche Abstriche gibt es beim Nothing Phone (2a)?
- Es hat keinen High-End-Prozessor, die Kamera ist nicht auf Flaggschiff-Niveau, und es gibt kein kabelloses Laden, keine eSIM und keine KI-Funktion. Die Stereo-Lautsprecher sind nur okay.
- Wie lange hält der Akku des Nothing Phone (2a)?
- Der Akku hat 5.000 mAh und hält bei Jen mit 3 bis 4 Stunden Display-Zeit pro Tag mehr als zwei Tage.
- Welchen Prozessor hat das Nothing Phone (2a)?
- Es hat den MediaTek Dimensity 7200 Pro. Das Gerät läuft flüssig, beim Fotografieren dauert die Verarbeitung aber einen Moment.