Nothing Ear (2) im Erfahrungsbericht: Meine neuen Lieblingskopfhörer
Fazit in Kürze
Die Nothing Ear (2) sind für Jen die derzeitigen Lieblingskopfhörer: sehr bequem, hochwertig im Klang und mit einem Akku, der durch den Tag trägt. Die Geräuschunterdrückung ist ihr Schwachpunkt. Los geht es bei 149 € UVP.
Tops
- Modernes, transparentes Design, das aus der Masse heraussticht
- Sehr hoher Tragekomfort, sitzen perfekt und fallen beim Sport nicht aus dem Ohr
- Hervorragende Audioqualität, auf Niveau der Galaxy Buds2 Pro
- Gute Gesprächsqualität dank Clear Voice und drei Mikrofonen pro Bud
- IP54, schnelles Laden und kabelloses Laden mit 2,5 Watt
Flops
- Geräuschunterdrückung (bis zu 40 dB) schwächer als bei AirPods und Galaxy Buds2 Pro
- Transparenzmodus rauscht ein wenig
- Wischgeste für die Lautstärke fehlt, nur ein Druckknopf am Steg
- Lautstärke nur erhöhen, nicht verringern per Geste belegbar
Auch Nothing verändert das Design seiner Produkte von Generation zu Generation nur minimal, wie viele große Technikhersteller. Bei den Nothing Ear (2) stört mich das nicht, denn hier ist erst die zweite Generation erschienen. Unter der Haube hat Nothing aber noch einmal nachgelegt. Die Kopfhörer sind inzwischen meine Lieblinge, und ich trage im Moment tatsächlich nur noch sie.
Design: transparent und hochwertig
Ich finde das Design großartig. Es sieht modern und hochwertig aus und sticht aus der Masse heraus. Das Transparente zieht sich durch alle Nothing-Produkte. Weil ich das Nothing Phone (1) in diesem Design habe, wollte ich auch die passenden Kopfhörer, und vielleicht kommt künftig auch die passende Smartwatch. Wie bei Samsung und Apple möchte man, wenn man mit einem Produkt anfängt, auch die anderen dazu haben.
Das Hartplastik-Case ist im Vergleich zum Vorgänger etwas kleiner geworden. Das Design der Buds selbst hat sich nicht verändert, und das finde ich gut. Die Nothing Ear (1) und (2) sind für mich die bestaussehenden In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer, auch wenn sie stark an die Apple AirPods angelehnt sind.
Bedienung und App
Die Bedienung hat sich verändert. Man tippt nicht mehr aufs Gehäuse oder streicht darüber, sondern drückt einen ganz kleinen Druckknopf am Steg, den man erst ertasten muss. Damit startet oder stoppt man Musik und nimmt Anrufe an oder lehnt sie ab.
Schade finde ich, dass die Wischgeste für die Lautstärke weggefallen ist. Die fand ich mega praktisch. In der App lässt sich nur noch eine einzelne Geste anpassen: zweimal drücken und halten. Ich habe sie mit „Lautstärke erhöhen“ belegt. Für „Lautstärke verringern“ gibt es keine Möglichkeit mehr.
Die App bietet unter anderem:
- Modi: aktive Geräuschunterdrückung, Transparenzmodus oder normaler Modus. Gewechselt wird in der App oder durch langes Drücken des linken oder rechten Kopfhörers. Im Transparenzmodus rauschen die Buds aber ein wenig.
- Geräuschunterdrückung: Stufen hoch, mittel, niedrig und ein adaptiver Modus. Den adaptiven Modus stellt man nur in der App ein.
- Trageerkennung: Die Musik pausiert, wenn man einen oder beide Buds aus dem Ohr nimmt.
- Personalisierte Geräuschunterdrückung: Sie passt sich der Lautstärke der Umgebung an.
- Niedrige Latenz: Ich verstehe nicht ganz, warum das ein Modus ist. Es wäre schön, wenn es grundsätzlich so wäre.
- Doppelte Verbindung: Zwei Geräte, etwa Smartphone und Tablet, sind gleichzeitig gekoppelt.
- LHDC-Codec: Er hilft nur, wenn das gekoppelte Gerät ihn unterstützt. Das Nothing Phone (1) tut das, ein Samsung Galaxy oder iPhone derzeit nicht. Einen Unterschied konnte ich zwischen Nothing Phone und Galaxy S23 Ultra nicht hören.
- Persönliches Klangprofil: Nach einer Art Hörtest passt sich die Audioqualität an. Bei mir hatte das kaum Auswirkungen. Für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen kann es sinnvoll sein.
- Equalizer: Ich höre meinen Sound gern mit viel Bass.
Lustig sind die Audio-Feedbacks beim Wechseln des Modus, ein langes Ausatmen oder ein Nothing-typisches Klopfen. Beim ersten Mal habe ich mich etwas erschrocken.
Geräuschunterdrückung
Die aktive Geräuschunterdrückung dämpft bis zu 40 Dezibel. Das ist okay, eigentlich sogar ganz gut. Sie kann aber nicht mit der der Apple AirPods oder der Galaxy Buds2 Pro mithalten, wobei diese auch etwas mehr kosten. Die Nothing Ear (2) gibt es ab einer UVP von 149 €.
Klang und Gespräche
Die Audioqualität ist hervorragend und auf dem Niveau der Galaxy Buds2 Pro, aus meiner Sicht auch auf dem Niveau der AirPods Pro. Beim Filmeschauen, Telefonieren, Musik- und Podcasthören konnte ich keinen nennenswerten Unterschied feststellen. Durch die Clear-Voice-Technologie und drei Mikrofone an jedem Bud ist die Gesprächsqualität noch besser geworden. Mein Gegenüber versteht mich klar und deutlich.
Tragekomfort, Akku und Laden
Der Tragekomfort ist sehr hoch. Die Buds sitzen perfekt und fallen auch beim Sport nicht aus dem Ohr. Sie sind nach IP54 gegen Schweiß und Staub geschützt.
- Laufzeit: etwa 5,5 Stunden ohne und 3,5 Stunden mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung, bevor ich sie ins Case zurücklegen muss. Damit komme ich gut durch den Tag.
- Schnelles Laden: Hängt man die Kopfhörer 10 Minuten ans Kabel, erreicht man zusammen mit dem Ladecase eine maximale Laufzeit von 8 Stunden.
- Kabellos: Mit bis zu 2,5 Watt, etwa auf der Rückseite des Nothing Phone (1). Solche praktischen Dinge liebe ich.
Fazit
Die Nothing Ear (2) sind meine derzeitigen Lieblingskopfhörer. Design, Tragekomfort, Audio- und Sprachqualität sind super. Einzig die Geräuschunterdrückung könnte besser sein.
Fragen und Antworten
- Was kosten die Nothing Ear (2)?
- Die Nothing Ear (2) gibt es ab einer UVP von 149 €.
- Wie lange hält der Akku der Nothing Ear (2)?
- Jen kommt auf etwa 5,5 Stunden ohne und 3,5 Stunden mit aktiver Geräuschunterdrückung. Mit dem Ladecase sind nach 10 Minuten am Kabel maximal 8 Stunden Laufzeit möglich.
- Können die Nothing Ear (2) kabellos geladen werden?
- Ja, mit bis zu 2,5 Watt, zum Beispiel auf der Rückseite des Nothing Phone (1).
- Wie gut ist die Geräuschunterdrückung der Nothing Ear (2)?
- Sie unterdrückt bis zu 40 Dezibel und ist okay, kann aber nicht mit den AirPods oder den Galaxy Buds2 Pro mithalten. Diese kosten allerdings auch mehr.
- Sind die Nothing Ear (2) wasserdicht?
- Sie sind nach IP54 zertifiziert und damit gegen Schweiß und Staub geschützt.