Segway Ninebot KickScooter E2 PRO D im Test: Mehr als nur Mittelklasse?
Fazit in Kürze
Der Segway Ninebot KickScooter E2 PRO D vereint für 399 € UVP Leistung, Reichweite und clevere Funktionen mit sicherem Fahrgefühl und guter Verarbeitung. Er passt für Stadtfahrten, Pendler und Freizeitfahrer. Lange Ladezeit und fehlende Federung sind die Schwächen.
Tops
- 750-Watt-Motor, Steigungen bis 18 %
- Tubeless-Reifen mit 10 Zoll und gutem Grip
- Doppelbremssystem, Bremslicht und Blinker an beiden Lenkerseiten
- Bis zu 35 km Reichweite, Traktionskontrolle für ein sicheres Fahrgefühl
- Gute Verarbeitung, klappbar, App mit PIN-Wegfahrsperre
Flops
- Keine Federung, auf unebenen Strecken holprig
- Ladezeit von 0 auf 100 % mit 5,5 Stunden recht lang
- Akku fest verbaut und nicht entnehmbar
Ich teste gern auch mal Technik abseits von Smartphones und Tablets. Der KickScooter E2 PRO D von Ninebot, powered by Segway, ist eine schöne und rasante Abwechslung. Ich schaue mir die wichtigsten Features an, wie weit er wirklich kommt, wie das Fahrgefühl ist und was ihn von der Konkurrenz abhebt.
Auspacken und Aufbau
Der Scooter kommt gut und sicher verpackt. Der Aufbau ist denkbar einfach: Man muss nur die Lenkstange festschrauben, alles andere ist vormontiert. Er sieht schick aus und ist sehr gut verarbeitet. Außen sieht man keine Schweißnähte.
Technik und Ausstattung
- Motor: 750 Watt für den 18,8 kg schweren Scooter. Er beschleunigt schnell und schafft Steigungen von bis zu 18 %, also optimal für den Stadtverkehr.
- Reifen: patentierte 10-Zoll-Tubeless-Reifen ohne anfällige Schläuche. Das reduziert den Wartungsaufwand und schützt vor Pannen.
- Bremsen: Doppelbremssystem mit elektronischer Bremse hinten und Trommelbremse vorne.
- Licht: helles, aber blendfreies Vorderlicht, ein dauerhaft leuchtendes Rücklicht mit Bremslicht. Dazu Blinker an beiden Lenkerseiten, vorne und hinten, die man besser sieht als nur ein Blinker am Lenkerende.
- Trittbrett: gummiert und stark geriffelt, auch bei Nässe ein fester Stand.
- Lenker: stabiler Eindruck, Handgriffe mit gutem Grip. Links sind Bremse und Klingel, rechts der Gashebel, den man mit etwas Gefühl herunterdrückt, denn der Motor ist stark.
- Boardcomputer: 2,8-Zoll-LED-Display im Lenker, leicht abzulesen. Man schaltet das Licht, wechselt die Fahrmodi und sieht Geschwindigkeit und Batteriestatus.
- Apple Find My: Der E2 PRO D ist kompatibel, sodass man ihn über ein Apple-Gerät orten kann, wenn er gestohlen wurde oder man vergessen hat, wo er steht.
App und Wegfahrsperre
In der Segway-Ninebot-App 6.0 sieht man die zurückgelegte Strecke und den Akkustand und kann Softwareaktualisierungen vornehmen. Man kann auch die Anfahrgeschwindigkeit einstellen. Überrascht hat mich die Wegfahrsperre mit PIN: Man legt sie in der App fest und gibt sie vor dem Losfahren am Boardcomputer mit Gas- und Bremshebel ein. So kann der Scooter, wenn man ihn abstellt, zumindest nicht einfach weggefahren werden.
Fahrgefühl
Für den Straßenverkehr braucht man ein Versicherungskennzeichen, das es bei vielen Versicherungen für ungefähr 30 bis 50 € im Jahr gibt. An meinem Testgerät hatte ich keines, deshalb bin ich nur auf abgelegenen Radwegen gefahren, die auch öffentlicher Verkehrsraum sind. Bitte nicht nachmachen, holt euch ein Kennzeichen.
Anders als beim E-Scooter muss man hier zum Anfahren einmal treten wie bei einem normalen Roller, damit der Motor anspringt. Mit etwas Übung klappt das gut und direkt. Es gibt drei Fahrmodi, Eco, Drive und Sport, sowie einen G-Modus, in dem der Scooter gleichmäßig langsam in Schrittgeschwindigkeit fährt.
Mit 399 € UVP gehört er nicht zu den teuersten Modellen, umso überraschender ist das Fahrgefühl. Alles fühlt sich sicher und stabil an, nichts klappert, und die Reifen haben richtig guten Grip. Das Bremsen funktioniert gleichmäßig und zuverlässig, auch die Motorbremse beim Loslassen des Gases ist angenehm. Zur Stabilität trägt das Traktionskontrollsystem (TCS) bei.
Mir hat nur eine stärkere Federung gefehlt. Auf ebenen Straßen reicht es, auf unebeneren Strecken wird es holpriger, weil es keine Stoßdämpfer gibt. Man muss aber den Preis im Hinterkopf behalten.
Reichweite und Akku
- Höchstgeschwindigkeit: 20 km/h
- Reichweite: bis zu 35 km, für 399 € UVP eher im oberen Bereich. Dazu trägt eine spezielle Technologie von Segway Ninebot bei, die die Reichweite um 20 % erhöht, ohne zusätzliche Batterie. Wer abwechselnd bremst und Vollgas gibt, kommt nicht auf 35 km, auch Steigung und Temperatur spielen eine Rolle.
- Akku: 275 Wattstunden, fest im Rahmen verbaut und nicht entnehmbar
- Ladezeit: 5,5 Stunden von 0 auf 100 %, eher lang. Man sollte den Akkustand im Blick haben.
- Klappbar: zum Transport im Auto oder platzsparenden Abstellen
Fazit
Der E2 PRO D von Segway Ninebot ist eine gelungene Kombination aus Leistung, Reichweite und intelligenten Funktionen. Er passt für Stadtfahrten, Pendler und Freizeitfahrer. Offroad würde ich damit nicht fahren. Mit dem starken Motor und der Reichweiten-Technologie kommt man schnell und weit, und durch Traktionskontrolle und 10-Zoll-Reifen fühlt es sich sicher an. Die lange Ladezeit und die fehlenden Stoßdämpfer verraten, dass es ein Scooter der mittleren Preisklasse ist. Verarbeitung und Fahrkomfort wirken dagegen eher premium. Ich hatte beim Testen jede Menge Spaß.
Fragen und Antworten
- Wie weit kommt der Segway Ninebot KickScooter E2 PRO D?
- Mit einer Akkuladung bis zu 35 km. Die Reichweite hängt von Fahrweise, Steigung und Temperatur ab. Die höchste Geschwindigkeit liegt bei 20 km/h.
- Was kostet der Segway Ninebot KickScooter E2 PRO D?
- Die UVP liegt bei 399 €.
- Braucht man für den Segway Ninebot E2 PRO D ein Versicherungskennzeichen?
- Ja, um im Straßenverkehr fahren zu dürfen. Das gibt es bei vielen Versicherungen für ungefähr 30 bis 50 € im Jahr.
- Wie lange lädt der Segway Ninebot E2 PRO D?
- Der Akku mit 275 Wattstunden braucht von 0 auf 100 % rund 5,5 Stunden. Er ist fest im Rahmen verbaut.