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Turmali City E-Bike von Deruiz im Erfahrungsbericht: Schöner, schneller, schlanker

Von Jen Video vom 9:27 Min. Artikel vom 06.10.2026

Deruiz E-Bikes & E-Scooter

Fazit in Kürze

Das Turmali ist ein schickes, leichtes und wendiges City-E-Bike mit hochwertigen Markenkomponenten und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Es eignet sich für die Stadt und asphaltierte Straßen, nicht fürs Gelände. Der Preis liegt bei 1.799 €.

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Tops

  • Schlanker Aluminiumrahmen, integrierter Akku, alle Kabel durch den Rahmen geführt
  • Nur 18,5 kg schwer, wendig und leicht zu handhaben
  • Gates-Carbon-Belt-Drive statt Kette, pflegeleicht
  • Hydraulische Scheibenbremsen und Markenkomponenten
  • Bis zu 110 km Reichweite, abschließbarer Akku

Flops

  • Lenker nicht in der Höhe verstellbar
  • Gepäckträger nicht im Lieferumfang, aber nachrüstbar
  • Rücklicht ist kein Bremslicht
  • Keine Federung, nicht fürs Gelände geeignet

Deruiz bringt mit dem Turmali ein schickes Urban-E-Bike, korrekt Pedelec, auf den Markt. Auf den ersten Blick sieht man nicht einmal, dass es ein E-Bike ist. Ich hatte das Vergnügen, das günstige E-Bike mit den hochwertigen Markenkomponenten zu testen.

Design und Rahmen

Der Aluminiumrahmen ist ungewöhnlich schmal und schlank, selbst dort, wo der Akku im Unterrohr sitzt. Nirgends hängen Kabel heraus, alles ist durch den Rahmen geführt. Nur am Lenker führt ein schmales Kabel zum ebenfalls dezenten Bordmonitor. Schweißnähte sieht man nicht. Das Design finde ich ausgesprochen gut.

Fahrwerk, Reifen und Licht

  • Reifen: 28 Zoll große Schwalbe-Reifen, nur 1,7 Zoll breit. Daran sieht man, dass es ein Citybike ist.
  • Federung: keine, weder vorne noch hinten. Das Rad ist für Asphalt und Feldwege gedacht, im Gelände ginge es schnell in Rücken und Arme.
  • Schutzbleche: aus Aluminium und schmal, passend zu den Reifen.
  • Licht: Das Rücklicht sitzt im hinteren Schutzblech und ist kein Bremslicht. Es leuchtet beim Bremsen nicht extra auf. Mit dem 120-Lux-Vorderlicht lässt es sich über den Bordmonitor einschalten.
  • Bremsen: hydraulische Scheibenbremsen von Tektro, vorne und hinten. Sie wirken robust, wertig und bremsen schön direkt und angenehm.

Antrieb: Motor, Riemen und Akku

Es gibt keine Gangschaltung. Das regelt ein Hinterradnabenmotor mit 250 Watt und 36 Volt, der elektronisch bis 25 km/h unterstützt. Schneller fährt man mit eigener Muskelkraft. Der Übergang zwischen den Gängen ist nahtlos und automatisch, je nach Geschwindigkeit, ohne dass man es merkt. Das hatte ich an einem Fahrrad so noch nicht.

Statt einer Kette gibt es einen Gates Carbon Belt Drive. Der Riemen ist pflegeleichter und robuster, man versaut sich nicht Hände, Hose oder Schuhe, muss ihn nicht fetten und kann ihn leichter wieder aufziehen.

Es gibt fünf Unterstützungsstufen. Der Akku hat 360 Wh, ist vollständig im Rahmen integriert und in zweieinhalb Stunden geladen, am Rahmen oder herausgenommen. Gut finde ich, dass er abschließbar ist. Die Ladung sieht man am Bordcomputer oder direkt am Akku. Bei wenig Unterstützung und viel gerader Strecke hält er bis zu 110 km. Bei viel Bergauf und viel Unterstützung schrumpft die Reichweite, das hängt vom Fahrverhalten ab.

Mit nur 18,5 kg ist das Rad deutlich leichter als andere E-Bikes. Das Quartz SUV von Deruiz, das ich auch getestet habe, wiegt 26,3 kg, fast 8 kg mehr. Ein leichtes Rad verbraucht weniger Strom und lässt sich besser handhaben, wenn es umfällt. Ohne Akku kann man damit auch fahren, falls er leer ist.

Fahrgefühl und Ausstattung

Das Fahren macht richtig Spaß: wendig, fährt smooth an und lässt sich gut bremsen. Über die App sieht man Kilometer und Akkustand. Der Selle-Royale-Sattel ist auch für längere Strecken bequem. Die Pedale haben dank integriertem Sandpapier guten Grip. Der Ständer ist längenverstellbar und lässt sich schnell an den Untergrund anpassen.

Schnellspanner an Vorderrad und Sattel gibt es anders als beim Quartz SUV nicht. Das finde ich eher positiv, denn schnell abmontiert heißt auch schnell geklaut, und ein Citybike stellt man in der City ab.

Kritikpunkte

  1. Lenker nicht höhenverstellbar. Das Turmali gibt es in drei Rahmengrößen: S mit 48,5 cm, wie ich es habe, mit niedrigem Einstieg, M mit 50 cm und L mit 58 cm. Für mich passt die Höhe perfekt, ich hätte aber gern die Sitzposition angepasst.
  2. Kein Gepäckträger im Lieferumfang. Man kann ihn zusätzlich bestellen und nachrüsten, die Halterungen sind vormontiert. Im Lieferumfang hätte ich ihn schöner gefunden.

Preis und Service

Das Turmali kostet 1.799 € auf der Webseite von Deruiz. Sattel, Motor, Gates-Riemenantrieb, hydraulische Scheibenbremsen und Reifen kommen von namhaften Herstellern. Deshalb kann man davon ausgehen, dass das Rad lange hält, und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut. Deruiz hat viele Servicestandorte bei Partnerwerkstätten in Deutschland. Bei großen Gegenständen, die man nicht einfach zurückschicken kann, finde ich das wichtig.

Fazit

Das Turmali ist ein schickes, hochwertiges E-Bike mit extrem gutem Preis-Leistungs-Verhältnis für alle, die ein leichtes und wendiges E-Bike für die Stadt und asphaltierte Straßen suchen.

Fragen und Antworten

Was kostet das Deruiz Turmali City E-Bike?
Das Turmali kostet 1.799 € auf der Webseite von Deruiz.
Wie weit kommt man mit dem Deruiz Turmali?
Der 360-Wh-Akku schafft bei wenig Motorunterstützung und viel gerader Strecke bis zu 110 km. Bei Bergauffahrten und viel Unterstützung sinkt die Reichweite, die Laufzeit hängt vom Fahrverhalten ab.
Wie schwer ist das Deruiz Turmali?
Das Turmali wiegt 18,5 kg. Das Deruiz Quartz SUV wiegt mit 26,3 kg fast 8 kg mehr.
Hat das Deruiz Turmali eine Gangschaltung?
Nein. Der Hinterradnabenmotor mit 250 Watt und 36 Volt regelt das, die Übergänge sind nahtlos und automatisch. Die Unterstützung reicht bis 25 km/h und lässt sich in fünf Stufen einstellen.

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