Smartphones

iPhone Air im Erfahrungsbericht: Ich wollte es hassen und konnte es nicht

Von Jen Video vom 7:55 Min. Artikel vom 06.10.2026

Apple Smartphones

Fazit in Kürze

Das iPhone Air ist technisch abgespeckt: eine Kamera, Mono-Lautsprecher, keine SIM-Karte. Trotzdem überzeugen Design, Akku und Fotos. Man zahlt 1.200 € vor allem für ein tolles, leichtes Premiumgefühl, nicht für die beste Hardware.

Vorschaubild zum Video: Ich wollte das iPhone Air HASSEN...

Das Video wird erst nach dem Klick von YouTube geladen.

Tops

  • Ultradünn und ultraleicht, 5,6 mm dick
  • 6,5-Zoll-OLED mit 120 Hz
  • Akku hält bei Jen trotz 3.149 mAh den ganzen Tag, etwa 4 Stunden Displayzeit
  • Hauptkamera macht richtig gute Aufnahmen, auch der 2-fach-Zoom überzeugt
  • Premiumgefühl

Flops

  • Nur eine Kamera, kein echtes Teleobjektiv, kein Ultraweitwinkel
  • Nur ein Mono-Lautsprecher
  • Fünf Tasten, bei denen man oft die falsche drückt
  • Milchiges Kameramodul wirkt wie Plastik
  • A19 Pro mit 5 statt 6 GPU-Kernen, USB-C nur mit USB-2.0-Tempo, mögliche Drosselung
  • Keine physische SIM-Karte, nur iSIM

Ich muss etwas gestehen: Ich wollte das iPhone Air hassen. Ich war bereit, es im Review in Flammen aufgehen zu lassen. Dann habe ich es benutzt und kann es nicht hassen. Hier die Geschichte, warum.

Was ich vorher kritisiert habe

Apple bewirbt das iPhone Air als dünnstes und leichtestes iPhone aller Zeiten. Es ist dünn und leicht, aber war das die Innovation, auf die wir gewartet haben? Meine Erwartungen waren sehr niedrig. Ich war überzeugt, dass das Air-Branding nur ein anderes Wort für Kompromiss ist.

  • Kamera: Ich bin als langjährige Nutzerin aktueller Android-Pro- und Ultra-Geräte verwöhnt, mit 1-Zoll-Sensoren, Leica-Kameras, 200-fachem Zoom, KI-Zauber, hochauflösenden Teles und Ultraweitwinkeln. Das iPhone Air hat nur eine 48-Megapixel-Hauptkamera mit einem zweifach Telemodus. Mehr Zoom ist digital, und die Qualität nimmt merklich ab. Es gibt kein echtes Teleobjektiv und keinen Ultraweitwinkel. Für mehr Bildfläche muss man den Abstand physisch vergrößern. Und das bei einem 1.200 € teuren Gerät.
  • Chip: Es steckt derselbe A19 Pro wie im iPhone 17 Pro, aber beschnitten. Das Air hat fünf statt sechs GPU-Kerne, und die USB-C-Datenrate liegt auf USB-2.0-Niveau. Wegen des dünnen Gehäuses gibt es Anzeichen für aggressive Drosselung, weil die Dampfkammer der Pro-Modelle fehlt. Bei grafiklastigen Anwendungen kann die Leistung spürbar sinken. Apple sagt, der Prozessor sei auf KI optimiert. Ich frage mich, auf welche KI. Das Erste, was ich getan habe, war Google Gemini zu installieren, um etwas Nützliches auf dem Gerät zu haben.
  • Lautsprecher: Es gibt nur einen Mono-Lautsprecher über der Dynamic Island. Im Jahr 2025, für 1.200 €. Das Argument, hochkant halte man das kaum, überzeugt mich nicht.
  • Tasten: Fünf Knöpfe. Beim bloßen Sperren des Geräts weiß ich nicht, wo ich drücken soll, und löse die Kamera aus, schalte stumm oder ändere die Lautstärke. Man kann den Action Button und den Kameraknopf ausschalten, aber dann ist der Knopfhaufen erst recht sinnlos.
  • Rückseite: Das milchige Kameramodul sieht aus wie Billigplastik, auch wenn der Rest aus Ceramic Shield, also Glas, besteht.
  • SIM: Eine physische SIM-Karte gibt es nicht mehr, Apple hat sie zum Platzsparen entfernt. Für viele ist die iSIM noch ein Buch mit sieben Siegeln.

Warum ich es trotzdem nicht hassen kann

1. Das Design

Es ist ein ultraleichtes, ultradünnes Smartphone mit einem schönen 6,5-Zoll-OLED-Display mit 120 Hz, das sonst den Pro-Modellen vorbehalten war. Damit hat mich Apple gekriegt, so wie Samsung Mitte des Jahres mit dem Galaxy S25 Edge. Ich bin ein Riesenfan leichter, schlanker Smartphones, weil ich nicht die größten Hände habe und mein Smartphone pausenlos in der Hand halte. Ein kleineres Gerät will ich nicht. Ich will ein maximal großes Display zum Arbeiten und Videoschauen, aber keinen Klotz. Das sind Luxusprobleme, aber ich feiere es. Das iPhone Air fühlt sich absurd dünn, futuristisch und nahezu schwerelos an. Mit 5,6 mm ist es das dünnste Smartphone der Welt, auch wenn Apple dafür einen abgespeckten Prozessor, den fehlenden SIM-Slot, einen kleineren Akku und eine sehr reduzierte Kameraausstattung in Kauf genommen hat.

2. Der Akku

Er hat 3.149 mAh. Ich hatte erwartet, dass er um 12 Uhr mittags leer ist. Er hält bei mir aber ziemlich den ganzen Tag, meist mit etwa 4 Stunden Displayzeit. Das variiert, je mehr ich außerhalb des WLANs bin oder filme und fotografiere. Bei so einem kleinen Akku hatte ich das nicht erwartet.

3. Die Kamera

Trotz der Ausstattung, über die ich mich lustig gemacht habe, macht sie Apple-typisch richtig gute Aufnahmen. Auch der zweifach Zoom hat mich überzeugt. Für die meisten von uns ist die Kamera mehr als ausreichend.

Fazit

Das iPhone Air hat sich auf das Wesentliche konzentriert, um es positiv auszudrücken: ein Premiumerlebnis in einem unglaublich schlanken und leichten Paket. Es gibt viele Gründe, es nicht zu mögen, aber es vermittelt ein absolutes Premiumgefühl. Man muss sich bewusst sein, dass man 1.200 € nicht für die beste Hardware ausgibt, sondern für ein tolles Gefühl. Ich kam, um das iPhone zu hassen, und konnte es am Ende doch nicht.

Fragen und Antworten

Wie gut ist die Kamera des iPhone Air?
Sie hat nur eine 48-Megapixel-Hauptkamera mit 2-fach-Telemodus, kein Teleobjektiv und keinen Ultraweitwinkel. Trotzdem macht sie Apple-typisch richtig gute Aufnahmen und reicht für die meisten von uns mehr als aus.
Wie lange hält der Akku des iPhone Air?
Der Akku hat 3.149 mAh. Jen hatte ein Ende am Mittag erwartet, kommt aber meist durch den ganzen Tag mit etwa 4 Stunden Displayzeit.
Hat das iPhone Air eine SIM-Karte?
Nein. Apple hat die physische SIM-Karte entfernt, um Platz zu sparen. Das iPhone Air nutzt eine iSIM.
Wie dünn ist das iPhone Air?
Mit 5,6 mm ist es laut Jen das dünnste Smartphone der Welt. Es hat ein 6,5-Zoll-OLED-Display mit 120 Hz.
Hat das iPhone Air Stereo-Lautsprecher?
Nein, es gibt nur einen Mono-Lautsprecher über der Dynamic Island. Jen kritisiert das bei einem Preis von 1.200 €.

Passende Videos Alle Videos ansehen

iPhone 18 Pro Max im Test: Was von den Marketingversprechen übrig bleibt

27.09.2026

Ich breche das Back Market Versprechen: iPhone 16 Pro Max im Härtetest

05.05.2026

Google schlägt Apple? iPhone 17 vs. Pixel 10 im Kameravergleich

05.02.2026

iPhone 17 Pro Max aus Sicht einer Android-Nutzerin, inklusive Kameravergleich

09.11.2025