iPhone 18 Pro Max im Test: Was von den Marketingversprechen übrig bleibt
Fazit in Kürze
Das iPhone 18 Pro Max ist ein sehr starkes Arbeitsgerät mit zwei Tagen Akkulaufzeit, viel Grafikleistung und einer Hauptkamera mit variabler Blende. In der EU fehlt aber Siri AI, das Herzstück der Vorstellung. Wer ein iPhone 15, 16 oder 17 Pro Max hat, kann diese Runde auslassen.
Tops
- A20 Pro: viel Leistung, vor allem bei der Grafik, und sehr sparsam
- Akku hält zwei volle Arbeitstage
- Gehäuse bleibt auch unter Last spürbar kühler
- Hauptkamera mit mechanischer, variabler Blende
- Endlich manueller Weißabgleich bei Videos
Flops
- Siri AI ist in der EU größtenteils blockiert
- Zoom bleibt hinter der Konkurrenz zurück
- Keine Videoaufnahme in 8K
- Mit fast 250 g sehr schwer, einhändig kaum zu bedienen
Das iPhone 18 Pro Max ist das teuerste, schwerste und auf dem Papier das fortschrittlichste iPhone, das Apple bisher gebaut hat. Ich habe es mir angesehen und fasse zusammen, was hinter den Versprechen steckt und für wen sich der Kauf lohnt.
Prozessor und Akku: Hier ist wirklich etwas dran
Den neuen Prozessor stellt Apple jedes Jahr in den Mittelpunkt, und diesmal zu Recht. Die Leistung des A20 Pro, vor allem der Grafikeinheit, und seine Energieeffizienz sind enorm. Apple hat das thermische Design umgebaut, den Speicherchip direkt neben den Prozessor gesetzt und das Ganze an eine neue Vapor-Chamber-Kühlung gekoppelt.
Zusammen mit dem etwas größeren Akku hält das iPhone 18 Pro Max zwei volle Arbeitstage durch. Auch beim Schneiden von 4K-Videos oder bei langen Spielen bleibt das Gehäuse spürbar kühler als bei den Vorgängern. Der Akku hat zwar keine 7.500 mAh wie einige neue Android-Smartphones, die Laufzeit ist aber vergleichbar oder sogar besser.
Ich glaube allerdings, dass heute niemand diese Leistung auf dem iPhone ausreizt. Das heißt: Ihr seid für die nächsten Jahre gut gerüstet, auch für alles, was an KI noch kommt. Ich frage mich aber, ob ich so viel Geld für etwas ausgeben soll, das ich weder heute noch in zwei Jahren brauche.
- Lohnt sich, wenn ihr euer iPhone sechs oder sieben Jahre nutzen wollt.
- Lohnt sich weniger, wenn ihr ohnehin alle zwei Jahre wechselt. Dann ist der Blick auf die Vorgänger sinnvoller.
Kamera: variable Blende und endlich manueller Weißabgleich
Das zweite große Upgrade betrifft die Kamera. Die 48-Megapixel-Hauptkamera hat jetzt eine mechanische, variable Blende. Sie schaltet je nach Licht und gewünschter Schärfentiefe zwischen mehreren Stufen um. Ob man den Unterschied zum iPhone 17 Pro Max mit seiner festen Blende sieht? Profis, die auf kleine Details achten, sicherlich. Die meisten anderen vermutlich nicht.
Außerdem gibt es endlich einen manuellen Weißabgleich. Der automatische Weißabgleich der Vorgänger hat mich bei Videoaufnahmen regelmäßig gestört, weil ich keine Kontrolle darüber hatte, wie warm oder kalt eine Aufnahme wird. Im Android-Lager gibt es das schon lange.
Was fehlt:
- Zoom: Während die Konkurrenz bei 10- und 20-fachem Zoom mit Periskop-Kameras stark abliefert, tritt Apple hier auf der Stelle.
- 8K: Obwohl Apple das Pro und Pro Max für professionelle Videonutzer bewirbt, lassen sich weiterhin keine Videos in 8K aufnehmen.
Gewicht: ein massiver Klotz
Apple widersetzt sich dem Trend zu schlanken und leichten Geräten. Mit fast 250 g ist das iPhone 18 Pro Max sehr schwer, und eine Bedienung mit einer Hand ist für mich nicht möglich. Hält man es länger zum Filmen oder Lesen, spürt man das Gewicht im Handgelenk und am kleinen Finger. Ich empfehle, MagSafe zu nutzen und hinten eine Halterung anzubringen.
Werbung: Im Video stelle ich dazu Zubehör von Moft vor, unter anderem zwei Hüllen, einen Kartenhalter mit Ständer und ein Umhängeband. Die Links und den Rabattcode findest du oben neben dem Video.
KI: Was von Apple Intelligence in der EU ankommt
Für uns in der EU ist das die entscheidende Frage. Die kurze Antwort: Ausgerechnet das Herzstück der Präsentation fehlt. Apple verweist auf regulatorische Vorgaben und den Digital Markets Act. Siri AI ist auf iPhone, iPad und Apple Watch in der EU bis auf Weiteres größtenteils blockiert. Auf dem Mac läuft Siri AI, aber nur auf Englisch. Auf dem iPhone bleibt die bekannte Siri.
Zugänglich sind die lokalen Werkzeuge, die schon länger nach und nach verteilt wurden:
- Bilder erzeugen mit Image Playground und Fotos bereinigen
- den Blickwinkel eines Fotos nachträglich ändern
- Texte zusammenfassen oder umformulieren
- automatische Audio-Transkription und zusammengefasste Benachrichtigungen
Das sind nette Helfer im Alltag, aber keine Funktionen, für die man so viel Geld ausgeben muss.
Fazit: Für wen lohnt sich das iPhone 18 Pro Max?
Das iPhone 18 Pro Max ist ein fantastisches Arbeitsgerät für alle, die kompromisslose Akkulaufzeit, maximale Grafikleistung und eine Kamera mit variabler Blende suchen. Wenn ihr unbedingt ein iPhone wollt und es fünf, sechs oder sieben Jahre behaltet, ist es eine klare Empfehlung.
Wer bereits ein iPhone 15, 16 oder 17 Pro Max besitzt, kann diesen Zyklus entspannt aussetzen. Ohne die vollwertige Siri AI kauft ihr in Europa vor allem teure und ziemlich schwere Hardware.
Fragen und Antworten
- Funktioniert Siri AI auf dem iPhone 18 Pro Max in Deutschland?
- Größtenteils nicht. Laut Jen ist Siri AI auf iPhone, iPad und Apple Watch in der EU bis auf Weiteres blockiert; Apple verweist auf den Digital Markets Act.
- Wie lange hält der Akku des iPhone 18 Pro Max?
- Im Test von Jen hält das iPhone 18 Pro Max zwei volle Arbeitstage durch.
- Lohnt sich der Wechsel vom iPhone 17 Pro Max auf das iPhone 18 Pro Max?
- Jen rät davon ab: Wer ein iPhone 15, 16 oder 17 Pro Max hat, kann diese Generation auslassen, weil die wichtigste Neuerung, Siri AI, in der EU fehlt.
- Was ist neu an der Kamera des iPhone 18 Pro Max?
- Die 48-Megapixel-Hauptkamera hat eine mechanische, variable Blende, und es gibt erstmals einen manuellen Weißabgleich. Zoom und 8K-Video fehlen weiterhin.