Honor Magic V3 im Test: Ein Blick in die Zukunft der Smartphones
Fazit in Kürze
Das Honor Magic V3 ist für Jen erstmals ein Foldable, das wirklich zwei vollwertige Geräte in einem ist: dünn, leicht, mit großem Akku und technisch top. Kritik gibt es an Gesichtsentsperrung, Tastenanordnung und dem in Deutschland nicht erhältlichen Stift.
Tops
- Ein normales 6,43-Zoll-Smartphone außen, 7,92-Zoll-Display innen
- Mit 5.150 mAh großer Akku, hält den ganzen Tag
- Dünner und leichter als der Vorgänger, kabellos ladbar, wasserfest
- Drei Hauptkameras mit gutem Ergebnis
- Hülle mit Standfunktion im Lieferumfang
Flops
- Gesichtsentsperrung entsperrt das Gerät ständig
- Laut-leiser-Taste wechselt beim Aufklappen die Seite
- Der Stift ist in Deutschland offiziell nicht erhältlich
- Mit 1.999 € UVP sehr teuer
Kein Smartphone hatte auf der IFA so viel Andrang wie das Honor Magic V3. Nach dem erfolgreichen V2 gelingt Honor zum zweiten Mal in Folge ein richtiger Big Bang. Das V3 ist 0,7 mm dünner und 5 g leichter als der Vorgänger, hat einen etwas größeren Akku, lässt sich kabellos laden und ist erstmals wasserfest. Das sind die Punkte, bei denen andere Hersteller sagen, dass sie bei Akku und Wasserdichtigkeit sparen müssen, wenn sie dünner werden.
Zwei vollwertige Geräte in einem
Foldables sollen theoretisch zwei Geräte in einem sein, im besten Fall sogar drei: Smartphone, Tablet und mit Tastatur und Maus ein PC. In der Praxis hatte man wegen des schmalen Formfaktors einiger Hersteller aber kein vollständiges Smartphone. Beim Magic V3 hat man zum ersten Mal zu 100 % das Gefühl, zwei vollwertige Geräte zu haben.
- Außen: 6,43-Zoll-OLED im klassischen 20:9-Format mit schönen Rändern.
- Innen: 7,92 Zoll, mit 970 Nits halb so hell wie das Außendisplay, aber auch im Sonnenlicht noch gut ablesbar.
- Knick: Er hat sich nicht so wahnsinnig verändert, man sieht ihn nach kürzester Zeit nicht mehr. Das Innendisplay soll mit neuerer Technologie haltbarer sein, das lässt sich frühestens in ein oder zwei Jahren bewerten.
Von der Dicke her hat man ein normales Smartphone in der Hand und kann es in der Hälfte aufklappen. Es macht Spaß, das Gerät als Karte bei Google Maps, als E-Reader, zum E-Mail-Schreiben, Surfen oder Filmeschauen zu nutzen und danach wieder zuzuklappen. Für alle, die unterwegs alles in einem Gerät haben wollen, ist das richtig life changing.
Akku mit Silizium-Kohlenstoff
Der Akku hat 5.150 mAh und hält für mich den ganzen Tag. In einem so schmalen Gerät ist das eine Innovation. Honor verbaut die dritte Generation seines Silizium-Kohlenstoff-Akkus, der mehr Kapazität speichern kann als eine herkömmliche Lithiumbatterie. Das Galaxy Z Fold 6 hat zum Vergleich 4.400 mAh, also 700 mAh weniger, und ist dicker und schwerer, weil Samsung auf Lithiumbatterien setzt. Solche Akkus werden wir künftig in vielen Geräten und auch E-Autos sehen.
Kamera und Software
Auf der Rückseite sitzen in einem achteckigen Modul drei Kameras:
- 40 Megapixel Ultraweitwinkel
- 50 Megapixel Weitwinkel
- 50 Megapixel Tele
Dazu kommt eine 20-Megapixel-Selfie-Kamera außen und innen. Die Hardware sagt auch hier wenig, denn die KI bearbeitet nach. Das sieht nicht künstlich aus, im Gegenteil: Selbst bei schummrigem Licht sehen die Aufnahmen gut aus, und für mich ist das in Ordnung, solange sie realistisch bleiben. Wie beim Honor 200 Pro gibt es einen Portraitmodus mit drei Filtern, die Farbe, Belichtung und Kontrast optimieren. Wie gut die Kamera ist, beurteilt ihr anhand der Aufnahmen selbst.
Im Gerät arbeiten der Snapdragon 8 Gen 3 und Android 14 mit MagicOS. Google-KI-Funktionen wie Circle to Search sind verfügbar. Honor ergänzt Magic Portal als KI-Feature. Nichts Weltbewegendes, aber State of the Art.
Drei Kritikpunkte
- Gesichtsentsperrung: Sie funktioniert herausragend schnell, aus fast jedem Winkel, aber weniger sicher als Face ID. Das Gerät entsperrt sich andauernd, sobald mein Gesicht auch nur in Reichweite der Frontkamera ist, und es kommt zu Fehleingaben. Ich habe sie am Ende ausgeschaltet.
- Tastenanordnung: Lautstärke- und Power-Taste sind auf beide Seiten verteilt. Zugeklappt ist das gut für Screenshots. Die Laut-leiser-Taste ist aber zugeklappt rechts und aufgeklappt links. Ich muss überlegen und greife im Zweifel erst zur falschen Seite. Vielleicht legt sich das mit der Zeit.
- Stift: Das Magic V3 unterstützt einen Stift auf dem Innen- und dem Außendisplay, das Z Fold 6 nur innen, das Pixel Fold gar nicht. Aber der Stift ist in Deutschland offiziell nicht erhältlich und müsste umständlich importiert werden. Die Technologie bezahlt man mit, kann sie aber nicht nutzen.
Preis und Lieferumfang
Die UVP liegt bei 1.999 €. Das ist unfassbar viel Geld. Selten kann man aber so sicher sein wie hier, zwei vollwertige Geräte in einem und das technisch Aktuellste zu bekommen.
Im Lieferumfang liegt eine Hülle in passender Farbe. Sie hat um das Kameramodul einen Standfuß, sodass man das V3 aufgeklappt hinstellen kann und das große Innendisplay beim Filmeschauen voll nutzt.
Fazit
Das Honor Magic V3 ist extrem gut durchdacht und ein Ausblick auf das, was uns in Zukunft erwartet. Technisch ist es für mich das Aktuellste, was es zum Zeitpunkt des Videos für Geld zu kaufen gibt. Wer unterwegs alles in einem Gerät haben will und den hohen Preis akzeptiert, bekommt hier ein Foldable, das auch als normales Smartphone vollwertig ist.
Fragen und Antworten
- Was kostet das Honor Magic V3?
- Die UVP liegt bei 1.999 €.
- Wie groß ist der Akku des Honor Magic V3?
- Der Akku hat 5.150 mAh und ist ein Silizium-Kohlenstoff-Akku der dritten Generation. Das Galaxy Z Fold 6 hat zum Vergleich 4.400 mAh.
- Ist das Honor Magic V3 wasserfest?
- Ja, es ist laut Jen erstmals zertifiziert wasserfest (IPX8), was dem Vorgänger noch fehlte. Es lässt sich außerdem kabellos laden.
- Gibt es für das Honor Magic V3 einen Stift?
- Das Magic V3 unterstützt einen Stift, auf dem Innen- und dem Außendisplay. In Deutschland ist er aber offiziell nicht erhältlich, man müsste ihn importieren.