Honor Magic V5 im Test: Hat sich Honor selbst geschadet?
Fazit in Kürze
Das Honor Magic V5 ist ein schön designtes, modernes Foldable, das kaum etwas vermissen lässt. Beim Akku liegt es weit vorn, die Kamera ist für den Alltag richtig gut. Schwach ist der Vibrationsmotor, und die Konkurrenz hat aufgeholt.
Tops
- 5.820-mAh-Akku, zwei Tage Nutzung bei etwa 4 Stunden Display-Zeit
- 6,43-Zoll-Außendisplay, im Alltag wie ein normales Smartphone nutzbar
- Beide OLED-Displays bis zu 5.000 Nits hell
- Gute Kamera mit 64-Megapixel-Periskop-Tele
- Wackelt auf dem Tisch kaum, schöne Farben, Hülle im Lieferumfang
Flops
- Sehr schwacher Vibrationsmotor, Anrufe lassen sich leicht verpassen
- Innendisplay spiegelt stark
- Schutzfolie auf dem Außendisplay wirft nach ein paar Wochen Blasen
- Konkurrenz hat inzwischen aufgeholt
Honor hat mit dem Magic V3 im letzten Jahr dem Foldable-Markt gezeigt, wo vorne ist. Wie schlägt sich das Magic V5? Honor machte zuerst negative Schlagzeilen, als es behauptete, das Magic V5 sei das dünnste faltbare Smartphone der Welt, gemeint war das Galaxy Z Fold 7. Beide Hersteller scheinen bei den Messmethoden Kreide geholt zu haben: Honor hat zu wenig gemessen, Samsung zu viel. Den Titel hält eigentlich das Z Fold 7. Dem Magic V5 schadet das aus meiner Sicht nicht. Ich habe es abseits fragwürdiger Messmethoden getestet, und es hat im Alltag ziemlich wenig Schwächen.
Design und Displays
Am Design hat sich im Vergleich zum Vorgänger wenig verändert, und das ist kein Wunder, denn mit dem V3 hat Honor nahezu alles richtig gemacht. Das V3 war das erste Foldable mit einem vernünftigen Format, das sich zugeklappt wie ein normales Smartphone nutzen lässt.
- Außendisplay: 6,43 Zoll OLED. Man ist nicht gezwungen, das Gerät aufzuklappen.
- Innendisplay: 7,95 Zoll OLED.
- Helligkeit: Beide Displays werden in der Spitze bis zu 5.000 Nits hell und sind in der Sonne sehr gut abzulesen.
- Schutzfolie: Ab Werk klebt eine Folie auf dem Außendisplay. Sie hat bei mir ein paar Wochen Alltag überlebt, wirft aber Blasen und muss bald ersetzt werden.
- Spiegelungen: Ich finde, dass die Innendisplays von Foldables ziemlich brutal spiegeln. Ich freue mich darauf, dass eine Antireflexbeschichtung hier irgendwann Einzug hält.
Gegenüber der Konkurrenz hat das Magic V5 zwei Design-Vorteile. Das Kameraelement ist groß und mittig angeordnet, das Gerät wackelt auf dem Tisch kaum, und man kann mühelos mit einem Finger darauf tippen. Zweitens sind die Farben schön. Ich habe die goldene Version mit Farbverlauf, der sich in der mitgelieferten Hülle aus hochwertigem Kunstleder widerspiegelt. Mit den leicht abgeflachten Kanten wird das Smartphone zu einem Accessoire.
Akku: weit vor der Konkurrenz
Honor hat in ein 222 g leichtes und aufgeklappt 4,2 mm dünnes Smartphone einen Akku mit 5.820 mAh gebaut und liegt damit der Konkurrenz um Längen voraus. Ich komme locker auf zwei Tage Nutzung mit einer Ladung, bei durchschnittlich 4 Stunden Display-Zeit. Das macht Spaß, vor allem wenn man viel unterwegs ist.
Kamera
| Kamera | Auflösung |
|---|---|
| Weitwinkel (mit Makrofokus) | 50 Megapixel |
| Periskop-Tele | 64 Megapixel |
| Ultraweitwinkel | 50 Megapixel |
Wie bei früheren Honor-Smartphones gibt es den AI-Porträtmodus und einen Porträtmodus, von dem ich ein Riesenfan bin. Dazu kommt der AI Super Zoom, der nur mit Internetzugang funktioniert. Die Kameraqualität ist für den Alltag und auch darüber hinaus wirklich gut.
Leistung und KI
Im Magic V5 arbeitet der Snapdragon 8 Elite, der aktuelle Goldstandard im Mobilbereich, mit 16 GB RAM. Alles läuft nahtlos und ruckelfrei. Die bekannten KI-Funktionen sind dank Gemini und Gemini Live an Bord. Ich habe den Eindruck, dass sich alle Hersteller auf Googles KI verlassen und nur kleine eigene Features einbauen. Bei Honor ist das das Magic Portal: Wenn ich aus einer E-Mail eine Adresse kopiere und an den Rand ziehe, schlägt die KI passende Apps vor, etwa Google Maps. Sie lernt aus euren Gewohnheiten. Auf dem MWC in Barcelona im Februar hat Honor außerdem einen eigenen KI-Assistenten angekündigt, der die gesamte Oberfläche steuert, sodass man per Sprache sogar Reservierungen oder Uber-Bestellungen vornehmen kann. Darauf bin ich gespannt.
Das Foldable im Alltag
Ich bin in diesem Jahr komplett auf Foldables hängen geblieben. Das aufgeklappte Innendisplay nutze ich wie andere ein separates Tablet, zum Surfen, für E-Mails und vor allem für Videos, ganz ausgeklappt mit dem Ständer in der Hülle oder halb aufgeklappt. Ich habe Smartphone und kleines Tablet in einem dabei und muss nichts extra laden oder mitschleppen. Das gilt nicht für alle, besonders nicht für Leute, die ein separates Tablet und einen größeren Bildschirm schätzen. Ob man ein Foldable braucht oder eher will, ist eine persönliche Entscheidung.
Das größte Manko: der Vibrationsmotor
Negativ aufgefallen ist mir nur der Vibrationsmotor. Er ist ultra schwach, und in den ersten Tagen habe ich so ziemlich alles verpasst, auch Anrufe. Honor ist das Problem offenbar bewusst: In den Einstellungen gibt es eine Vibrationsverstärkung für Anrufe, bei der ein Ton abgespielt wird, der sich wie eine Vibration anhört. Klingt verrückt, hilft aber.
Fazit
Das Honor Magic V5 ist ein schön designtes, modernes Foldable, das nichts vermissen lässt und nur darunter leidet, dass die Konkurrenz ordentlich aufgeholt hat. Beim Akku hat das V5 die Nase weit vorn, die Kamera ist richtig gut. Der Stil und die Magic-OS-Oberfläche müssen einem gefallen. Wenn ihr euch für ein Foldable entscheidet, ist das Magic V5 eine wunderbare Möglichkeit.
Fragen und Antworten
- Wie lange hält der Akku des Honor Magic V5?
- Das Honor Magic V5 hat 5.820 mAh. Jen kommt damit locker auf zwei Tage Nutzung mit einer Ladung, bei durchschnittlich 4 Stunden Display-Zeit.
- Wie dick und schwer ist das Honor Magic V5?
- Es wiegt 222 g und ist aufgeklappt 4,2 mm dünn. Den Streit um den Titel des dünnsten Foldables sieht Jen gelassen, den Titel hält ihrer Meinung nach das Galaxy Z Fold 7.
- Welche Kameras hat das Honor Magic V5?
- Eine 50-Megapixel-Weitwinkelkamera mit Makrofokus, eine 64-Megapixel-Periskop-Telekamera und eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera.
- Welcher Prozessor steckt im Honor Magic V5?
- Der Snapdragon 8 Elite mit 16 GB RAM. Damit läuft das Foldable laut Jen nahtlos und ruckelfrei.