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Apple iPad Pro mit M4: Für wen das neue iPad Pro 2024 gemacht wurde

Von Jen Video vom 11:26 Min. Artikel vom 06.10.2026

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Fazit in Kürze

Das iPad Pro 2024 mit M4 ist dünner, leichter und hat ein hervorragendes Tandem-OLED-Display. Sinnvoll ist es für alle, die unterwegs mit dem Apple Pencil kreativ arbeiten und maximale Leistung brauchen. Für alle anderen ist es ein Luxusgegenstand.

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Tops

  • Mit 5,3 mm dünner als Galaxy Tab S9 Ultra und Huawei MatePad Pro
  • 0,6 mm schlanker und 22 g leichter als der Vorgänger, bei gleich großem Akku
  • Tandem-OLED-Display mit starker Farbtiefe, Schärfe und 1.600 Nits Spitzenhelligkeit
  • Apple Pencil Pro mit Kontextmenü direkt an der Stiftspitze

Flops

  • Dicke Displayränder: nur 84 % der Front sind Display
  • Die zwei M4-Varianten wirken wie eine Verkaufsstrategie, die teurere Variante kostet 730 € mehr
  • Hohe Preise, für die meisten Nutzer ist die Leistung unnötig

Das iPad Pro 2024 ist im Vergleich zum Vorgänger von vor zwei Jahren dünner und leichter geworden und hat noch mehr Power. Gerade deshalb stellt sich für mich die Frage, für wen sich dieses Tablet überhaupt lohnt. Hier ist meine Meinung zum iPad Pro mit M4.

Evolution statt Revolution

Apple hat die Technik mit dem neuen iPad Pro nicht revolutioniert. Nach zwei Jahren steckt ein leistungsstärkerer Prozessor drin. Das nenne ich eine zwingend erforderliche Evolution.

Was Apple allerdings geschafft hat: Den Käufern der MacBooks mit M3, die erst im März erschienen sind, einen Schlag ins Gesicht zu verpassen. Wer viel Geld für die neueste Version eines Apple-Produkts ausgibt, geht davon aus, dass die beste Technik des Unternehmens drinsteckt. Nach nur acht Wochen kommt nun ein viel leistungsstärkerer M4. Ich hätte mich schwarz geärgert und verstehe nicht, warum der M4 nicht direkt in die MacBooks eingebaut wurde.

Der M4 in zwei Ausführungen

Den M4 gibt es in zwei Varianten:

Speicher CPU Arbeitsspeicher
256 oder 512 GB 9 Kerne, davon 3 Performance-Kerne 8 GB
1 oder 2 TB 10 Kerne, davon 4 Performance-Kerne 16 GB

Die größere Variante kostet 730 € mehr. Wer zu den kleineren Modellen greift, bekommt das Gefühl, nicht die stärkste Option gewählt zu haben. Das finde ich verkaufsstrategisch herausragend inszeniert und ein wenig perfide. Ich kann mir für 99,99 % der Nutzer kein Szenario vorstellen, in dem die Leistung der neun Kerne und 8 GB auf einem Tablet ausgeschöpft wird. Apple führt seine Kunden hier auch emotional an der Nase herum.

Design und Display

Das neue iPad Pro ist 0,6 mm schlanker und 22 g leichter als der Vorgänger und hat trotzdem einen identisch großen Akku. Das nenne ich Fortschritt. Mit 5,3 mm Dicke überholt es sogar das Galaxy Tab S9 Ultra und das Huawei MatePad Pro, die 5,5 mm messen. Es wiegt angenehme 444 g. Die Materialqualität überwältigt wie immer bei Apple.

Dann schaltet man es ein und wird von unfassbar dicken Displayrändern begrüßt. Beim Galaxy Tab S9 Ultra nimmt das Display 90 % der Front ein, beim Huawei MatePad Pro 91 %. Beim neuesten und teuersten iPad Pro sind es nur traurige 84 %. Das heißt, 16 % der Front sind schwarz und nutzlos. Das Jahr 2015 hat angerufen und hätte gern seine Displayränder zurück.

Das Highlight ist das neue Ultra Retina XDR Tandem-OLED-Display: Es sind zwei OLED-Displays übereinander verbaut. Farbtiefe und Schärfe sind herausragend, und mit 1.600 Nits in der Spitze wird es richtig hell. Zum Arbeiten, Videoschauen und Schreiben macht das richtig viel Spaß.

Apple Pencil Pro

Mit dem iPad Pro und dem iPad Air wurde der Apple Pencil Pro vorgestellt. Neben dem bisherigen Doppeltippen, um zwischen Stift und Radierer zu wechseln, kann man den Stift jetzt drücken, um das Kontextmenü zu öffnen. Es erscheint genau dort, wo die Stiftspitze gerade ist, und man muss zum Wechseln von Stift oder Farbe nicht mehr zum unteren Bildschirmrand. Das ist praktisch, wenn man viel zeichnet. Die neue Drehfunktion hat sich mir noch nicht ganz erschlossen: Beim Drehen des Stifts dreht sich die Stiftspitze mit, damit sich die Strichstärke unterschiedlich nutzen lässt.

Werbung: Zubehör von ESR

Der Hersteller ESR bietet Zubehör für iPad Pro und iPad Air, das in der Videobeschreibung verlinkt ist. Das Video enthält dazu einen Werbeblock: Displayschutz aus gehärtetem Glas, eine magnetische Schutzfolie mit matter Oberfläche, auf der sich das Schreiben wie auf Papier anfühlt, ein Stift sowie die Shift-Magnet-Hülle, die sich in vielen Winkeln aufstellen lässt und Platz für den Stift hat.

Für wen lohnt sich das iPad Pro?

Der Preis spielt dabei eine große Rolle. Das zwei Monate alte MacBook Air mit M3 kostet 1.299 € und hat ein 13-Zoll-Display. Das leistungsstärkste iPad Pro gibt es erst ab 1 TB, in der 11-Zoll-Variante für mindestens 1.929 €. Das MacBook Pro mit M3 kostet mit 1 TB 2.229 €, nur 300 € mehr.

MacBooks sind viel vielseitiger, weil man nicht auf den beschränkten App Store angewiesen ist, sondern vollwertige Software herunterladen kann. Die Kernfrage lautet deshalb: Wie sehr braucht man für Arbeit oder Hobby den Apple Pencil? Das ist das Einzige, was ein iPad dem MacBook voraushat. Wer ihn nicht braucht, kauft besser ein MacBook und dazu ein günstigeres iPad, etwa ein iPad Air von vor zwei Jahren, zum Lesen, Filmeschauen und für ein paar Notizen.

  • Gutes Upgrade: für alle, die täglich mit dem Apple Pencil arbeiten und die größtmögliche Leistung brauchen, etwa um unterwegs Fotos und Videos zu bearbeiten, zu malen oder 4K-Videos zu rendern.
  • Luxusgegenstand: für alle anderen. Zum Netflix-Schauen, für E-Mails oder ab und zu eine Notiz braucht man diese Leistung nicht. Das ist, als würde man einen Ferrari kaufen, um zum nächsten Briefkasten zu fahren.

Fazit

Ich werfe niemandem vor, viel Geld für Technik auszugeben. Ich versuche nur, dass das Gekaufte zu meinen Bedürfnissen passt. Ob das iPad Pro nur dafür gemacht wurde, Kunden Geld aus der Tasche zu ziehen, oder das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat, entscheidet sich für mich im Juni auf Apples Entwicklerkonferenz. Stellt Apple dort neue KI-Modelle vor, für die die Leistung des M4 nötig ist, würde das Ganze wenigstens halbwegs Sinn machen.

Fragen und Antworten

Für wen lohnt sich das Apple iPad Pro mit M4?
Für Menschen, die unterwegs Fotos und Videos bearbeiten, malen oder kreativ sein wollen und dafür täglich den Apple Pencil und die volle Leistung brauchen. Für alle anderen ist es nach Jens Meinung ein Luxusgegenstand.
Wie dünn und leicht ist das iPad Pro 2024?
Das Gehäuse ist 5,3 mm dünn, 0,6 mm schlanker und 22 g leichter als beim Vorgänger. Der Akku ist gleich groß geblieben.
Welche M4-Varianten gibt es beim iPad Pro?
Die Modelle mit 256 oder 512 GB haben eine CPU mit neun Kernen und 8 GB Arbeitsspeicher. Die Modelle mit 1 oder 2 TB haben zehn Kerne und 16 GB.
Ist ein MacBook besser als das iPad Pro?
Jen hält MacBooks für deutlich vielseitiger, weil man vollwertige Software installieren kann. Nur beim Apple Pencil ist das iPad im Vorteil.

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