Honor Magic7 Pro: Es bricht mir das Herz
Fazit in Kürze
Das Honor Magic7 Pro ist ein tolles aktuelles Flaggschiff mit herausragender Kamera, sehr hellem Display und brauchbaren KI-Funktionen. Für Besitzer des Magic6 Pro lohnt sich das Upgrade nur wegen der KI. Für alle mit einem älteren Smartphone ist es eine gute Wahl.
Tops
- Sehr gute Kamera mit 200-Megapixel-Periskop-Tele
- Sehr scharfes Display mit bis zu 5.000 Nits
- Robustes Display-Glas, Quad-Überfahrtest ohne Kratzer
- Magic Portal als Advanced-Version von Circle to Search
- Schnelles Laden mit 100 Watt kabelgebunden und 80 Watt kabellos
Flops
- Genauso dick und 6 g schwerer als das Magic6 Pro
- Mit 5.270 mAh kleinerer Akku als beim Vorgänger
- AI Portrait zeichnet Gesichter weich
- AI Zoom funktioniert nur mit Internet
Honor hat das neue Magic7 Pro gelauncht. Als ich es vor drei Wochen zum ersten Mal in den Händen hielt, hat es mir mein kleines Technikherz gebrochen. Warum, erkläre ich hier, denn auf den zweiten Blick hat das Gerät irre viel zu bieten.
Warum mich das Magic7 Pro zuerst enttäuscht hat
Honor hatte mit dem faltbaren Magic V3 letztes Jahr für mich die Smartphone-Sensation geliefert, so dünn, dass es zusammengefaltet dünner ist als manches nicht faltbare Smartphone. Entsprechend hoch war meine Euphorie beim Auspacken des Magic7 Pro, und entsprechend groß die Enttäuschung. Im Vergleich zum Magic6 Pro ist es 1,3 mm schmaler, aber 0,1 mm dicker und 6 g schwerer. Ich hatte die Hoffnung auf das dünnste Barren-Smartphone aller Zeiten.
Auch der Akku ist kleiner: 5.270 mAh statt der 5.600 mAh im Magic6 Pro. Dafür lädt er mit 100 Watt kabelgebunden und 80 Watt kabellos schneller. Im chinesischen Modell gibt es einen deutlich größeren Akku. Vermutlich haben alle dasselbe Gehäuse, damit Platz für den großen Akku ist, den wir hier nicht bekommen. Die größere und bessere Kamera erklärt, warum das Magic7 Pro nicht so dünn sein kann wie das V3.
Kamera
Die Kamera ist nahezu identisch zum Magic6 Pro, das mir schon wahnsinnig gut gefallen hat, vor allem bei Videos mit fast 3D-Effekt:
- 50 Megapixel Weitwinkel-Hauptkamera
- 50 Megapixel Ultraweitwinkelkamera
- 200-Megapixel-Periskop-Telekamera (statt bisher 180 Megapixel)
- 50 Megapixel Selfie-Kamera
Ich konnte die Kamera in den Bergen auf Herz und Nieren testen. Die Hauptkamera ist erste Sahne.
Display und Robustheit
Das 6,8 Zoll große Display wird in der Spitze bis zu 5.000 Nits hell. Das ist abgefahren und im Dunkeln manchmal sogar unerträglich, in der Sonne aber einfach erste Sahne. Die Displays von Honor sind für mich immer so schön scharf, dass sie wie hoch aufgelöst gedruckt aussehen, das habe ich bei keinem anderen Hersteller so gesehen. Das Glas ist Honor Nano Crystal Shield, das laut Honor zehnmal sturzfester sein soll als andere. Zum Test hat Honor uns nach Bled in Slowenien eingeladen, wo es irre kalt war. Dort ist man unter anderem mit einem Quad über die Smartphones gefahren, und bis auf die leicht angegriffene Schutzfolie gab es keinen Kratzer und keinen Bruch.
KI-Funktionen
Honor setzt in diesem Jahr klar auf KI.
- AI Zoom: Wenn man über 30fach zoomt, erscheint ein kleines AI-Symbol. Aktiviert werden Aufnahmen per KI nicht nur optimiert, sondern manchmal komplett überarbeitet. Mal kommen sehr interessante Dinge heraus, mal unglaublich schöne Bilder, und beim Mond kommt manchmal gar nichts. Kritikpunkt: Es funktioniert nur mit Internet und lässt sich nachträglich nicht anwenden. Der 100fache digitale Zoom ist krass, aber die Bilder sind bei der Auflösung eher Matsche.
- AI Portrait: Soll Porträts optimieren, zeichnet aber das Gesicht eher weich und schraubt die Auflösung herunter. Dafür gibt es einen Porträtmodus mit drei Stilen, den ich wesentlich schöner finde.
- AI-Radierer in der Fotos-App.
- MagicOS 9.0 auf Basis von Android 15: Ich finde es wahnsinnig schön animiert, etwa beim Radierer oder dem Benachrichtigungsfeld. Manchen mag das zu verschnörkelt sein, ich mag es.
- Gemini und Circle to Search sind ebenfalls dabei. Dazu das Magic Portal: Früher zog man eine kopierte Adresse an den Rand und ließ sie in Google Maps oder die E-Mail fallen. In der neuen Version kreist man etwa eine Adresse mit dem Fingerknöchel ein, egal in welcher App, und das Magic Portal öffnet sich rechts mit Vorschlägen für passende Apps. Das ist Circle to Search in der Advanced-Version, weil nicht nur Google-Suchergebnisse angezeigt werden. Man muss sich nur daran gewöhnen.
Speicher und Farben
Man bekommt 512 GB Speicher und drei Farben zur Auswahl, die alle etwas für sich haben. Den Link zu den aktuell besten Preisen findet ihr in der Videobeschreibung.
Fazit: Lohnt sich das Magic7 Pro?
Ein Upgrade vom Magic6 Pro ist nur sinnvoll, wenn ihr die KI-Features wollt. Für alle mit einem älteren Smartphone ist das Magic7 Pro ein tolles aktuelles Flaggschiff mit brauchbaren KI-Funktionen, einer herausragenden Kamera und gutem Aussehen. Ich hätte mir gewünscht, dass es dünner und leichter wird. Vielleicht klappt das nächstes Jahr.
Fragen und Antworten
- Lohnt sich das Upgrade vom Honor Magic6 Pro auf das Magic7 Pro?
- Nur, wenn man die KI-Features haben will. Für alle mit einem älteren Smartphone ist das Magic7 Pro ein gutes aktuelles Flaggschiff.
- Was kann der AI Zoom des Honor Magic7 Pro?
- Ab über 30fachem Zoom lassen sich Aufnahmen per KI optimieren oder sogar komplett neu gestalten. Das klappt nur mit Internet, nachträglich lässt es sich nicht anwenden.
- Was ist das Magic Portal beim Honor Magic7 Pro?
- Man kreist Inhalte mit dem Fingerknöchel ein, zum Beispiel eine Adresse, und das Magic Portal schlägt passende Apps vor. Jen nennt es Circle to Search in der Advanced-Version.