Google Pixel 9 Pro Fold im Test: Kann es mit der Konkurrenz mithalten?
Fazit in Kürze
Das Pixel 9 Pro Fold ist ein extrem gelungenes Upgrade zum Vorgänger mit gutem Formfaktor, großem Innendisplay, starker KI und 7 Jahren Updates. Mit 1.899 € UVP ist es aber zu teuer, Außendisplay-Ränder und Akku sind nicht Spitze.
Tops
- Normaler Formfaktor, auch zugeklappt wie ein normales Smartphone nutzbar
- 8-Zoll-OLED-Innendisplay, das größte unter den Foldables, mit schlanken Rändern
- Beide Displays bis zu 2.700 Nits hell
- Starke KI und sehr gute Kamera-Software
- Hochwertiges Design, gute Lautsprecher, 7 Jahre Updates
Flops
- Mit 1.899 € UVP viel zu teuer
- Dicke Ränder beim Außendisplay
- Akku mit 4.650 mAh recht klein
- Keine Stiftunterstützung
- 257 g, schwerer als Galaxy Z Fold 6 und Honor Magic V3
Das Pixel 9 Pro Fold zeigt, was Hersteller binnen eines Jahres optimieren können. Beim Vorgänger hatte ich das Gefühl, einen unfertigen Prototypen in der Hand zu halten. Google hat gefühlt drei Entwicklungszyklen übersprungen und ein Foldable gebracht, das einiges besser macht als die Konkurrenz. Nur den Namen finde ich nicht gelungen.
Design und Außendisplay
Von vorn sieht es aus, als hätte man ein Pixel 9 Pro in einen Rahmen gesteckt, den man aufklappen kann. Ich finde die Front gewöhnungsbedürftig: auf einer Seite abgerundete, auf der anderen kantigere Ecken bei rundem Display. Auch die dicken Ränder des 6,2 Zoll großen AMOLED-Außendisplays sind nicht gelungen, zumal das Pixel 9 und 9 Pro sehr dünne Ränder haben.
Der erste große Sprung ist der Formfaktor. Google ist vom Passport-Format zu einem normalen 20:9-Seitenverhältnis gewechselt. Deshalb kann man das Pixel 9 Pro Fold auch zugeklappt wie ein normales Smartphone nutzen. Das fehlt dem Galaxy Z Fold 6 vollkommen.
Innendisplay
Das Innendisplay ist der Grund, warum man sich ein Foldable kauft, und hier gelingt Google der zweite Sprung. Beim ersten Pixel Fold waren die Ränder zu dick und schlecht verarbeitet. Beim 9 Pro Fold sind sie schlank, unauffällig und gut verarbeitet. Das OLED-Display misst 8 Zoll, das ist das größte bei Foldables. Das Honor Magic V3 kommt auf 7,92 Zoll, das Galaxy Z Fold 6 auf 7,6 Zoll.
Beide Displays werden bis zu 2.700 Nits hell und lassen sich im direkten Sonnenlicht problemlos ablesen. Das nahezu quadratische Format fühlt sich an, als würde man ein kleines Buch aufschlagen.
Clever finde ich die Selfie-Kamera im Innendisplay. Sie sitzt in der rechten oberen Ecke und nicht in der Mitte wie bei Samsung und Honor. Bei Videocalls im halb aufgeklappten Zustand steht sie damit etwas höher. Die Innenkamera und die äußere Frontkamera lösen mit 10 Megapixeln auf.
Kamera
| Pixel 9 Pro Fold | |
|---|---|
| Weitwinkel | 48 Megapixel |
| Ultraweitwinkel | 10,5 Megapixel |
| Tele | 10,8 Megapixel, 5-fach optisch, bis 20-fach digital |
Das Kameramodul steht mit 2 mm weit heraus und wirkt etwas angeklebt, ist aber klar als Teil der Pixel-9-Serie erkennbar. Die Hardware sagt wenig, denn Software und KI sind heute alles. Hier gibt Google alles. Egal wie schlecht die Bedingungen sind, man bekommt eigentlich immer gute Aufnahmen.
KI und Leistung
Die Pixel-Smartphones sind für mich die derzeit smartesten Smartphones. Gemini ist super integriert, ich nutze es täglich anstelle von Googeln, ebenso Circle to Search. Bei der Fotobearbeitung ist die KI mit „Mich hinzufügen“ und „Beste Aufnahme“ unschlagbar gut. Viele angekündigte Features fehlen allerdings noch, jedenfalls bei uns in der EU. Für mich ist Google bei der KI im Smartphonebereich die ungeschlagene Nummer eins, und ich freue mich auf alles, was noch kommt.
Dafür zahlt man einen stolzen Preis für den auf KI optimierten Tensor G4 und die 16 GB Arbeitsspeicher. Das teure Rennpferd haben wir schon gekauft, es fehlt nur noch der Reiter.
Gewicht, Akku und Ausstattung
- Gewicht: 257 g, 18 g schwerer als das Galaxy Z Fold 6 und 31 g schwerer als das Honor Magic V3. Es ist aber schlanker als das Z Fold 6.
- Design: hochwertig, moderne flache Kanten, abgerundete Ecken, stabile matte Glasrückseite.
- Akku: 4.650 mAh, recht klein im Vergleich zur Konkurrenz.
- Sonstiges: keine Stiftunterstützung, dafür extrem gute Lautsprecher. 7 Jahre Software- und Sicherheitsupdates.
Fazit
Das Pixel 9 Pro Fold ist ein extrem gelungenes Upgrade zum Vorgänger. Mit 1.899 € UVP ist es auf jeden Fall viel zu teuer, denn bei den Rändern des Außendisplays und dem kleinen Akku ist es nicht an der Spitze dessen, was technisch machbar wäre. Trotzdem besetzt es eine Nische: mit den KI-Funktionen, die hoffentlich bald zu uns kommen, der herausragenden Kamera-Software und dem Formfaktor. Beim neuen Pro Fold würde ich erstmals sagen, dass ich das Gerät möglichst lange nutzen möchte. Auf das Pixel 10 Pro Fold bin ich gespannt, hoffentlich mit neuem Namen.
Fragen und Antworten
- Was kostet das Google Pixel 9 Pro Fold?
- Die UVP liegt bei 1.899 €. Jen hält das für viel zu teuer.
- Wie groß ist das Innendisplay des Pixel 9 Pro Fold?
- Das OLED-Innendisplay misst 8 Zoll und ist damit das größte bei Foldables. Das Honor Magic V3 hat 7,92 Zoll, das Galaxy Z Fold 6 nur 7,6 Zoll.
- Wie groß ist der Akku des Pixel 9 Pro Fold?
- Der Akku hat 4.650 mAh. Jen nennt ihn mit Blick auf die Konkurrenz recht klein.
- Wie lange bekommt das Pixel 9 Pro Fold Updates?
- Google gibt 7 Jahre Software- und Sicherheitsupdates.