Google Pixel 7a Erfahrungsbericht: Kann es mein Galaxy S23 Ultra ersetzen?
Fazit in Kürze
Das Google Pixel 7a überzeugt für 509 € UVP mit flüssiger Leistung, guter Software und handlichem Format. Es ersetzt ein Flaggschiff bei Leistung und Funktionen. Jen stört das Gewicht von 193 g und das fehlende AMOLED-Display des S23 Ultra, wer das Gewicht egal findet, bekommt eine solide Alternative.
Tops
- Läuft flüssig mit Tensor G2 und 8 GB RAM
- Google-Software macht aus der Kamera richtig gute Ergebnisse
- Hochwertiges Design mit Aluminium-Kamerabalken
- Akku reicht für mindestens vier Stunden Display-on-Time
- Laute Stereo-Lautsprecher, drei Jahre Versionsupdates, fünf Jahre Sicherheitsupdates
- IP67 und kabelloses Laden
Flops
- Breite Displayränder
- Nur 1.000 Nits, im Sonnenlicht nur eingeschränkt zum Videoschauen
- 90 Hz müssen erst aktiviert werden, werkseitig sind es 60 Hz
- Mit 193 g für die Größe zu schwer
- Laden nur mit 18 Watt, kein Makromodus, laute Tasten
Am schönsten ist es doch, wenn man gar keine Erwartungen hat und dann positiv überrascht wird. So ging es mir mit dem Google Pixel 7a. Ein Smartphone für 509 € UVP mit breiten Displayrändern: Da hatte ich sofort alle Schubladen offen, mit schlechtem Akku, noch schlechterer Kamera, Low-Level-Performance, pixeligem Display und scheppernden Lautsprechern. Das Pixel 7a ist definitiv ein Flagship-Killer und zwingt einen, neu zu denken. Die Frage ist: Kann es mein fast dreimal so teures Galaxy S23 Ultra als Daily Driver ersetzen?
Hier macht ihr Abstriche
- Displayränder: Beim 6,1 Zoll großen OLED-Display sind sie auf den ersten Blick ein Abturner, breit und unten dicker als oben. Nach etwa drei Minuten und mit Dark Mode sieht man sie nicht mehr. Das habe ich nicht erwartet.
- Helligkeit: Mit 1.000 Nits ist das Display nicht Spitze. In direkter Sonne ist es noch vernünftig ablesbar, ein Video würde ich mir dort aber verkneifen.
- Bildwiederholrate: 90 Hz statt 120 Hz. Der Unterschied ist kaum wahrnehmbar. Werkseitig sind nur 60 Hz eingeschaltet, ihr müsst die 90 Hz in den Einstellungen aktivieren. Macht das unbedingt, der Unterschied ist gravierend.
- Laden: nur mit 18 Watt, schwach.
- Kamera auf dem Papier: 64 Megapixel Weitwinkel, 13 Megapixel Ultraweitwinkel, kein Makromodus, 13 Megapixel Selfie-Kamera. Videos sind in 4K mit 60 fps möglich.
- Tasten: ziemlich klickig, um nicht zu sagen laut.
Beim Pixel passiert die Magie nicht auf dem Papier, sondern in der Google-Software, und die macht einen richtig guten Job. Die Hardware ist nicht Spitze, aber die Software sorgt dafür, dass die Ergebnisse richtig gut werden. Das finde ich ein tolles Konzept: Google hält über die Hardware den Preis niedrig und holt über die Software gute Ergebnisse heraus. Manche Unternehmen machen es andersherum, nehmen sehr teure Hardware, und die Ergebnisse sind dann trotzdem so naja.
Das gefällt mir
- Entsperren: Der Fingerabdruckscanner funktioniert etwa 92 von 100 Mal, die Gesichtserkennung 95 von 100 Mal. Zu Hause nutze ich ohnehin Smart Lock.
- Akku: 4.385 mAh. Ich komme mit mindestens vier Stunden Display-on-Time sicher durch den Tag. Nicht mehr, aber auch nicht weniger, das ist für mich völlig okay.
- Display: flach, mit 429 ppi, mehr als beim Pixel 7, weil das 7a bei gleicher Auflösung ein etwas kleineres Display hat.
- Design: Der Kamerabalken aus Aluminium gibt dem Pixel 7a den unverkennbaren Pixel-Look und Stabilität. Das Design ist weit weg vom Kinderspielzeug-Look des Pixel 4 und 5 und wird von Version zu Version hochwertiger.
- Tasten: Power-Taste und Lautstärkewippe sitzen eher in der Mitte des Rahmens. Mit meinen kleinen Hobbit-Händen muss ich keine Grätsche machen, um die Lautstärke zu erhöhen.
- Leistung: Der Google Tensor G2 mit 8 GB RAM läuft super flüssig. Das Gerät fügt sich in das wachsende Pixel-Ökosystem ein, mit Pixel Watch, Pixel Buds Pro und dem neuen Pixel Tablet.
- Software: Stock Android ist Gewöhnungssache, mir gefällt Samsung etwas besser. Ich kann mich nicht an die 90er-Jahre-Emojis gewöhnen. Google könnte mal einen Praktikanten eine halbe Stunde daran setzen.
- Lautsprecher: Die Stereo-Lautsprecher sind überraschend laut, auch wenn sie etwas voller sein könnten. Videos schauen macht Spaß.
- Google-Funktionen: Magischer Radierer, Schärfen, Night Sight, Google Assistant, die beste Sprache-zu-Text-Eingabe, Live-Übersetzer. Das Display geht per Bewegungssensor an, wenn du dem Smartphone nahe kommst.
- Updates und Schutz: drei Jahre Versionsupdates, fünf Jahre Sicherheitsupdates, IP67 gegen Staub und Wasser. Es gibt kabelloses Laden, aber kein Powershare.
Kann es das Galaxy S23 Ultra ersetzen?
Bei Performance und Funktionen ja, hier vermisse ich nichts Großartiges. Ich vermisse aber das gestochen scharfe Dynamic-AMOLED-Display des S23 Ultra.
Was mich außerdem stört: Das Pixel 7a hat ein gebürstetes Aluminiumgehäuse und eine Rückseite aus Kunststoff, also alles, was man für ein geringes Gewicht braucht. Trotzdem wiegt es 193 g. Mein Z Flip4 wiegt 187 g, das iPhone 14 nur 172 g, also etwa 20 Gramm weniger. Wenn ich zu einem handlichen Smartphone greife und Abstriche bei Display und Akku mache, will ich auch die Vorzüge haben, etwa ein geringeres Gewicht.
Fazit
Wem das Gewicht egal ist, der bekommt mit dem Pixel 7a eine solide Alternative zu den teuren Flaggschiffen. Für mich kommt es wegen des für die Größe zu hohen Gewichts leider nicht infrage, die Suche nach einem neuen handlichen Daily Driver geht weiter.
Fragen und Antworten
- Was kostet das Google Pixel 7a?
- Die UVP liegt bei 509 €. Jens Galaxy S23 Ultra ist fast dreimal so teuer.
- Wie ist der Akku des Google Pixel 7a?
- Der Akku hat 4.385 mAh. Jen kommt mit mindestens vier Stunden Display-on-Time sicher durch den Tag. Geladen wird mit 18 Watt.
- Wie lange bekommt das Google Pixel 7a Updates?
- Drei Jahre Versionsupdates und fünf Jahre Sicherheitsupdates. Das Gerät ist nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt.
- Kann das Pixel 7a das Galaxy S23 Ultra ersetzen?
- Bei Performance und Funktionen ja, Jen vermisst kaum etwas. Sie vermisst aber das scharfe Dynamic-AMOLED-Display, und das Gewicht von 193 g ist ihr für die Größe zu hoch.