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Was wird jetzt aus Apple in der EU? Ein Kommentar zu Apple und dem Digital Markets Act

Von Jen Video vom 7:03 Min. Artikel vom 06.10.2026

Apple Smartphones

Fazit in Kürze

Jen bedauert, dass Apples KI-Funktionen zumindest 2024 nicht in die EU kommen, und hält die Strategie für fragwürdig. Mit iOS 18 gibt es ohne Apple Intelligence immerhin frei anordenbare Apps, Icon-Farben und Emojis.

Vorschaubild zum Video: Was wird jetzt aus Apple in der EU? Ein Kommentar zu Apples Verstoß gegen den Digital Markets Act

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Tops

  • E-Mails werden schon in der Vorschau zusammengefasst
  • Fragen in E-Mails werden strukturiert angezeigt
  • Hinweise bei Kalenderänderungen und Flugbuchungen
  • iPhone Mirroring als Pendant zu Link to Windows

Flops

  • Apple Intelligence kommt zumindest 2024 nicht in die EU
  • Unklar, wie das iPhone 16 in Europa verkauft werden soll
  • Apple liegt bei KI Jahre hinter Google, Samsung und Honor

Wie ihr wahrscheinlich aus der Presse wisst, kommt Apples KI vorerst nicht nach Deutschland und auch in kein anderes europäisches Land. Ich erkläre, worum es geht und was das für Apple bedeutet.

Warum Apple Intelligence nicht kommt

Apples Software braucht tiefgreifenden Zugang zu den Nutzerdaten auf iPhone, iPad oder MacBook, um die neuen KI-Funktionen auszuführen. Zum Beispiel:

  • Ihr werdet informiert, wenn sich im Kalender etwas ändert, und seht, ob ihr den nächsten Termin noch schafft.
  • E-Mails werden schon in der Vorschau zusammengefasst.
  • Fragen in einer E-Mail werden strukturiert angezeigt, damit man bei der Antwort auf alle eingeht.
  • Mit iPhone Mirroring gibt es endlich ein Pendant zu Link to Windows, um das Smartphone auf den Laptop zu spiegeln.

Eine zentrale Vorgabe des EU-Gesetzes DMA, des Digital Markets Act, ist, dass große Plattformen wie Apple und Google anderen Anbietern genauso Zugang gewähren müssen und eigene Angebote nicht bevorzugen dürfen. Das will Apple nicht, also werden die KI-Funktionen vorerst in Deutschland und Europa nicht angeboten. Als Grund nennt Apple Sorgen um die Datensicherheit der Nutzer. Mhm, klar.

Die Konsequenzen für Apple

Es ist nicht absehbar, dass die EU-Kommission Apples Einwand als Ausnahme akzeptiert. Damit ist es auch nicht absehbar, dass wir die KI-Funktionen hier nutzen können. Apple hängt im Vergleich zu Google, Samsung und Honor bei der KI-Entwicklung ohnehin Jahre hinterher und weigert sich jetzt auch noch, den europäischen Regularien zuzustimmen. Das heißt, sie halten 450 Millionen potenziellen Nutzern ihre Weiterentwicklungen vor. Europa und insbesondere Deutschland sind wegen der Kaufkraft ein wahnsinnig wichtiger Markt.

Ich bin kein Wirtschaftsweiser und nutze beim Zählen manchmal noch meine Finger, aber ob das wirtschaftlich eine gute Idee ist, frage ich mich ernsthaft. Das gilt auch für das iPhone 16. Es war damit zu rechnen, dass Apple es mit iOS 18 als erstes KI-iPhone vorstellt. Bekommen wir es in Europa dann gar nicht oder mit einer abgespeckten iOS-18-Version? Wie sieht das Verkaufsargument und die Werbung aus: „Apples neues und einziges KI-iPhone, nur nicht in Europa“? Dann gibt es nur ein neues Gehäuse. Und was ist mit den iPads? Da hat Apple den neuesten M4-Chip herausgehauen, bei der Leistung muss für die KI etwas in den Startlöchern stehen, nur eben nicht für uns.

Werbung: ESR-Ladesets

Mitten im Video stelle ich als Werbung drei MagSafe-kompatible Ladesets von ESR vor. Sie funktionieren auch ohne Apple Intelligence. Die Links stehen in der Videobeschreibung.

Mein Fazit

Es sieht danach aus, dass Apples neue KI-Funktionen zumindest 2024 nicht mehr zu uns kommen. Ich bedauere das aufrichtig. Zum Teil ist es nur ein längst überfälliges Aufholen gegenüber dem Android- und Microsoft-Kosmos. Aber bei Features wie dem Zusammenfassen von Mails oder dem Überwachen von Informationen in Mails und SMS, etwa bei Flugbuchungen, die dann oben angezeigt werden, habe ich einen kleinen Funken gesehen, dass Apple vielleicht wieder das innovativste Unternehmen und der Marktführer bei bisher nie dagewesener Technologie wird. Diesen Pioniergeist vermisse ich sehr. Ich hatte die leise Hoffnung auf einen Big Bang.

Ich war emotional richtig enttäuscht, dass uns dieses bisschen Innovation vorenthalten werden soll, und warum? Weil Apple sein Sandförmchen ungern mit anderen Kindern teilt. Statt sich, wie damals, zur Aufgabe zu machen, die neuesten Entwicklungen zur Verfügung zu stellen, schließen sie einen der wichtigsten Märkte aus, aus Angst, andere könnten das bisschen Innovation adaptieren und vielleicht besser machen. Ich finde das richtig traurig.

Was iOS 18 trotzdem bringt

Konzentrieren wir uns auf das, was wir mit iOS 18 auch ohne Apples KI haben: Ihr könnt die Apps auf eurem iPhone frei anordnen, die Farbe der Icons ändern und Emojis kreieren. Ich habe wirklich versucht, es positiv zu sehen.

Fragen und Antworten

Warum kommt Apple Intelligence nicht nach Deutschland?
Apples Software braucht tiefen Zugriff auf Nutzerdaten. Der Digital Markets Act verlangt, dass große Plattformen anderen Anbietern denselben Zugang geben, und das will Apple nicht. Als Grund nennt Apple Sorgen um die Datensicherheit.
Was ist der Digital Markets Act?
Ein EU-Gesetz. Eine zentrale Vorgabe ist, dass große Plattformen wie Apple und Google anderen Anbietern ebenfalls Zugang gewähren und eigene Angebote nicht bevorzugen dürfen.
Welche Funktionen von Apple Intelligence fehlen in der EU?
Jen nennt unter anderem Zusammenfassungen von E-Mails in der Vorschau, Hinweise bei Kalenderänderungen und das Überwachen von Informationen in Mails und SMS, etwa bei Flugbuchungen.
Was bringt iOS 18 in der EU trotzdem?
Ihr könnt Apps frei auf dem iPhone anordnen, die Farbe der Icons ändern und Emojis kreieren.

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