Mein Technik-Setup für YouTube-Videos
Fazit in Kürze
Jens Setup ist über drei Jahre gewachsen und bewusst pragmatisch: Kamera mit Wechselobjektiv, einfache Automatik, gutes Licht, Teleprompter und vor allem eine saubere Datensicherung. Man kann auch ganz ohne teure Technik anfangen.
Unter meinen Videos werde ich immer wieder gefragt, welche Kamera und welches Licht ich nutze. Ich habe den Kanal seit drei Jahren und beim Black Friday noch einmal ordentlich zugeschlagen. Hier zeige ich mein komplettes Setup. Ich drehe zu Hause, ohne separates Studio, in der Küche, am Esstisch oder auf der Couch. Das Equipment muss in die Wohnung passen, damit wir nicht nur über Kabel stolpern. Man kann für Kameras, Linsen und Licht ein Vermögen ausgeben. Ich halte es bewusst im Rahmen und optimiere gezielt. Meine ersten Videos habe ich mit der Frontkamera meines Smartphones und einem 5-€-Ansteckmikrofon von Amazon gedreht. Das geht alles auch ohne Luxus.
Kamera und Objektiv
- Werbung: Sony Alpha ZV-E10: Damit filme ich gerade. Ich habe sie mir im Rahmen des Black Friday zugelegt. Ihr Vorteil ist das Wechselobjektiv: Ich wollte einen schöneren Bokeh-Effekt, also mehr Tiefenunschärfe, als bei meiner früheren Kamera. Im Video, in dem ich das Pixel mit dem Galaxy S24 Ultra vergleiche, habe ich das Setup zum ersten Mal genutzt.
- Werbung: Sigma 16mm f1.4: Das Objektiv sorgt für den starken Bokeh-Effekt, und je näher ich an die Linse komme, desto stärker wird die Unschärfe im Hintergrund.
- Werbung: Sony ZV-1: Meine frühere Kamera, eine Einsteiger-Vlogkamera ohne Wechselobjektiv. Sie ist eine perfekte Einsteigerkamera und läuft komplett auf Automatik. Heute filme ich damit mein B-Roll, also Produkte und Geräte, die ich später im Schnitt über den Hauptteil lege. So muss ich die große Kamera nicht dafür umbauen.
Ich filme alles im Automatikmodus. Tutorials sagen, man solle auf keinen Fall in Automatik filmen, aber ich habe keine Lust, bei Sonne, Wolken oder wechselnder Kleidung ständig nachzustellen. Mir doch egal, ich mache es trotzdem.
Datensicherung und Speicher
Wegen der großen Datenmengen auf der ZV-1 habe ich mir bei Speicherkarten Gedanken gemacht. Worauf ihr achten solltet: die Lesegeschwindigkeit.
Werbung: Ich nutze Samsung-Produkte.
- SD-Karte PRO Ultimate, 512 GB: 200 MB pro Sekunde, für die größeren Datenmengen.
- SD-Karte PRO Plus, 512 GB: 180 MB pro Sekunde, in der ZV-1 für das B-Roll.
- Beide sind gegen Hitze, Wasser und Stürze geschützt, gut, wenn einem wie mir gern mal etwas aus der Tasche fällt.
Mein Lerneffekt von der IFA: Auf dem Rückweg habe ich alle Aufnahmen von der Speicherkarte per Strg+X und Strg+V auf den Laptop verschoben. Zwischendurch gab es einen Video-Call und eine Warnmeldung, die ich genervt weggedrückt habe. Danach waren die Verknüpfungen im Schnittprogramm weg, und in meinem Ordner waren sämtliche Aufnahmen gelöscht, auch alte Videos. Mehrere Wiederherstellungsprogramme brachten nur einen Flickenteppich. Das hat Tage, Nerven und Zeit gekostet.
Was ich seitdem mache:
- Speicherkarte an den Laptop hängen und kopieren statt verschieben.
- Alles zuerst auf die Samsung T9 (4 TB) legen, mit 2.000 MB pro Sekunde Lesegeschwindigkeit. So habe ich genug Platz, bis ein Video fertig ist.
- Bei wenig Speicher auf dem Laptop direkt von der SSD im Schnittprogramm arbeiten. Dafür braucht die externe Platte genug Lesegeschwindigkeit, sonst wartet man bei jedem Schritt. Auch ein ganzer Laptop-Umzug geht damit schnell.
- Fertige Videos und B-Roll, die ich später brauche, archiviere ich auf der Samsung T7 (1 TB) mit 1.050 MB pro Sekunde, weil ich davon nicht direkt arbeite.
Darauf achten solltet ihr außerdem, dass die SSD mit allen Systemen kompatibel ist. Ich habe bis vor wenigen Monaten nicht mit Windows gearbeitet. Die Samsung-SSDs laufen mit Windows und Android. Meine erste billige SSD ist dreimal heruntergefallen und war kaputt. T7 und T9 sind wie die Karten gegen Hitze und Stürze geschützt.
Ton
Werbung: Ich habe vom günstigen Ansteckmikrofon bis zu einem besseren Richtmikrofon von Rode einiges ausprobiert. Das Rode steckt auf der Kamera. Ansteckmikrofone raschelten bei Bewegung, etwa durch Haare oder eine Bluse. Ich musste deshalb schon ein Video neu aufnehmen. Den Ton bearbeite ich nur minimal, ich nehme etwas Hall des großen Raums heraus. Mein Anspruch ist, dass es gut klingt. Pragmatisch und hemdsärmelig ist meine Devise.
Field Monitor, Teleprompter und Halterung
- Werbung: Viltrox Field Monitor: Ein Game Changer. Das ausklappbare Display der Kamera ist auf Entfernung zu klein oder verdeckt, und mir ist oft etwas im Gesicht oder zwischen den Zähnen hängen geblieben, das ich erst nach dem Dreh gesehen habe. Jetzt sehe ich auf dem Touchdisplay, was die Kamera aufnimmt.
- Werbung: Elgato Teleprompter: Er hat einen eigenen Monitor und wird per Kabel mit dem Laptop verbunden. Ich nutze ihn für geskriptete Videos, bei denen ich vorher das Skript schreibe, was für ein Video von 8 bis 10 Minuten schon ein paar Stunden dauert. Meine Videos am Tisch und ohne Skript sind ein neueres Format, weil ich mehr mit euch reden will. Es wird weiterhin beides geben.
- Werbung: Tablet-Halterung: Für den Field Monitor, ein Provisorium, weil er etwas dicker ist. Alles hängt an einem Stativ, das ich drei Jahre habe, und lässt sich so zur Seite schieben.
DJI Osmo Pocket 3 und Gimbal
Werbung: Fürs Vloggen und für Reels nutze ich den DJI Osmo Pocket 3 in der Creator Combo mit dem Mic 2 und Standfuß, auch ein Black-Friday-Kauf. Das Besondere ist das drehbare 1-Zoll-Display, das im Hoch- und im Querformat zeigt, was man aufnimmt. Er hat einen integrierten Gimbal, nimmt in 4K auf und die Tonqualität ist sehr gut. Eine der besten Investitionen des Jahres.
Werbung: Für Kamerabewegungen im B-Roll nutze ich den Feiyu Scorp Mini All in One als Gimbal, nachdem ich viele Kommentare bekam, ich solle mir einen kaufen. Der ist für mich nicht wirklich mini. Außerdem habe ich einen kleinen Kamerawagen, mit dem die Kamera per Fernbedienung um ein Produkt fährt.
Licht
Werbung: Im Winter wird es schon ab 14 oder 15 Uhr zu dunkel zum Drehen. Ich habe mir deshalb eine Neewer Softbox mit Strahler zugelegt, damit Bild und Farbtemperatur stimmen. Wegen des Gewichts brauchte ich ein massiveres Lichtstativ mit drei stabilen Füßen und Kugelaufsatz. Dazu kommt eine LED-Stehlampe für den Hintergrund mit Fernbedienung für Farben und Lichteffekte. Für Smartphone-Stories gibt es ein Selfie-Licht zum Aufklemmen mit verschiedenen Farbtemperaturen.
Fazit
Das war mein Setup, nicht mehr und nicht weniger. Es ist über die Jahre gewachsen, und ich komme gut damit zurecht. Ich versuche, es praxisorientiert und hemdsärmelig zu halten, und beginne lieber, statt auf Perfektion zu warten. Die meisten Empfehlungen habe ich von anderen bekommen. Alle Links stehen in der Videobeschreibung.
Fragen und Antworten
- Mit welcher Kamera dreht Jen ihre YouTube-Videos?
- Für den Hauptteil, in dem sie spricht, nutzt sie die Sony Alpha ZV-E10 mit dem Sigma 16mm f1.4. Für das B-Roll nimmt sie die Sony ZV-1.
- Wie sichert Jen ihre Videodaten?
- Sie kopiert, statt zu verschieben, zuerst alle Daten auf die portable SSD Samsung T9 mit 4 TB. Fertige Videos und B-Roll fürs spätere Archiv liegen auf der T7 mit 1 TB.
- Welche Lesegeschwindigkeit haben Jens Samsung-Speichermedien?
- Die T9 hat 2.000 MB pro Sekunde, die T7 1.050 MB pro Sekunde, die SD-Karte PRO Ultimate 200 MB pro Sekunde und die PRO Plus 180 MB pro Sekunde.
- Welches Mikrofon nutzt Jen?
- Ein kleines Richtmikrofon von Rode, das auf der Kamera steckt. Ansteckmikrofone hat sie verworfen, weil Haare und Kleidung rascheln können.