Samsung Notes richtig nutzen: Anleitung mit allen wichtigen Funktionen
Fazit in Kürze
Samsung Notes ist für Jen die beste App für handschriftliche Notizen und auf allen Galaxy-Geräten kostenlos vorinstalliert. Richtig stark wird sie mit dem S Pen, am besten auf einem Tablet. Ihr Lieblingsfeature ist die Verknüpfung einer Notiz mit einer Erinnerung im Samsung Reminder.
Tops
- Kostenlos und auf allen Galaxy-Geräten vorinstalliert
- S-Pen-Taste zum schnellen Radieren und Wechseln der Stifte
- Handschrift lässt sich nachträglich in Text umwandeln
- Verknüpfung mit dem Samsung Reminder
- Notizen lassen sich sperren, teilen und in viele Formate exportieren
Flops
- Die Reihenfolge der Ordner lässt sich nicht ändern
- Handschrifterkennung funktioniert nur mehr oder weniger gut
Ich bin ein großer Fan von handschriftlichen Notizen und nutze für viele Lebensbereiche noch Papiernotizbücher. Manchmal möchte oder muss man seine Notizen aber weiterverwenden: durchsuchbar machen, bearbeiten, verschicken oder teilen. Dafür gibt es viele Notiz-Apps, die teilweise teuer sind. Samsung hat mit Samsung Notes eine kostenlose App auf allen Galaxy-Geräten vorinstalliert. Ich zeige sie auf dem Galaxy Tab S11.
Auf welchen Geräten Samsung Notes läuft
Die App gibt es auf allen Galaxy-Geräten, bei mir zum Beispiel auch auf dem Galaxy Z Fold 7. Sie lässt sich außerdem auf dem Windows-Laptop installieren und läuft auf dem Galaxy Book. Richtig spannend wird sie aber erst mit dem S Pen. Den haben ein älteres Galaxy Book, die Galaxy-S-Ultra-Geräte der letzten Jahre und die Tablets. Ein Tablet hat zusätzlich den großen Bildschirm mit mehr Platz für Notizen.
Prüft zuerst eure Version. Auf meinem Tab S11 läuft One UI 8.5. Geht in den Galaxy Store, ruft Samsung Notes auf und aktualisiert die App, damit ihr alle gezeigten Funktionen habt.
Ordner und Notizen anlegen
Ihr könnt einzelne Notizen anlegen, quasi lose Blattsammlungen, oder Ordner und Unterordner. Ihr vergebt einen Namen und eine Ordnerfarbe. Ich schreibe meine Skripte oft in Samsung Notes und habe sie so sortiert.
Was mich nervt: Die Reihenfolge der Ordner lässt sich nicht ändern. Man kann einen Ordner nur in einen anderen verschieben, aber nicht dazwischen. Das könnte Samsung besser machen.
Notiz mit Vorlage anlegen und PDFs importieren
Ein Tipp auf das Symbol unten rechts legt eine leere Notizseite an. Hält man den Button gedrückt, hat man zwei Möglichkeiten:
- Vorlage wählen: Es gibt liniert und kariert, außerdem Kategorien wie akademisch, Planer mit Checklisten oder Kalender, Tagebuch, Tierpflegeprotokoll, Filmbewertung und Rezepte. Man kann auch eine eigene Vorlage anlegen. Hoch- und Querformat lassen sich wählen. Die Vorlage ändert man später über die drei Punkte und „Notizenstil“, für die aktuelle Seite oder für alle Seiten. Ich mag den Oxford-Stil mit den zwei roten Linien, der wirkt wie ein Notizbuch.
- PDF importieren: Dokumente wie eine Bedienungsanleitung lassen sich markieren und mit Notizen versehen. Besonders gut finde ich PDFs mit Verlinkungen. Ich nutze einen gekauften Jahresplaner. Im Lesemodus springen die Tabs zum Monat, zur Woche oder zum Tag, und dort trage ich Aufgaben ein. So hat man einen großen digitalen Kalender fürs ganze Jahr.
Notizbuch-Cover erstellen
Über die drei Punkte und „Notizenstil“ gebt ihr einem Notizbuch ein Cover. Es gibt Vorlagen, und die Galaxy AI kann ein Cover vorschlagen. Auch den Namen des Notizbuchs ändert ihr dort.
S-Pen-Funktionen
In der Symbolleiste wählt ihr Stifte, Textmarker, Radierer und Auswahlwerkzeug sowie Farbe und Strichstärke. Ich nutze gern den Stift, der wie ein Kugelschreiber wirkt, als Favorit.
- Radieren per Taste: Halte die Taste am S Pen gedrückt, dann schaltet die App automatisch auf den Radierer. Taste loslassen, weiterschreiben.
- Toolbar per Klick: Hält man den Stift über das Papier und klickt einmal, öffnet sich eine Toolbar mit den Stiften, den Favoriten und dem Notizenassistenten der Galaxy AI. Man kann die Toolbar an den Rand ziehen. Dann steht sie nicht im Weg, vergrößert sich und bietet Farben und weitere Stifte.
- Toolbar aufs Smartphone: Mit einem Galaxy-Smartphone tippt man oben auf das Handysymbol, und die Toolbar wandert aufs Smartphone. Dort wechselt man Stifte und Farben mit der Hand, während man auf dem Tablet schreibt. Ich kenne das von keinem anderen Ökosystem und keiner anderen Notizen-App.
Schreib-Features
Mit der Handschrifthilfe als smarter Führung erscheint eine Linie, auf die ihr schreibt. Die Buchstaben werden ausgerichtet und die Form korrigiert. Das ist besonders spannend ohne liniertes oder kariertes Papier.
Handschrifterkennung
Es gibt eine Funktion, bei der die Handschrift beim Schreiben direkt in ein Textfeld umgewandelt wird. Das funktioniert mehr oder weniger gut. Das Textfeld lässt sich vergrößern, verkleinern, drehen und verschieben. Ich nutze das nicht, weil ich beim Schreiben ständig darauf achte, ob es richtig erkannt wird. Das nervt mich.
Besser finde ich diesen Weg: Erst handschriftlich notieren, mit oder ohne Handschrifthilfe. Dann nachträglich die Handschrift ausrichten oder in Text konvertieren. Den Text kann man kopieren oder am Ende der Notiz einfügen. Die KI lernt meine Handschrift mit, und das, obwohl ich wirklich eine Sauklaue habe.
Galaxy AI
Über den Button der Galaxy AI lassen sich Notizen automatisch formatieren, zusammenfassen und übersetzen. Das klappt auch bei handschriftlichen Notizen, denn die KI erkennt den Inhalt. Außerdem kann man sie für Kreativstudio weiterverwenden.
Elemente einfügen und bearbeiten
Digitale Notizen lassen sich ändern: Mit dem Auswahlwerkzeug umkreise ich Geschriebenes, verschiebe, verkleinere, schneide aus, lösche oder ändere die Schrift. Das geht auf Papier nicht.
Über die drei Punkte und „Einfügen“ gibt es mehr:
- Sprachaufnahme: zum Beispiel im Meeting oder in der Vorlesung. Sie wird im Dokument gespeichert und lässt sich später anhören.
- Fotos, Audiodateien: lassen sich einfügen, Fotos auch direkt mit dem Tablet aufnehmen.
- Haftnotizen: Man schreibt sie zu einem Dokument und blendet sie aus. Sie sind praktisch, etwa zum Auswendiglernen mit Frage und versteckter Antwort oder für Notizen zu einem Vortrag.
- Tabellen: Man wählt Zeilen und Spalten. Das ist neu.
Notizen weiterverwenden
Über die drei Punkte und „Teilen“ exportiert ihr als Samsung-Notes-Datei, PDF, Word, PowerPoint, Bilddatei, Textdatei oder im Format DEX. Ihr könnt auch gemeinsam mit anderen Samsung-Notes-Nutzern an einer Notiz arbeiten, andere zum Beitritt einladen oder eine Notiz einem gemeinsamen Notizbuch hinzufügen.
Mein Lieblingsfeature: die Verbindung mit dem Samsung Reminder. Ich führe eine laufende To-do-Liste. Wenn ich in einem Meeting etwas notiere, das ich bis nächste Woche erledigen muss, brauche ich keinen Medienbruch mit Abtippen im Kalender. Über die drei Punkte und „Hinzufügen zu“ erstelle ich eine Erinnerung im Reminder, trage eine Zeit ein, etwa heute 15 Uhr, und die Notiz wird verlinkt. Zur Erinnerung kann ich direkt in das Dokument springen. Der Reminder ist ebenfalls auf allen Galaxy-Geräten kostenlos vorinstalliert. Für mich ist er die beste To-do- und Erinnerungs-App überhaupt.
Notizen sperren
Inhalte, die nicht jeder lesen soll, sperrt ihr: Über die drei Punkte wählt ihr „Sperren“ und hinterlegt ein Passwort. Zum Öffnen wird danach das Passwort abgefragt.
Fazit
Für mich ist Samsung Notes die beste App für handschriftliche Notizen. Sie ist kostenlos, bietet viele Funktionen und verbindet sich mit dem Samsung Reminder und dem Galaxy-Smartphone. Am meisten bringt sie mit dem S Pen.
Fragen und Antworten
- Auf welchen Geräten gibt es Samsung Notes?
- Samsung Notes ist auf allen Galaxy-Geräten kostenlos vorinstalliert. Außerdem lässt sie sich auf dem Windows-Laptop installieren und läuft auf dem Galaxy Book.
- Kann Samsung Notes Handschrift in Text umwandeln?
- Ja. Nach dem Schreiben lässt sich die Handschrift nachträglich ausrichten oder in Text konvertieren. Den Text kann man kopieren oder am Ende der Notiz einfügen. Die Erkennung lernt laut Jen die eigene Handschrift mit.
- Wie wechsle ich in Samsung Notes schnell zum Radierer?
- Mit dem S Pen die Taste gedrückt halten. Dann schaltet Samsung Notes automatisch auf den Radierer um. Lässt man die Taste los, schreibt man normal weiter.
- Kann man Notizen in Samsung Notes sperren?
- Ja. Über die drei Punkte lässt sich ein Notizbuch sperren. Zum Öffnen muss man dann das hinterlegte Passwort eingeben.