Microsoft Surface Duo 2 im Unboxing: auspacken, einrichten und erster Eindruck
Fazit in Kürze
Das Surface Duo 2 in Obsidian wirkt im Ersteindruck sehr hochwertig, mit stabilem Scharnier und schneller Stiftreaktion. Das Kamerabuckel stört beim Tippen, und das Gerät ist schwer. Jen will es in den nächsten Wochen testen. Microsoft hat es als Leihgabe gestellt.
Tops
- Hochwertige Verarbeitung, sehr stabiles Scharnier, das in jedem Winkel hält
- Obsidian Black sieht edel aus, Fingerabdrücke halten sich in Grenzen
- Benachrichtigungsleiste außen, die dem Vorgänger fehlte
- Kopfhörer mit USB-Anschluss im Lieferumfang
- Surface Slim Pen 2 reagiert sehr schnell
Flops
- Relativ schwer
- Kein Netzteil im Lieferumfang
- Das Kameramodul steht hervor, das Gerät wackelt beim Tippen und Zeichnen
- Der Stift muss erst aktiviert werden und braucht manchmal starken Druck
Microsoft hat mir kurz vor Weihnachten das Surface Duo 2 als Leihgabe für einen Test zur Verfügung gestellt. Ich hatte weder dieses Gerät noch den Vorgänger bisher in der Hand. Dafür erhalte ich keine Zahlungen von Microsoft, ich kann also unbefangen berichten. Hier packe ich das Gerät aus und richte es ein. Es ist ein Ersteindruck, der Erfahrungsbericht folgt später.
Auspacken und Lieferumfang
Das Surface Duo 2 gibt es in Obsidian Black und in Glacier, also Weiß. Ich bin froh, dass es das schwarze geworden ist, denn es sieht noch ein bisschen edler aus. Dazu hat Microsoft mir den Surface Slim Pen 2 zur Verfügung gestellt. Er funktioniert auch mit dem Vorgänger. Den Stift finde ich sehr praktisch. Ich habe das Galaxy Note 20 Ultra und die Vorgänger der Note-Serie geliebt. Außerdem gehört zum Stift ein Ladegerät, das man zum Aktivieren des Stifts braucht.
Das Erste, was mir auffällt: Das Gerät ist schwer. Ich bin ein Freund großer Telefone und habe ein Galaxy S21 Ultra, ein iPhone 12 Pro Max und ein Google Pixel 6 Pro. Aber schon auf den ersten Griff ist es relativ schwer.
Im Karton liegen:
- der übliche Papierkram
- ein USB-C-Kabel
- Kopfhörer mit USB-Anschluss
Ein Netzteil fehlt, daran hat man sich mittlerweile gewöhnt, ärgerlich ist es trotzdem. Dass Kopfhörer mitgeliefert werden, finde ich gut. Das gibt es kaum noch.
Erster Eindruck und Technik
Das Gerät wirkt sehr hochwertig. Fingerabdrücke sieht man, aber sie halten sich in Grenzen, ich hatte Schlimmeres erwartet. Der Klappmechanismus fühlt sich sehr fest und wertig an. Das Scharnier hält in allen Winkeln und macht einen sehr robusten Eindruck. Obsidian Black mit dem hochwertigen Glas und dem matten Rahmen gefällt mir sehr.
Technische Angaben, soweit ich sie verstanden habe:
- zwei AMOLED-Displays mit HDR, außen mit Gorilla Glass Victus, das besonders robust und bruchfest sein soll
- neu gegenüber dem Vorgänger: eine Benachrichtigungsleiste außen. Beim Vorgänger war es ein großer Kritikpunkt, dass man von außen nicht sehen konnte, ob man eine Benachrichtigung oder einen Anruf bekommen hat. Man musste das Gerät erst aufklappen.
- Fingerabdrucksensor in der Powertaste
- Qualcomm Snapdragon 888
- 5G-fähig
- USB-C-Anschluss an der Unterseite
- Stereo-Lautsprecher
- Android 11
Einrichten
Die Einrichtung ist sehr vertraut und läuft wie bei einem normalen Android-Gerät:
- Sprache wählen.
- Mobilfunknetz einrichten. Der SIM-Einschub an der Unterseite war ein kleines Suchbild, aber ich habe ihn gefunden.
- WLAN einrichten.
- Daten importieren: von einem anderen Android-Smartphone, aus einer Cloud-Sicherung oder vom iPhone. Ich habe nichts kopiert, weil ich das Gerät komplett neu einrichten wollte.
- Im Google-Konto anmelden, den Nutzungsbedingungen zustimmen und den Google Assistant aktivieren. Dann folgen die üblichen Optionen wie Sicherung in Google Drive oder Standort.
- Suchanbieter wählen. Ich nehme Google.
- Software-Lizenzbedingungen und Hardwaregarantie. Das kann man über die Feiertage lesen.
- Da es ein Microsoft-Gerät ist, kann man sich auch mit dem Microsoft-Konto anmelden.
- Datenschutzeinstellungen: Ich sende nur die erforderlichen Diagnosedaten. Den Standort für das lokale Wetter erlaube ich, das finde ich praktisch.
- Die Synchronisierung meiner Kontakte mit Outlook lasse ich aus, um private Kontakte aus meinem Google-Konto nicht mit meinem Business-Konto bei Microsoft zu vermischen.
- PIN festlegen und den Fingerabdruck in der Powertaste hinzufügen. Ich nehme den Daumen der rechten Hand, mit der ich das Gerät meistens aufmache.
Schon bei der Einrichtung fällt auf, dass das Kameramodul auf der Rückseite weit hervorsteht. Wenn ich das Gerät aufgeklappt auf den Tisch lege, wackelt es beim Tippen stark. Das finde ich sehr schade, denn bei solch großen Displays stört das beim Schreiben oder Zeichnen enorm.
Bedienung mit zwei Bildschirmen
Zum Start schlägt das Gerät Apps vor, die für zwei Displays entwickelt wurden. An erster Stelle kommt Kindle, das ich mir gut als E-Book-Reader mit zwei Buchseiten vorstellen kann. Außerdem gibt es Hinweise zur Gestensteuerung:
- Von unten nach oben wischen zeigt alle Apps.
- Man kann zwei Apps gleichzeitig öffnen und Gruppen erstellen, die sich immer gemeinsam öffnen. Gut vorstellen kann ich mir Teams mit OneNote oder YouTube mit Instagram.
- Eine App lässt sich auf beide Bildschirme auseinanderziehen. Wie viele Apps dafür optimiert sind, muss ich noch testen.
Es ist ungewohnt, man muss sich ein bisschen neu orientieren, denn man hat wirklich zwei getrennte Bildschirme. Vorinstalliert sind unter anderem die Google-Suchleiste und die Microsoft-Apps wie Teams, OneNote und Outlook. Dazu kommen Fotos und der Kalender. Wenn ich Kindle öffne, lädt es erst auf einer Seite und lässt sich dann in die Mitte ziehen, sodass es auf beiden Seiten aufgeht.
Slim Pen 2
Ich bin ein großer Fan des Samsung S Pen und hoffe, dass der Surface Slim Pen 2 ähnlich gut ist, oder vielleicht sogar besser. Der Stift funktioniert zuerst nicht, er muss aktiviert werden. Dafür legt man ihn auf das Ladegerät, dann leuchtet ein kleiner Punkt, und er ist einsatzbereit. Man muss manchmal relativ stark drücken. Beim Schreiben klackert er ein bisschen, aber das nervt mich nicht so sehr wie bei einem anderen Stift, den ich kolossal nervig finde. Die Reaktionszeit ist super schnell, das gefällt mir richtig gut.
Beim Laden des Surface Duo 2 zeigt die kleine Leiste an der Außenseite den Ladestatus und Benachrichtigungen an.
Fazit
Alles Weitere probiere ich in den nächsten Wochen aus, ich werde meine normalen Android-Apps installieren und bin gespannt, wie sich das Gerät schlägt. Das Surface Duo 2 ist ein sehr interessantes Gerät, weit weg vom Mainstream. Mir fallen für das Gerät andere Einsatzszenarien ein als ein normales Smartphone. Dazu mehr im ausführlichen Erfahrungsbericht.
Fragen und Antworten
- Hat Jen das Surface Duo 2 selbst gekauft?
- Nein. Microsoft hat Jen das Surface Duo 2 als Leihgabe für den Test zur Verfügung gestellt. Jen bekommt für das Video keine Zahlungen von Microsoft.
- Was ist beim Surface Duo 2 im Karton?
- Im Karton liegen ein USB-C-Kabel, Kopfhörer mit USB-Anschluss und der übliche Papierkram. Ein Netzteil fehlt. Dazu stellte Microsoft den Surface Slim Pen 2 mit Ladegerät.
- Was ist neu beim Surface Duo 2 gegenüber dem Vorgänger?
- Neu sind die Benachrichtigungsleiste auf der Außenseite und 5G. Beim Vorgänger war es ein großer Kritikpunkt, dass man von außen nicht sehen konnte, ob eine Benachrichtigung oder ein Anruf eingegangen ist.
- Welches Betriebssystem hat das Surface Duo 2?
- Das Surface Duo 2 läuft mit Android 11. Die Einrichtung ähnelt der eines normalen Android-Smartphones, inklusive Google-Konto und Google Assistant.