POCO F6 Erfahrungsbericht: Warum du kein Flaggschiff-Smartphone brauchst
Fazit in Kürze
Das POCO F6 bietet für 389 € bei POCO selbst alles, was Standardanwender brauchen, und mehr: Snapdragon 8s Gen 3, 90-Watt-Ladegerät, helles AMOLED und eine solide Kamera. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt für Jen zu 100 %.
Tops
- 90-Watt-Ladegerät im Lieferumfang, 0 auf 100 % in 35 Minuten
- Starker Snapdragon 8s Gen 3 mit voller Alltagsleistung
- Solide Kamera mit guten Fotos und gutem Selfie-Portraitmodus
- Helles 6,67-Zoll-AMOLED mit sehr dünnen Rändern
- Kostenlose Hülle im Lieferumfang
Flops
- Videos bei wenig Licht werden nicht gut
- Nur IP64, nicht wasserdicht
- Vibrationsmotor nicht so massiv wie bei teureren Geräten
- Viele vorinstallierte Apps
- 120 Hz müssen erst eingeschaltet werden
Das POCO F6 ist ein Mittelklasse-Smartphone, das mich fragen lässt, warum ich eigentlich immer so viel Geld für Flaggschiff-Smartphones ausgebe. Für 449 € UVP, bei POCO selbst zum Zeitpunkt des Videos für 389 €, bekommt man alles, was man als Standardanwender braucht, und einiges, das man bei dem Preis nicht erwartet.
Laden und Leistung
- Laden: Ein 90-Watt-Ladegerät liegt im Lieferumfang. Der 5.000-mAh-Akku ist damit in 35 Minuten von 0 auf 100 % geladen. Die Flaggschiffe, die bei mir herumliegen, können das nicht.
- Prozessor: Der Snapdragon 8s Gen 3 ist auf dem Papier etwas schwächer als der reguläre Snapdragon 8 Gen 3. Im Alltag merkt man davon zu 99 % nichts. Ihr bekommt trotzdem die volle Performance.
- Der eine Unterschied: Videos bei wenig Licht werden nicht KI-basiert aufgepeppt wie beim regulären Snapdragon 8 Gen 3 und sehen nicht gut aus. Fotos im Dunkeln dagegen gefallen mir deutlich besser.
Kamera
Ich will nicht behaupten, dass sie Spitzenklasse ist, aber sie ist mehr als dem Preis angemessen.
- Hauptkamera: 50 Megapixel mit Sony-Linse und großer f/1,59-Blende, die viel Licht einfängt.
- Ultraweitwinkel: 8 Megapixel. Die Aufnahmen können sich sehen lassen.
- Zoom: Es gibt einen zehnfachen Zoom. Damit kann man gucken, was der Nachbar auf dem Balkon isst. Ernsthaft fotografieren würde ich damit nicht.
- Video: bis zu 4K mit 60 FPS. Die Aufnahmen haben mir überraschend gut gefallen, mit schönem Fokus und natürlichem Bokeh-Effekt. Ein Motion Tracking hält den Fokus, wenn ihr euch bewegt.
- Selfie: 20 Megapixel im Punch-Hole. Besonders der Portraitmodus hat mich überrascht: Das Motiv wird sauber ausgeschnitten, der Bokeh-Effekt ist schön. Videos gibt es nur in FHD, aber mit bis zu 60 FPS.
Display
Das POCO F6 hat ein 6,67 Zoll großes AMOLED-Display mit 1,5K-Auflösung. Es wird bis zu 2.400 Nits hell und ist im direkten Sonnenlicht problemlos ablesbar. Am meisten überrascht haben mich die super dünnen Displayränder. Das ist in diesem Preissegment nicht selbstverständlich, selbst teurere Geräte namhafter Hersteller haben manchmal dickere und asymmetrischere Ränder.
Das Display hat 120 Hz, was nicht mal das iPhone 15 hat, das das Doppelte kostet. Allerdings sind die 120 Hz nicht ab Werk eingeschaltet. Ich dachte beim Scrollen erst, das sei 60 Hz, bis ich in den Einstellungen nachgesehen habe.
Design, Software und Extras
Ich mag kantige Designs mit flachem Rahmen und abgerundeten Ecken. Das F6 sieht modern und futuristisch aus und liegt mit 179 g gut in der Hand. Es besteht aus Aluminium und Kunststoff, ist aber hochwertig verarbeitet.
Die Software ist HyperOS auf Basis von Android 14. Ich nutze das Xiaomi 14 Ultra als Daily Driver und habe mich an die Oberfläche gewöhnt. Gestört hat mich, dass so viele Apps vorinstalliert sind. Sie tragen zum günstigen Preis bei und lassen sich löschen.
Dazu kommen Luftgesten: Ihr könnt bei Instagram, TikTok, Facebook und YouTube durch Inhalte swipen, Anrufe annehmen, Musik pausieren oder die Lautstärke ändern, ohne das Gerät anzufassen. Es werden bisher nicht viele Apps unterstützt, und man darf höchstens 50 cm vom Gerät entfernt sein. Sinnvoll ist das vor allem bei nassen oder schmutzigen Händen. Ein Gamechanger ist es nicht.
Gut funktionieren die sehr akkurate Gesichtsentsperrung und der optische Fingerabdruckscanner, der bei mir ein einziges Mal nicht funktioniert hat.
Das solltet ihr wissen
- Nur IP64: gegen Staub und Spritzwasser geschützt, nicht wasserdicht.
- Der Vibrationsmotor rappelt nicht, ist aber nicht so dumpf und massiv wie bei teureren Geräten.
Fazit
Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt beim POCO F6 zu 100 %. Es gibt das Gerät mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher ab 389 €, mit Topprozessor, einer Kamera, die ich in dem Preissegment so nicht erwartet habe, dem Ladegerät und einer kostenlosen Hülle. Wenn ich ein Smartphone für 350 bis 400 € suchen würde, wäre es für mich ganz weit vorne dabei. Ich rechne damit, dass der Preis mit der Zeit noch etwas fällt.
Fragen und Antworten
- Was kostet das POCO F6?
- Die UVP liegt bei 449 €. Bei POCO selbst gab es das Gerät zum Zeitpunkt des Videos für 389 € mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher.
- Wie schnell lädt das POCO F6?
- Mit 90 Watt Turbocharging ist der 5.000-mAh-Akku in 35 Minuten von 0 auf 100 % geladen. Das passende Ladegerät liegt im Lieferumfang.
- Welchen Prozessor hat das POCO F6?
- Das POCO F6 hat den Snapdragon 8s Gen 3. Im Alltag merkt man laut Jen keinen Unterschied zum regulären Snapdragon 8 Gen 3, nur bei Videos im Dunkeln.
- Ist das POCO F6 wasserdicht?
- Nein. Es ist nur nach IP64 gegen Staub und Spritzwasser geschützt.