Google Pixel 6 Pro im Erfahrungsbericht: Warum es nicht mein Daily Driver blieb
Fazit in Kürze
Das Pixel 6 Pro ist ein sehr gutes Gerät mit herausragender Kamera und unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis. Mir fehlte der Innovationsfaktor, deshalb ist es nicht mein Daily Driver geblieben. Wer ein rund zwei Jahre altes Smartphone hat, wird seine Freude haben.
Tops
- Sehr gutes Design und Haptik, wackelt dank durchgehendem Kameramodul nicht auf dem Tisch
- Top-Display mit adaptiven 120 Hertz
- Kamera auf Augenhöhe mit iPhone 13 Pro Max und Galaxy S21 Ultra
- Akku reicht bis zum nächsten Vormittag
- Klare Sprachqualität beim Telefonieren, guter Empfang
Flops
- Display draußen in der Sonne schnell am Limit
- Gesichtserkennung fehlt
- Kratzer im Display ohne Schutzfolie
- Probleme mit der Gestensteuerung und Bluetooth-Kopplung
- Wenig Innovationsfaktor gegenüber aktuellen Flaggschiffen
Seit drei Wochen habe ich das Google Pixel 6 Pro als Daily Driver im Einsatz und bin extrem gespalten. Es gibt viele positive Aspekte und Themen, die mich dazu gebracht haben, es nicht mehr als Hauptgerät zu nutzen. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Das Gerät habe ich wie immer selbst gekauft.
Design und Haptik
Das Pixel 6 Pro ist vom Design und von der Haptik her wahrscheinlich das beste Smartphone, das Google je auf den Markt gebracht hat. Es liegt super gut und ausgewogen in der Hand, ohne Kanten, Spalten oder zu dicke Ränder. Die Druckpunkte der Tasten sind gut, nichts wackelt.
Mit 163,9 mm Länge und 75,9 mm Breite ist es kein kleines Gerät, aber man gewöhnt sich schnell daran. Wer von einem großen Smartphone wie dem Galaxy Note 20 Ultra oder S21 Ultra kommt, hat damit keine Schwierigkeiten. Weil es sehr glatt ist, empfehle ich unbedingt eine Hülle. Bei den helleren Farben sieht man kaum Fingerabdrücke. Das Kameramodul läuft über die gesamte Breite, deshalb wackelt das Pixel nicht auf dem Tisch.
Display und Sicherheit
Das Display ist top und mit adaptiven 120 Hertz extrem flüssig. Das einzige Manko: Draußen in der Sonne kommt es schnell an seine Grenzen, die Helligkeit muss dann auf 100 % gestellt werden.
Der Fingerabdrucksensor funktioniert bei mir zuverlässig, ich habe aber auch ganz andere Berichte gehört. Ungeschickt finde ich, dass die Gesichtserkennung gestrichen wurde. Ich schätze sie dort, wo man keine Maske tragen muss.
Das Display besteht aus widerstandsfähigem Gorilla-Glas. Trotzdem hatte ich schon in den ersten Tagen, noch ohne Schutzfolie, ordentliche Kratzer drin. Ich weiß nicht, woher sie kommen, denn das Gerät ist weder in die Tasche geworfen worden noch heruntergefallen. Das hat mich richtig enttäuscht.
Android 12, Akku und Telefonie
Android 12 mit Material You ist sehr verspielt, das mag nicht jeder. Zum Glück lässt sich das meiste anpassen. Einiges fehlt noch und wird hoffentlich mit Updates nachgeliefert.
Zum ersten Mal seit ich Android nutze, hatte ich Probleme mit der Gestensteuerung. Beim Wischen durch Fotos nach links wird häufig die Zurück-Geste erkannt, und ich gehe eine Seite zurück oder schließe die App. Das ist super nervig.
Die Akkulaufzeit wurde oft bemängelt. Ich komme damit sehr gut durch den Tag und hänge es meist erst am nächsten Vormittag ans Ladekabel. Die Ladezeit finde ich angemessen und recht schnell.
Die Sprachqualität beim Telefonieren ist super klar, auch der Empfang ist sehr gut. Praktisch: Ruft ein Unternehmen mit Internetpräsenz an, wird der Name direkt angezeigt. Das ist mal ein Vorteil der Google-Datenkrake. Die Stereolautsprecher klingen schön laut und satt.
Kamera
Die Kamera ist richtig klasse, da gibt es aus meiner Sicht nichts zu bemängeln. Sie spielt mit dem iPhone 13 Pro Max und dem Galaxy S21 Ultra in einer Liga, was vor dem Hintergrund des Preises außergewöhnlich ist. Einen separaten Kameravergleich habe ich schon veröffentlicht.
Kleinigkeiten
- Always-on-Display: Es ist da, ich lasse es aber aus. Dafür habe ich eingeschaltet, dass das Display angeht, sobald ich mich dem Telefon nähere. Das finde ich clever.
- Lautsprecher: Anfangs funktionierte nur einer der beiden, nach mehreren Neustarts lief es.
- Bluetooth: Meine Galaxy Watch ließ sich problemlos koppeln, die Galaxy Buds 2 und meine AirPods Pro zunächst nicht. Der Ton war blechern, die Lautstärke ließ sich nicht regeln. Der Google-Support reagierte sehr schnell. Gelöst habe ich es am Ende mit einem vollständigen Zurücksetzen des Geräts, danach klappte es auch mit den Galaxy Buds 2.
Fazit: Warum es nicht mein Daily Driver blieb
Das Pixel 6 Pro ist ein wirklich sehr gutes, starkes und schickes Gerät, mit dem man nichts falsch macht. Ich habe mich trotzdem dagegen entschieden, es weiter als Hauptgerät zu nutzen. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, ein Galaxy Note 20 Ultra in der Hand zu haben, wohl wegen der ähnlichen Größe und des gebogenen Displays. Ich erwische mich dabei, das Seitenpanel von Samsung aufrufen zu wollen. Das Pixel fühlt sich nicht nach etwas Neuem an und hat mich emotional nicht gepackt.
Mir fehlt der Innovationsfaktor, wie ihn zum Beispiel ein Galaxy Z Flip 3 oder das S21 Ultra mit S Pen hat. Es ist ein herausragendes Gerät mit unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer ein älteres Smartphone von vor zwei Jahren besitzt, wird mit dem Pixel 6 Pro seine helle Freude haben. Wer ein aktuelles Flaggschiff eines anderen Herstellers hat, entdeckt wahrscheinlich nicht so viel Neues.
Fragen und Antworten
- Wie ist der Akku des Google Pixel 6 Pro?
- Jen kommt damit sehr gut durch den Tag und lädt es meist erst am nächsten Vormittag. Die Ladezeit findet sie angemessen und recht schnell.
- Hat das Google Pixel 6 Pro eine Gesichtserkennung?
- Nein. Jen findet das ungeschickt, weil sie die Gesichtserkennung in Situationen praktisch findet, in denen man keine Maske tragen muss. Es gibt einen Fingerabdrucksensor, der bei ihr zuverlässig funktioniert.
- Wie gut ist die Kamera des Pixel 6 Pro?
- Sie spielt laut Jen in einer Liga mit dem iPhone 13 Pro Max und dem Galaxy S21 Ultra. Das ist vor dem Hintergrund des Preises außergewöhnlich.
- Für wen lohnt sich das Pixel 6 Pro?
- Wer ein älteres Smartphone von vor etwa zwei Jahren hat, wird viel Freude daran haben. Wer bereits ein aktuelles Flaggschiff besitzt, entdeckt wahrscheinlich nicht so viel Neues.