Lenovo Yoga Slim 7x im Test: Preis-Leistungssieger?
Fazit in Kürze
Das Lenovo Yoga Slim 7x ist für Jen ein absoluter Preis-Leistungs-Kracher und mehr als empfehlenswert: schlank, mit starkem Snapdragon X Elite, lautlosem Lüfter und tollem OLED-Display.
Tops
- Nur 1,29 cm flach und 1,28 kg leicht
- Snapdragon X Elite, auch 4K-Videoschnitt ist kein Problem
- Lüfter ist im Alltag nicht zu hören
- 14,5-Zoll-OLED mit 3K, dünne Ränder, Touch
- 70-Wh-Akku, der lange hält
- Schöne Tastatur und nach oben abstrahlende Lautsprecher
Flops
- Display spiegelt ordentlich
- Nur 90 Hz Bildwiederholrate
- Nur drei USB-C-Anschlüsse, kein USB-A, HDMI oder Kopfhöreranschluss
- Touchpad klickt laut, Lautsprecher könnten voller klingen
- Kein Fingerabdrucksensor, Display öffnet nur bis etwa 170°
Das Lenovo Yoga Slim 7x ist ein richtiger Preis-Leistungs-Kracher. Ich hatte ehrlich gesagt keine großen Erwartungen. Die kleinste Version hat 512 GB und 16 GB Arbeitsspeicher. Das MacBook Air in vergleichbarer Größe kostet 1.759 € UVP. Mein Testgerät hat 1 TB Speicher und 32 GB Arbeitsspeicher.
Maße und Akku
Das Yoga Slim 7x ist nur 1,29 cm flach und wiegt 1,28 kg, mit seinen 14,5 Zoll schon richtig leicht. Das Huawei MateBook X Pro wiegt mit 980 g etwa 300 g weniger, das 14-Zoll-MacBook-Air mit 1,55 kg deutlich mehr. Der Akku hat 70 Wh und hält wirklich lange, nur beim Videoschnitt ist er schnell leer.
Es gibt drei Leistungsmodi:
- Ausbalanciert: das beste Verhältnis aus Leistung und Akkulaufzeit
- Beste Energieeffizienz: etwas eingeschränkte Leistung, für Outlook oder Word unterwegs
- Beste Leistung: der Akku ist schnell leer, geeignet, wenn das Gerät am Strom hängt
Kühlung und Leistung
Besonders überrascht hat mich der Lüfter: Ich habe ihn bisher nicht ein einziges Mal gehört, selbst nicht im Leistungsmodus oder beim Laden von Updates. Nur mit dem Ohr am Gerät hörte ich ein dunkles, leises Summen. Bei anderen Windows-Laptops hat mich das zufällige laute Anspringen immer genervt. Das Gerät wirkt dadurch deutlich hochwertiger. Der Grund sind das überdurchschnittlich große Kühlgitter auf der Rückseite und der Snapdragon X Elite, der leistungsstark und energieeffizient ist.
Der Prozessor und die NPU sind für KI-Aufgaben optimiert. Man kann locker 4K-Videos schneiden. Bei Microsoft Office, Browsen und Downloads ist das Gerät absurd schnell. Es ist ein Copilot+ PC mit der Copilot-Plus-Taste auf der Tastatur. Die Funktionen habe ich in einem eigenen Video behandelt. Fast täglich nutze ich den integrierten Copilot im Edge-Browser, zum Beispiel für den Vergleich von Gerät x mit Gerät y. Mein Tipp: bei KI-Antworten immer einen Faktencheck machen.
Tastatur, Touchpad und Lautsprecher
Die Tasten haben eine ungewöhnliche Form, einen Druckpunkt von 1,5 mm und sind dezent blau beleuchtet, was einen schönen 3D-Effekt ergibt. Der Anschlag gefällt mir sehr und ist schön dumpf. Das Touchpad ist groß und mittig, klickt aber lauter und heller. Ich nutze meist ohnehin eine Maus.
Die Lautsprecher links und rechts der Tastatur strahlen nach oben ab, werden laut, ohne zu scheppern, und reichen für Videos und Filme aus. Ich hätte mir etwas mehr Volumen gewünscht.
Display
Das 14,5-Zoll-OLED hat 3K-Auflösung (240 ppi) und bis zu 1.000 Nits. Die Ränder sind unglaublich dünn, auch der untere. Das Display spiegelt aber ordentlich, in der direkten Sonne im Rücken wird Arbeiten schwieriger. Die Bildwiederholrate beträgt nur 90 Hz, das Galaxy Book4 Edge hat 120 Hz. Beim Lesen und Surfen fällt das nicht auf, für Gamer ist es relevant.
- Kamera: Full HD, in einer nach oben gewölbten Notch. Sie stiehlt dem Bildschirm keinen Platz und hilft, das Gerät mit einer Hand aufzuklappen.
- Touch: Mir kommt kein Laptop mehr ins Haus ohne Touchdisplay, ich unterschreibe damit mehrmals pro Woche Dokumente.
- Öffnungswinkel: nur etwa 170°. Ich hatte beim Auspacken wegen des Namens „Yoga“ gedacht, es ließe sich um 360° klappen, und wurde ruckartig gebremst. Dem Scharnier hat es nicht geschadet, es hält in jedem Winkel.
Anschlüsse und Entsperren
Es gibt nur drei USB-C-Ports, kein USB-A, kein HDMI und keinen Kopfhöreranschluss. Dafür gibt es einen Schalter, um die Kamera ein- und auszuschalten. Der Power-Button sitzt an der Seite, es gibt keinen Fingerabdrucksensor. Entsperrt wird per PIN oder per Windows Hello mit Gesicht, das auch aus verschiedenen Winkeln überragend funktioniert.
Fazit
Mit schönem Display, schlankem Design und der Power des Snapdragon X Elite ist Lenovo ein tolles Gesamtpaket gelungen. Es ist günstig genug für Standardanwendungen und stark genug für den Videoschnitt. Ein absoluter Preis-Leistungs-Kracher und mehr als empfehlenswert.
Fragen und Antworten
- Ist das Lenovo Yoga Slim 7x laut?
- Nein. Jen hat den Lüfter nicht ein einziges Mal gehört, auch nicht im Leistungsmodus oder bei Updates. Nur mit dem Ohr am Gerät hörte sie ein leises dunkles Summen.
- Hat das Lenovo Yoga Slim 7x ein Touchdisplay?
- Ja, das 14,5-Zoll-OLED mit 3K ist ein Touchdisplay. Jen nutzt es unter anderem zum schnellen Unterschreiben von Dokumenten.
- Welche Anschlüsse hat das Lenovo Yoga Slim 7x?
- Es gibt drei USB-C-Ports, aber kein USB-A, kein HDMI und keinen Kopfhöreranschluss. Dazu kommt ein Schalter zum Ein- und Ausschalten der Kamera.