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Huawei Ökosystem in 2025: Was geht, was geht nicht?

Von Jen Video vom 16:56 Min. Artikel vom 06.10.2026

Huawei SmartphonesTablets

Fazit in Kürze

Das Huawei Ökosystem ist 2025 intakt und alltagstauglich. Bei Laptop, Kopfhörern, Smartwatch und Tablet gibt es kaum Einschränkungen. Das Smartphone ist wegen fehlender Google-Dienste und hoher Preise eher etwas für Liebhaber, die Workarounds in Kauf nehmen.

Vorschaubild zum Video: Huawei Ökosystem in 2025 - Was geht, was geht nicht

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Tops

  • Laptop, Kopfhörer, Tablet und Smartwatch ohne oder mit geringen Einschränkungen nutzbar
  • Google-Dienste lassen sich auf Tablet und Smartphone in etwa 10 Minuten nachinstallieren
  • Tablet MatePad Pro 13,2 Zoll: nur 5,5 mm dünn, 580 g, Papermatte-Display
  • FreeBuds Pro 4 mit sehr guter Geräuschunterdrückung bei Telefonaten
  • Huawei Share und Superhub für den Austausch zwischen Geräten

Flops

  • Google Wallet funktioniert auf dem Smartphone nicht
  • Keine Autofill-Funktion für Google-Passwörter
  • Synchronisierung der Google-Kontakte aktuell fehlerhaft
  • Kein 5G bei den Smartphones
  • Keine Gemini- und Circle-to-Search-Funktionen
  • Smartphone Mate X6 mit 1.999 € UVP sehr teuer

Wir alle hätten gern alles von einem Hersteller, das perfekte Ökosystem, damit wir beim nächsten Gerätekauf nicht lange überlegen müssen. Huawei bietet ohne Zweifel ein richtig gutes Ökosystem mit richtig guten Geräten. Nur eine Sache bleibt: Die Geräte kommen nicht mehr mit Android. Ich habe getestet, welche Einschränkungen man 2025 im Alltag hat, wenn man ausschließlich Huawei-Geräte nutzt und die Google-Dienste nachinstalliert.

Google-Dienste nachinstallieren

Dafür muss man nur etwa 10 Minuten investieren. Wie es geht, erklären die Kollegen vom Huawei Blog besser als ich, ich habe das Video in der Videobeschreibung verlinkt. Danach kann man mit seinem Google-Konto auf Tablet und Smartphone zum Beispiel YouTube, Google Maps, Google Drive, den Chrome-Browser und sogar Android Auto nutzen.

Getestet habe ich fünf Geräte: das MatePad Pro 13,2 Zoll in der Papermatte Edition (Version 2025), das Mate X6, die FreeBuds Pro 4, die Watch Fit 3 und das MateBook X Pro.

Laptop: MateBook X Pro, keine Einschränkungen

Das MateBook X Pro ist ein normaler Windows-Laptop mit Windows 11 und Intel Core Ultra 9. Ich nutze es seit einem Jahr als Daily Driver, es hat mein MacBook abgelöst. Ich liebe es, weil es ultradünn und ultraleicht ist und trotzdem viel Power hat. Meine YouTube-Videos schneide ich darauf. Einschränkungen gibt es bei Huawei-Laptops nicht.

Kopfhörer: FreeBuds Pro 4, keine Einschränkungen

Die FreeBuds Pro 4 haben einen außergewöhnlich guten Klang und sehr gutes Active Noise Canceling. Sie sehen besonders in Weiß schick aus. Man bedient sie über den Steg: Start und Stopp, lauter und leiser, Anrufe annehmen und ablehnen. Herausragend ist die Geräuschunterdrückung bei Telefonaten. Ich stand neben einer Baustelle mit Baggern und konnte mein eigenes Wort kaum verstehen, meine Mutter am anderen Ende hörte mich aber klar und ohne Hintergrundgeräusche. Für 169 € finde ich sie preislich völlig okay.

Sie lassen sich mit MatePad Pro, Mate X6 und MateBook koppeln. Sie wechseln aber auch überraschend problemlos zu meinem Xiaomi 15 Ultra. Läuft auf dem Tablet ein Video und das Smartphone klingelt, schalten die Kopfhörer automatisch zum Smartphone, bei einer Videokonferenz am Laptop automatisch dorthin. Sie funktionieren mit Android, iOS und Windows-Laptops.

Smartwatch: Watch Fit 3

Die Watch Fit 3 ist neben Huawei-Geräten mit Android und iOS kompatibel. Auf WhatsApp-Nachrichten antworten kann man nur mit einem Android-Smartphone. Ich bin ein großer Fan der Huawei-Smartwatches, auch der GT-Serie, wegen der umfangreichen Tracking-Funktionen und der gut gemachten Huawei Health App.

Auf den Uhren läuft kein Wear OS. Es gibt dort keine Google-Dienste, und man kann sie auch nicht nachinstallieren. Google Maps oder Google Pay gehen auf der Huawei-Smartwatch also nicht. Für mich war das nie eine Einschränkung, denn ich nutze meine Smartwatches nur für Tracking und Benachrichtigungen. Bezahlen ging bisher nicht, weil NFC nicht freigeschaltet war. Ein aktueller Short vom Huawei Blog zeigt aber das Bezahlen per NFC mit einer Huawei Watch 5. Da tut sich also bald etwas.

Tablet: MatePad Pro 13,2 Zoll Papermatte Edition

Das ist wohl das modernste Tablet, das man derzeit kaufen kann. Es ist nur 5,5 mm dünn und wiegt trotz des großen Displays und des 10.000-mAh-Akkus 580 g. Dieses Wow-Gefühl lässt auch nach Wochen nicht nach. Ich hatte es auf Reisen und langen Flügen nach Singapur dabei, im Handgepäck fällt es kaum auf.

  • Display: Screen-to-Body-Ratio von 94 %, bei aktuellen iPads sind es 84 %. 1.000 Nits Spitzenhelligkeit, matt, in der prallen Sonne keine Spiegelungen.
  • Leistung: 12 GB Arbeitsspeicher, es läuft bei allen Anwendungen sehr schnell, ich habe nicht einen Ruckler bemerkt.
  • Schreiben: Mit dem M-Pencil ein richtiges Premiumgefühl. Die Papermatte Edition ist die beste Erfindung von Huawei.
  • Zubehör: Mit magnetischem Cover-Keyboard und M-Pencil wird es zum Arbeitstier. Das Keyboard lässt sich abnehmen, der Stand auf der Rückseite bleibt nutzbar. Als zweiten Bildschirm zum MateBook könnte ich es ebenfalls nutzen.

Google-Dienste braucht man auf dem Tablet nicht zwingend, YouTube und Drive gehen auch im Browser. Wer wie ich Chrome auf allen Geräten nutzt, schon wegen der Lesezeichen, muss sie nachinstallieren. Über den Aurora Store hat man dann Zugriff auf die normalen Apps aus dem Play Store, mit dem eigenen Google-Konto, und sie laufen einwandfrei. In letzter Zeit hat sich mein Google-Konto im Aurora Store manchmal von allein abgemeldet. Das erneut zu verknüpfen dauert etwa fünf Sekunden.

Das MatePad Pro kostet 1.199 € UVP. Auf der Huawei-Webseite gibt es standardmäßig 200 € Rabatt, dann kostet es 999 €. Keyboard und M-Pencil sind im Lieferumfang, bei anderen Herstellern kostet das extra. Mein Fazit: Man braucht die Google-Dienste nicht unbedingt, kann sie aber problemlos nachinstallieren und hat im Alltag keine Einschränkung.

Smartphone: Mate X6 und die Einschränkungen

Das Mate X6 ist eines der beiden aktuellen Foldables von Huawei. Es sieht aus wie das Honor Magic V3, ist genauso dünn und sogar 7 g leichter. Es hat ein tolles Display und eine richtig gute Kamera. Sie kommt nicht an die des Pura 70 Ultra heran, aber mit 50 Megapixeln Hauptkamera, 40 Megapixeln Ultraweitwinkel und 48 Megapixeln Makro-Telekamera sind tolle Foto- und Videoaufnahmen möglich. Mit 5.110 mAh und dem Kirin 9020 kommt man locker durch anderthalb Tage. Ein rundum gelungenes Smartphone, wenn da nicht ein paar Haken wären.

Anders als beim Tablet kann ich hier nicht sagen, dass man auf Google-Dienste verzichten kann. Ich nutze auf dem Smartphone in Dauerschleife Google Maps, Drive, Gmail, Instagram, WhatsApp und YouTube Studio. Trotz Nachinstallation bleiben Einschränkungen:

  1. Google Wallet: Man kann sie installieren, aber sie funktioniert nicht. Ich zahle gern mit dem Smartphone und habe Bank- und Kreditkarten und Kundenkarten gespeichert. Am wichtigsten sind für mich Boardingpässe und Tickets, die sich auch auf Testgeräte synchronisieren. Das muss nicht jeder so nutzen. Für Boardingpässe gibt es als Alternative die Apps der Fluggesellschaften. Der Huawei Blog empfiehlt als Sammelbezahl-App Curve, in der man gängige Kreditkarten hinterlegen kann, nur meine Amex-Karte leider nicht.
  2. Keine Autofill-Funktion für Google-Passwörter: Das betrifft auch das Tablet. Man kann das Passwort nur manuell aus dem Google-Konto kopieren. Tipp vom Huawei Blog: Google-Passwörter mit dem Microsoft Authenticator synchronisieren und ihn auf den Huawei-Geräten als Passwort-Manager auswählen. Aufwendig, aber es funktioniert.
  3. Google-Kontakte: Über eine zusätzliche APK konnte man sie früher synchronisieren. Aktuell zeigt sich ein Synchronisierungsfehler. Ich hoffe, das wird bald behoben. Ein Workaround, auf den mich ein Kollege von Notebookcheck gebracht hat: die Outlook-App installieren und dort das Google-Konto einrichten. Dann sieht man die Kontakte auch in der Huawei-Telefon-App.
  4. Kein 5G: Das ist bedauerlich, ist mir aber unterwegs im Alltag nicht aufgefallen. Die Verbindungsqualität schwankt ohnehin, und zu Hause bin ich im WLAN.
  5. Emojis: Besonders die fröhlichen kann ich nicht unterscheiden. Ich erkenne nicht, ob das Gesicht lächelt, lacht, schreit oder weint. Das sollte Huawei verbessern.
  6. Keine KI-Funktionen: Gemini oder Circle to Search gibt es nicht. Die Gemini App lässt sich installieren, funktioniert aber nicht. Ich nutze Circle to Search im Alltag gern, finde es aber noch nicht dramatisch. Ich wette, dass Huawei bald ein eigenes KI-Modell bringt.

Die Workarounds funktionieren am Ende, aber es ist immer ein bisschen Gedömel dabei. Dazu kommt der Preis: Das Mate X6 hat eine UVP von 1.999 €, auf der Huawei-Webseite gibt es 300 € Rabatt. Selbst 1.699 € sind für dieses Smartphone viel zu viel. Da muss man richtig Lust drauf haben.

Vorteile des Ökosystems

  • Huawei Share: Fotos und Dokumente lassen sich wie im Android- und Apple-Ökosystem von Gerät zu Gerät schicken. Das funktioniert rasend schnell und gut.
  • Superhub: eine Zwischenablage, die sich mit allen Huawei-Geräten synchronisiert. Text und Bilder lassen sich ablegen und geräteübergreifend nutzen.

Fazit

Das Huawei Ökosystem ist 2025 intakt, gut funktionierend und alltagstauglich. Es enthält maßlos gute Geräte, bei denen der Wow-Effekt lange nicht nachlässt. Bei Laptop, Kopfhörern, Smartwatch und Tablet sind die Einschränkungen nicht vorhanden oder gering. Das Smartphone würde ich als Hardcore-Smartphone-Nutzerin wegen der Einschränkungen eher aus dem Android-Bereich nutzen. Es ist eher ein Liebhabergerät: Man muss ein bisschen Aufwand und Lust auf Workarounds mitbringen. Wem die Einschränkungen nichts ausmachen, der kann zu dieser sehr guten Hardware greifen. Auf diese Leute bin ich ein bisschen neidisch.

Fragen und Antworten

Kann man Google-Dienste auf Huawei-Geräten nutzen?
Ja, auf Tablets und Smartphones lassen sich die Google-Dienste in etwa 10 Minuten nachinstallieren. Auf den Smartwatches geht das nicht, weil dort kein Wear OS läuft.
Welche Einschränkungen hat das Huawei Mate X6?
Google Wallet funktioniert nicht, es gibt keine Autofill-Funktion für Google-Passwörter, die Kontaktsynchronisierung zeigt aktuell Fehler, es gibt kein 5G und keine Gemini-Funktionen. Für einige Punkte gibt es Workarounds.
Was kostet das Huawei MatePad Pro 13,2 Zoll Papermatte Edition?
Die UVP liegt bei 1.199 €. Auf der Huawei-Webseite gab es 200 € Rabatt, sodass es 999 € kostete. Keyboard und M-Pencil sind im Lieferumfang.
Kann man mit der Huawei Watch bezahlen?
Bisher nicht, weil NFC nicht freigeschaltet war. Ein Short des Huawei Blogs zeigt aber das Bezahlen per NFC mit einer Huawei Watch 5.

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