Galaxy Z Fold6: Ein ganz eigener Lifestyle im Erfahrungsbericht
Fazit in Kürze
Das Galaxy Z Fold6 ist für Jen eines der besten Foldables auf dem Markt. Es ersetzt unterwegs Tablet und E-Reader, bringt gute Kamera, Galaxy AI und das Samsung-Ökosystem mit. Der Akku ist bei Dauernutzung zu klein, ein größeres Upgrade beim Formfaktor hätte sie sich gewünscht.
Tops
- 14 g leichter als der Vorgänger und mit flacheren Kanten besser in der Hand
- 7,6-Zoll-Innendisplay, ideal für Google Maps, E-Reader und Entertainment
- Deutlich spürbar bessere Performance mit Snapdragon 8 Gen 3 for Galaxy
- Sehr gute Kamera bei Tag und Nacht, auch per Point and Shoot
- Galaxy AI, besonders der Echtzeit-Übersetzer für Telefonate und Gespräche
- Samsung-Ökosystem mit nahtlosem Wechsel zwischen den Geräten
Flops
- Akku mit 4.400 mAh reicht bei Dauernutzung unterwegs nicht
- Formfaktor kaum verändert, nur wenige Millimeter breiter
- Außentastatur extrem schmal, Umgewöhnung zwischen innen und außen
- Außendisplay zerkratzt schnell ohne Schutzfolie
Das Galaxy Z Fold6 ist die sechste Generation der Foldables von Samsung. Auf den ersten Blick halten sich die Neuerungen in Grenzen, aber das denkt man nur, bis man das Gerät in den Händen hält. Am Ende der Evolution ist Samsung damit sicher nicht, es gibt noch Luft nach oben. Trotzdem ist das Z Fold6 eines der besten Foldables auf dem Markt, und wer sich dafür entscheidet, entscheidet sich für einen ganz eigenen Lifestyle.
Smartphone und Tablet in einem
Zieht man das Z Fold6 aus der Tasche, weckt man Neugier. Den Nutzen eines Smartphones, das man zum Tablet aufklappen kann, versteht man oft erst, wenn man es in der Hand hatte. Ich war fünf Tage in New York damit unterwegs. Zugeklappt war es mein normales Smartphone zum Schreiben, Telefonieren und Fotografieren. Aufgeklappt war es E-Reader und Entertainment-Gerät für die lange Reise und vor allem der beste Reiseführer: Google Maps auf dem 7,6 Zoll großen Innendisplay ist ein Gamechanger für Orientierung und Navigation.
Gewicht, Form und Tastatur
Das Z Fold6 ist 14 g leichter als der Vorgänger. Das klingt nach wenig, macht sich aber bemerkbar, je länger man es hält. Wie oft ich es in der Hand hatte, sieht man am Außendisplay: Ich empfehle jedem eine Schutzfolie, wenn ihr nicht wollt, dass euer Gerät schnell so aussieht wie meines. Durch die flacheren Kanten liegt es besser in der Hand und wirkt moderner und futuristischer.
Beim Formfaktor hätte ich mir ein größeres Upgrade gewünscht. Das Gerät ist nur ein paar Millimeter breiter geworden. Das Schreiben auf der Außentastatur ist ein bisschen entspannter, sie bleibt aber extrem schmal, und mit dicken Wurstfingern stößt man schnell an Grenzen. Innen gibt es dafür eine extrem weite Tastatur. Hat man sich an die schmale gewöhnt, ist an schnelles, routiniertes Schreiben auf der breiten nicht mehr zu denken, und umgekehrt. Mein Gehirn muss beim Schreiben jedes Mal umdenken, und das möchte ich nicht.
Performance und Galaxy AI
Das hat mich extrem begeistert: Die Performance ist deutlich spürbar besser. Das Z Fold5 war für seine Generation schon schnell, aber das Z Fold6 erscheint ein Jahr später, mit leistungsstärkeren Prozessoren und darauf optimierter Software. Der Snapdragon 8 Gen 3 for Galaxy leistet ganze Arbeit und ist mit einer speziellen NPU vor allem auf die Galaxy AI optimiert.
Die KI-Funktionen sind beeindruckend. Wirklich nützlich finde ich den Übersetzer, der Telefonate und persönliche Gespräche in Echtzeit übersetzt, mal mehr, mal weniger akkurat. Auf Reisen ist das in der Hosentasche mehr als praktisch, vor allem wenn das Gegenüber vom Außendisplay mitlesen kann. Die erweiterte Fotobearbeitung funktioniert überraschend gut, die Einsatzmöglichkeiten sind bei mir aber eher überschaubar.
Kamera
In New York war die Kamera im Dauereinsatz, und sie ist richtig gut. Tag oder Nacht: Selbst bei Point and Shoot werden die Fotos scharf. Dafür sorgen die Dreifachkamera mit 50, 12 und 10 Megapixeln und die KI, die die Bilder sichtbar nachbearbeitet, aus meiner Sicht immer zum Positiven.
Akku: die Grenze
Wer den ganzen Tag fotografiert, filmt und das große Innendisplay zum Navigieren nutzt, stößt schnell an eine Grenze. Mit 4.400 mAh für zwei Displays und den leistungsstarken Prozessor ist der Akku nicht groß genug, auch wenn er energieeffizienter sein soll. Man muss fairerweise unterscheiden:
- 12 Stunden in New York: im mobilen Netz, mit Laufen, Google Maps, Videos und Fotos. Nach etwa 7 Stunden Dauernutzung war der Akku bei 10 % und musste zwischengeladen werden.
- Zu Hause oder im Büro: im WLAN mit ein bisschen E-Mail, WhatsApp, Surfen und YouTube. Ich komme gut durch den ganzen Tag und meistens noch durch den nächsten Vormittag.
Es muss immer noch zwischen einem großen Akku und einem leichten, schlanken Smartphone entschieden werden. Ich wünsche mir mehr Akku, aber ohne ein dickeres und schwereres Gerät gibt es dafür noch keine Lösung. Den S Pen würde ich auch gern direkt im Gehäuse versenken, aber ohne dickeren Rahmen geht das leider nicht.
Das Samsung-Ökosystem
Dem Galaxy Z Fold6 gegenüber anderen Foldables hat aus meiner Sicht das Samsung-Ökosystem etwas Entscheidendes voraus: eine ausgereifte, zuverlässige Oberfläche und Geräte vom Staubsauger-Roboter bis zum Smartring, die nahtlos miteinander kommunizieren. Man bewegt sich zwischen Smartphone, Tablet und Fernseher, als müsste man sich nur umdrehen.
Fazit
Das Z Fold6 begleitet mich im Alltag so: Im Café aufklappen und weiterarbeiten, zuklappen und zum Sport mitnehmen, auf dem großen Display zum Restaurant navigieren, nebenbei Fotos und Videos machen, die sich innen gut bearbeiten lassen, sich per Übersetzer mit dem Kellner unterhalten, E-Mails checken und es in der Hosentasche verschwinden lassen. Das ersetzt einen zusätzlichen Computer und ein Tablet. Es ist ein Lifestyle, der sich uns anpasst und nicht umgekehrt. Ob das Z Fold6 besser ist als das Z Fold5, lässt das Video offen.
Fragen und Antworten
- Wie lange hält der Akku des Galaxy Z Fold6?
- Der Akku hat 4.400 mAh. Bei 12 Stunden in New York mit Google Maps, Fotos und Videos war er nach etwa 7 Stunden Dauernutzung bei 10 %. Zu Hause im WLAN hält er einen ganzen Tag und meist bis zum nächsten Vormittag.
- Was ist neu beim Galaxy Z Fold6 gegenüber dem Z Fold5?
- Es ist 14 g leichter, hat flachere Kanten, ist ein klein wenig breiter und deutlich schneller. Der Snapdragon 8 Gen 3 for Galaxy ist mit einer NPU auf Galaxy AI optimiert.
- Wie groß ist das Innendisplay des Galaxy Z Fold6?
- Das aufgeklappte Innendisplay misst 7,6 Zoll. Jen nutzte es unter anderem für Google Maps, als E-Reader und für Unterhaltung.
- Was kann die KI des Galaxy Z Fold6?
- Besonders nützlich findet Jen den Übersetzer, der Telefonate und persönliche Gespräche in Echtzeit übersetzt. Dazu kommt eine erweiterte Fotobearbeitung, die gut funktioniert.