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Was Samsung uns mit dem Galaxy Z Flip8 in Wahrheit verkauft

Von Jen Video vom 8:36 Min. Artikel vom 06.10.2026

Samsung SmartphonesFoldables

Fazit in Kürze

Das Galaxy Z Flip8 ist technisch kaum weiterentwickelt und kostet 100 € mehr als der Vorgänger. Gekauft wird es laut Jen wegen des Gefühls, des Samsung-Ökosystems und des praktischen Cover-Displays, nicht wegen Top-Technik.

Vorschaubild zum Video: Was Samsung uns hier in Wahrheit verkauft

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Tops

  • Cover-Display mit 16 nativen Apps, darunter Google Maps, Kalender und Taschenrechner
  • Schlankeres und leichteres Gehäuse mit 180 g
  • Displayfalte kaum noch sichtbar
  • Rund 3 Stunden mehr Akkulaufzeit im Alltagstest durch Software-Optimierung

Flops

  • 100 € Preisaufschlag bei fast gleicher Hardware
  • Akku und Kamera unverändert, weiterhin kein optischer Zoom
  • Chip bringt kaum spürbar mehr Leistung
  • Nur 16 Apps auf dem Cover-Display, nicht alle Apps

Samsung bringt mit dem Galaxy Z Flip8 die achte Generation seines Klapphandys. Beim Lesen der Pressemeldung habe ich mich gefragt, warum das in dieser Frequenz passiert, wenn Klapphandys ein Nischenprodukt sind und die Unterschiede zwischen den Versionen noch kleiner ausfallen als bei normalen Smartphones. Dazu kommt: Auf TikTok und überall in den sozialen Medien reden gerade alle wieder über Klapphandys, als wären wir im Jahr 2003.

Was ist neu am Z Flip8?

  • Chip: Das Z Flip 7 hatte den Exynos 2500, das Z Flip8 bekommt den Exynos 2600, denselben wie das Galaxy S26. Spürbar schneller wird es kaum, die Benchmarks liegen fast gleichauf.
  • Maße und Gewicht: 180 g, rund 8 g leichter als der Vorgänger. Zugeklappt ist es etwa 0,6 mm dünner, aufgeklappt liegt es unter 6,2 mm. Das spürt man im Alltag.
  • Material: Die Rückseite besteht aus Glasfaser-Verbundstoff, der Rahmen aus Advanced Armor Aluminium. Die Kanten sind etwas stärker abgerundet, dadurch lässt sich das Gerät leichter mit einer Hand aufklappen.
  • Display: Beide Bildschirme leuchten jetzt mit bis zu 3.000 Nits. Innen sind es 6,9 Zoll, außen 4,1 Zoll, an der Größe hat sich nichts geändert.
  • Preis: 1.299 € UVP für die Version mit 256 GB, also 100 € mehr als beim Z Flip 7 zum Start.

Unangenehm ist der Preisanstieg vor allem, weil Akku und Kamera komplett identisch geblieben sind. Es gibt in der Kamera weiterhin keinen optischen Zoom. Im Vergleich zu nicht faltbaren Smartphones in dieser Preisklasse hängt das Z Flip8 klar hinterher. Unterm Strich ist das ein Preisanstieg ohne großen Gegenwert: 100 € mehr für minimal mehr Leistung und ein paar Gramm weniger Gewicht.

Das Cover-Display ist der eigentliche Star

Beim Z Flip 7 war das Cover-Display mein größter Kritikpunkt. Es gab nur ein paar vorinstallierte Apps, für alles andere brauchte man Umwege über Good Lock. Beim Z Flip8 laufen jetzt 16 Apps nativ auf dem Außendisplay, darunter Google Maps, Kalender und Taschenrechner. Das ist super, auch wenn 16 Apps immer noch nicht alle Apps sind, wie es sie zum Beispiel bei Motorola gibt.

Weitere Pluspunkte:

  • Gehäuse: Das schlankere, leichtere Gehäuse klingt nach einer Kleinigkeit, fühlt sich aber beim Halten in einer Hand deutlich hochwertiger an.
  • Displayfalte: Der Knick im Hauptdisplay ist kaum noch zu sehen oder zu fühlen. Samsung hat in diesem Jahr bei allen Foldables daran gearbeitet.
  • Akkulaufzeit: Obwohl die Akkugröße gleich geblieben ist, hält das Z Flip8 im Alltagstest durch Software-Optimierung rund 3 Stunden länger als das Z Flip 7. Der größte Sprung ist also nicht die Hardware, sondern die Software.

Wie sich die Z-Flip-Verkäufe entwickelt haben

Warum bringt Samsung trotzdem jedes Jahr eine neue Version? Die Verkaufsgeschichte des Z Flip ist eine Achterbahnfahrt.

  • 2020: Zum Start mit dem ersten Z Flip war Samsung vorsichtig und peilte intern nur 2,5 Millionen verkaufte Einheiten für das ganze Jahr an.
  • 2021: Der Durchbruch. Samsung verkaufte fast 10 Millionen Faltphones, rund 300 % mehr als im Vorjahr. 70 % der Foldable-Käufer entschieden sich damals für ein Flip statt für ein Fold, vor allem wegen des niedrigeren Preises und des damals noch kaum nutzbaren Formfaktors der ersten Fold-Geräte.
  • Z Flip 3 bis Z Flip 5: die goldene Ära der Reihe. Das Z Flip 5 brach sogar Verkaufsrekorde in Südkorea, angetrieben vom größeren Außendisplay.
  • Z Flip 6: Die Verkaufszahlen brachen im Jahresvergleich um fast 15 % ein. Ein Branchenmedium schrieb damals, das Flip werde zum Flop. Die S24-Reihe legte im selben Zeitraum um fast 18 % zu.

Insgesamt bleiben Foldables ein Nischenprodukt: Weltweit liegt ihr Marktanteil bei rund 2,5 % aller verkauften Geräte. In Europa führt inzwischen das Motorola Razr die Foldable-Charts an, noch vor den Samsung-Modellen. Der Grund ist aus meiner Sicht klar: Ist der Sprung zum Vorgänger groß, wie beim Z Flip 5 mit dem neuen Außendisplay, kaufen die Leute. Ändert sich wie beim Z Flip 6 und jetzt beim Z Flip8 vor allem der Prozessor, sinkt der Kaufanreiz. Dazu kommt der hohe Preis im Vergleich zu klassischen Flaggschiffen, die meist deutlich mehr mitbringen.

Der Retro-Trend: Klapphandys sind wieder cool

Es gibt noch einen weiteren Aspekt. Auf TikTok und Instagram sind Klapphandys wieder angesagt, auf zwei unterschiedliche Arten. Auf der einen Seite stehen Premium-Foldables wie das Z Flip8 oder das Motorola Razr, die moderne Technik in einen Retro-Formfaktor packen. Auf der anderen Seite gibt es einen Boom bei einfachen, günstigen Feature Phones im Design der 2000er, ohne Smartfunktionen, dafür mit Tastatur und Nostalgiefaktor, bis hin zu Barbie-Flip-Phones.

Beide Bewegungen speisen sich aus derselben Sehnsucht: Früher war Handynutzung einfacher. Dazu kommt die Y2K-Ästhetik, die bei Gen Z und Millennials extrem angesagt ist. Das befriedigende Klicken beim Zuklappen des Z Flip8, die Optik und das Gefühl, kein Dauer-Scroll-Gerät in der Hand zu haben, treffen gerade einen Nerv.

Fazit

Für mich ist die Sache klar: Man kauft sich kein Z Flip8, um ein technisch topaktuelles Smartphone zu haben. Man kauft es, weil es eines der am besten ausgestatteten Retro-Smartphones ist, die man bekommen kann. Man kauft es wegen des Samsung-Ökosystems und, weil das Cover-Display so übertrieben praktisch ist: Man macht Aufnahmen mit der Hauptkamera und sieht sich dabei selbst im Display.

Schade ist nur, dass das Z Flip8 mit einem wachsenden Markt viel günstigerer, bewusst einfacher Retro-Handys konkurriert und mit Flip-Handys anderer Hersteller wie Motorola. Aber ich finde, man kauft hier nicht in erster Linie Technik, sondern vor allem ein Gefühl.

Fragen und Antworten

Was ist neu beim Samsung Galaxy Z Flip8?
Der Exynos 2600 aus dem Galaxy S26, ein leichteres und dünneres Gehäuse mit 180 g, Displays mit bis zu 3.000 Nits und ein Cover-Display mit 16 nativen Apps. Akku und Kamera sind unverändert.
Was kostet das Galaxy Z Flip8?
Das Galaxy Z Flip8 kostet 1.299 € UVP mit 256 GB Speicher. Das sind 100 € mehr als das Z Flip 7 zum Start.
Hat das Galaxy Z Flip8 einen optischen Zoom?
Nein. Die Kamera des Galaxy Z Flip8 ist unverändert, es gibt weiterhin keinen optischen Zoom.
Lohnt sich das Galaxy Z Flip8?
Laut Jen kauft man das Z Flip8 nicht wegen Top-Technik, sondern wegen des Retro-Gefühls, des Samsung-Ökosystems und des praktischen Cover-Displays.

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