Galaxy Z Fold 7 nach 48 Stunden: Mein umfassender Ersteindruck
Fazit in Kürze
Das Galaxy Z Fold 7 hat Jen den Spaß an faltbaren Smartphones zurückgebracht. Das Gerät ist extrem dünn und leicht, hat die 200-Megapixel-Kamera des S25 Ultra und hält im Test 7 bis 7,5 Stunden Display-Zeit. Schwach sind der Akku auf dem Papier, das langsame Laden und der Wegfall des S Pen.
Tops
- Knapp 4 mm dünner und 24 g leichter als das Fold 6, nur 215 g
- 21:9-Format zugeklappt, 8-Zoll-Innendisplay
- 200-Megapixel-Hauptsensor vom Galaxy S25 Ultra
- Snapdragon 8 Elite for Galaxy, sieben Jahre OS- und Sicherheitsupdates
- Samsung DeX an Bord, drei Geräte in einem
Flops
- Kleiner Akku mit 4.400 mAh, Laden nur mit 25 Watt
- Keine S-Pen-Unterstützung mehr
- Keine Entspiegelung auf Außen- und Innendisplay
- Digitaler Zoom ab 10-fach schwach, 30-fach unbrauchbar
- Wackelt zugeklappt auf dem Tisch
- Hoher Preis von 2.099 € UVP
Seit zwei Tagen nutze ich das Samsung Galaxy Z Fold 7, und schon nach 48 Stunden ist klar: Das bleibt so. Das Z Fold 7 hat mir den Spaß an faltbaren Smartphones zurückgebracht, auch wenn es Punkte gibt, die Samsung besser hätte machen können oder müssen.
Das Galaxy Z Fold 6 war technisch top, aber zu dick, zu schwer, mit einem viel zu schmalen Frontdisplay, mittelmäßiger Kamera und mittelmäßigem Akku. Ein Jahr später macht das Fold 7 fast alles richtig. Der Entwicklungsschritt könnte nicht größer sein.
Design: dünn und leicht
Zusammengeklappt ist das Fold 7 knapp 4 mm dünner als der Vorgänger und mit 215 g satte 24 g leichter. Es hat jetzt ein anständiges 21:9-Format und innen ein großes 8-Zoll-Display. Kanten und Rückseite sind komplett flach, nichts wölbt sich hervor. Mit den spitzen Ecken ergibt das ein sleekes, futuristisches Design. Derzeit gibt es bei uns kein dünneres Foldable. Was die Konkurrenz in Kürze in Europa launcht, ist auf dem Papier 0,1 mm dünner, wirkt aber nicht so. Ihr müsst es unbedingt mal in die Hand nehmen.
Lustig: Das Galaxy S25 Ultra wiegt mit 218 g fast so viel. Wenn ich es in die Hand nehme, denke ich jedes Mal, was für ein Brocken. Das gleich schwere Fold 7 fühlt sich dagegen leicht und luftig an, weil mein Gehirn sieht, dass man es aufklappen und falten kann. Geht in den Laden und vergleicht. Wegen des USB-C-Ports frage ich mich nur, wie haltbar ein so dünnes Design ist. Das sehen wir erst in ein paar Jahren.
Kamera
Samsung hat den 200-Megapixel-Hauptsensor vom Galaxy S25 Ultra eingebaut. Damit sind richtig tolle Foto- und Videoaufnahmen möglich, einer der größten Kritikpunkte an Foldables ist damit aus dem Weg geräumt. Die 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera macht einen soliden Job.
Die 10-Megapixel-Telekamera mit dreifach optischem Zoom ist halbwegs in Ordnung. Ab dem 10-fachen digitalen Zoom wird es schwierig, der 30-fache ist unbrauchbar. Ich verstehe nicht, warum Samsung hier nicht KI einsetzt, um die Qualität zu verbessern.
- Kameraposition: Die Kamera steht nicht zu sehr hervor, aber zugeklappt auf dem Tisch wackelt das Fold 7 beim Tippen stark, weil die Kamera seitlich sitzt. Aufgeklappt wackelt dafür nichts.
- Innendisplay: Statt der Unterdisplay-Kamera gibt es jetzt eine 10-Megapixel-Punch-Hole-Kamera, also einen schwarzen Punkt am Rand. Mich hat das gestört, bis mein Gehirn es nach etwa 10 Sekunden ausgeblendet hat. Schade ist es trotzdem.
- Frontkamera außen: 10 Megapixel, bei gutem Licht ein toller Job. Man kann ohnehin die Hauptkamera nutzen und das Frontdisplay als Sucher verwenden, ein wesentlicher Vorteil eines Foldables.
Displays und Leistung
Die drei Displays sind Samsung-typisch top. Ich hätte mir gewünscht, dass Außen- und Innendisplay entspiegelt wären. Seit ich das beim Galaxy S25 Ultra gesehen habe, möchte ich es überall haben. Bei dem Preis hätte man erwarten können, dass alle neuesten Samsung-Technologien zum Einsatz kommen. Stattdessen habe ich mir eine Antireflex-Schutzfolie im Samsung Shop bestellt.
Im Fold 7 arbeitet der Snapdragon 8 Elite for Galaxy, der aktuelle Topprozessor im Android-Bereich. Er läuft superschnell und flüssig, auch bei allen KI-Anwendungen, und gilt als energieeffizient.
Akku-Test nach 48 Stunden
Der Akku hat nach wie vor nur 4.400 mAh, was 2025 schon wehtut. Ich habe das Gerät mit allem genutzt: E-Mails, WhatsApp, Telefonieren, Instagram, Musik, Joggen, Filmen und Fotos. Am Sonntagmorgen kurz nach 10 Uhr habe ich es mit 100 % vom Stecker genommen. Am ersten Tag kam ich auf 4 Stunden und 44 Minuten Display-Zeit, am zweiten auf eine weitere Stunde und 47 Minuten, mit noch 12 % Akku, ohne Zwischenladen. Das sind 6,5 Stunden, am Ende vielleicht 7 bis 7,5 Stunden Display-Zeit. Das finde ich völlig ausreichend. Wie sich der Akku im Langzeittest schlägt, erfahrt ihr später.
Ein Wermutstropfen: Der Akku lädt nur mit 25 Watt, 2025 nicht schnell. Apple-Nutzer laden noch langsamer. Ich lade nachts, deshalb ist mir das nicht so wichtig.
Kein S Pen mehr
Bei früheren Fold-Geräten war mir der S Pen sehr wichtig: Notizen auf dem großen Innendisplay, Dokumente unterzeichnen, Fotos und Videos präzise bearbeiten, ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Foldable-Konkurrenz. Die S-Pen-Unterstützung wurde zugunsten des schlanken Designs gestrichen. Vermutlich wurde er auf dem Fold nicht flächendeckend genutzt, deshalb kann ich die Entscheidung irgendwie verstehen, auch wenn ich sie bedauere. Es war immer blöd, den S Pen separat mitnehmen zu müssen, weil er sich nirgends am Gerät anbringen ließ.
Preis
Die kleinste Version mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher kostet 2.099 € UVP. Das ist eine Hausnummer. Trotzdem bleibt es viel Geld.
Dafür bekommt man bei dem Prozessor, dem großen Bildschirm und dem neuen Format drei Geräte in einem: Smartphone, Tablet und dank Samsung DeX wahrscheinlich für 99 % der Menschen den Laptop-Ersatz, denn der Snapdragon hat mehr Power als die meisten günstigen Laptops. Dazu kommen das futuristische Design und sieben Jahre OS- und Sicherheitsupdates. Das lindert den Schmerz ein ganz kleines bisschen.
Fazit
Das waren meine Erfahrungen aus den ersten 48 Stunden mit dem Galaxy Z Fold 7. Ich freue mich auf die Phase der intensiven Nutzung und der Tests.
Fragen und Antworten
- Wie lange hält der Akku des Galaxy Z Fold 7?
- Im Test kam Jen in 48 Stunden auf 6,5 Stunden Display-Zeit mit noch 12 % Akku. Sie rechnet insgesamt mit 7 bis 7,5 Stunden. Der Akku hat 4.400 mAh und lädt nur mit 25 Watt.
- Wie dünn und leicht ist das Galaxy Z Fold 7?
- Zugeklappt ist es knapp 4 mm dünner als das Fold 6 und mit 215 g um 24 g leichter. Das Galaxy S25 Ultra wiegt mit 218 g fast das Gleiche.
- Was kostet das Galaxy Z Fold 7?
- Die Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher kostet 2.099 € UVP.
- Unterstützt das Galaxy Z Fold 7 den S Pen?
- Nein. Samsung hat die S-Pen-Unterstützung zugunsten des schlanken Designs gestrichen. Jen bedauert das, kann die Entscheidung aber verstehen.
- Wie gut ist die Kamera des Galaxy Z Fold 7?
- Der 200-Megapixel-Hauptsensor vom S25 Ultra macht richtig gute Fotos und Videos, der 12-Megapixel-Ultraweitwinkel einen soliden Job. Die 10-Megapixel-Tele mit 3-fach optischem Zoom ist bis 10-fach in Ordnung, der 30-fach-Zoom unbrauchbar.