Galaxy S26 Ultra nach 14 Tagen: Meine Meinung hat sich geändert
Fazit in Kürze
Nach 14 Tagen überzeugen beim Galaxy S26 Ultra das Privacy Display, die Kamera und der Akku mit zwei Tagen Laufzeit. Now Nudge und Finder sind bisher enttäuschend, der S Pen spielt für Jen keine Rolle, und Magnet und Silizium-Karbon-Akku fehlen.
Tops
- Privacy Display ist im Alltag ein Gamechanger
- Kamera macht richtig gute Aufnahmen, Objektive deutlich lichtstärker
- Akku hält mit 8 bis 9 Stunden Display-on-Time zwei Tage
- Prompter in der Bildbearbeitung per Sprachbefehl
Flops
- Now Nudge reagiert nur bei konkreten Terminangaben und lernt kaum dazu
- Finder zeigt meist nur Web- und YouTube-Inhalte, keine E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten
- Kein Qi2-Magnet und noch immer kein Silizium-Karbon-Akku
- Bei aktivem Privacy Display sinkt die Auflösung, vor allem bei der Kamera
- S Pen ist dünner, das Gerät wackelt wegen des Kamerabuckels auf dem Tisch
Seit 14 Tagen nutze ich das Galaxy S26 Ultra als Daily Driver. Das ist noch kein Langzeitbericht, aber meine Meinung nach dem Ersteindruck hat sich verändert, teils zum Positiven, teils zum Negativen.
Hardware: wenig Veränderung
Von Anfang an war klar, dass Samsung bei der S26-Serie nicht viel an der Hardware geändert hat. Das Gerät ist etwas leichter und dünner, aber es fehlt der Qi2-Magnet auf der Rückseite, und noch immer gibt es keinen Silizium-Karbon-Akku. Damit wäre das Gerät dünner, leichter und langlebiger geworden, und ein Magnet hätte dazugepasst. Ich bedauere das sehr. Klar, die meisten nutzen eine Hülle, und dann kann man eine mit Magnet kaufen. Aber bei einem 1.449 € teuren Gerät auf Zubehör zu setzen, damit es aktuelle Hardwarefeatures hat, halte ich nicht für den richtigen Weg.
Now Nudge und Finder: die KI enttäuscht
Nach dem Presseevent war ich überzeugt, dass das S26 Ultra wegen der Software einen Schritt nach vorn macht. Besonders gehypt hat mich Now Nudge, weil es proaktiv auf das reagieren soll, was ich auf dem Bildschirm mache. Genau darauf warte ich seit Langem.
Mein Wunsch wäre: Morgens sagt mir das Smartphone, was heute wichtig ist, fasst die wichtigsten Nachrichten zusammen und gibt mir ein Briefing zu Terminen und To-dos, weil die KI Zugriff auf E-Mails und Nachrichten hat. Es erinnert mich an den Geburtstag meiner Nichte samt Geschenk-Link, schlägt eine Bahnverbindung für die Reise nach Berlin vor und sagt mir, dass ich wegen der Verkehrslage zum Arzttermin schon losfahren sollte. Die Daten und die KI sind ja da, man müsste beide nur verbinden.
Die Realität bei Now Nudge:
- Bei einer Terminanfrage in einer Nachricht erscheint über der Tastatur ein Pop-up mit meinen Terminen, aber nur bei einem konkreten Datum wie „11.03., 18 Uhr“, nicht bei „Freitagmorgen“. So schwierig ist das doch nicht.
- Das Vorschlagen von Fotos zu einem Ort oder Datum funktioniert gut, kommt aber selten vor.
- Mehr passiert nicht. Ich hatte gedacht, sie lernt mit mir mit und begegnet mir nach einiger Zeit in anderen Bereichen. Tut sie aber nicht. Ich hoffe, dass mit längerer Nutzung oder Updates noch etwas kommt.
Beim neuen Finder gefällt mir die Idee, nach einem Stichwort zu suchen und alle Inhalte durchsuchen zu lassen, auch E-Mails und Nachrichten. Theoretisch super, aber es funktioniert nicht so richtig. Meistens werden nur Webinhalte oder YouTube-Videos angezeigt, E-Mails und WhatsApp-Nachrichten offenbar noch nicht.
Privacy Display: ein Gamechanger
Was ich in seiner Nützlichkeit unterschätzt habe und fast grenzenlos nutze, ist das Privacy Display. Volle Bahn, voller Flieger, alles schon gehabt: Ich schreibe entspannt Nachrichten, öffne Banking-Apps oder scrolle durch Social Media, ohne dass mein Sitznachbar etwas sieht.
Es ist eine komplett neue Technologie. Ist das Privacy Display an, ist die Auflösung nicht mehr ganz so gut, weil bestimmte Pixel ausgeschaltet werden. Besonders bei der Kamera hat man starke Einschränkungen, als läge ein Graufilter auf dem Display, auch bei frontalem Blick. Mich stört das nicht. Ich schalte das Privacy Display nur in bestimmten Situationen an und danach wieder aus.
Das Display ist durch die neue Technik einer der wertvollsten und empfindlichsten Teile des Geräts. Werbung: Zum Schutz nutze ich einen Screen Protector von TORRAS, kombinierbar mit dem Q3 Air oder dem Q3 VegSkin Case.
Kamera
Bei den Sensoren gab es keine Veränderungen, aber bei den Objektiven: Die Hauptkamera hat ein 77 % lichtstärkeres Objektiv, die Telekamera ein 37 % lichtstärkeres. Das merkt man besonders bei Aufnahmen bei wenig Licht. Nach 14 Tagen kann ich sagen, dass das S26 Ultra richtig gute Aufnahmen macht, die dem Begriff Ultra-Smartphone 2026 gerecht werden.
- Super Steady: Egal wie ich das Smartphone drehe, das Bild bleibt gerade. Technisch beeindruckend, aber ich hatte in den 14 Tagen selten das Bedürfnis, es zu nutzen, weil ich weniger actionreiche Videos drehe.
- APV-Format: Das Pendant zum ProRes-Modus bei Apple, für professionelle Videoaufnahmen mit guter Nachbearbeitung. Ich habe es nicht genutzt, weil ich mit der Videoqualität ohnehin zufrieden bin. Beides ist für Pro- und Ultra-Nutzer da, wenn sie Verwendung dafür haben.
- Prompter in der Bildbearbeitung: Das nutze ich ab und an. Ich gebe per Sprachbefehl ein, was geändert werden soll, und die KI setzt es in abgefahrener Qualität um.
Akku
Die Akkugröße hat sich nicht verändert, was auf dem Papier sparsam aussieht, besonders im Vergleich zu Honor oder Xiaomi. Durch den effizienteren Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy komme ich auf 8 bis 9 Stunden Display-on-Time. Das sind bei mir als Hardcore-User volle zwei Tage. Ich bin allerdings oft drinnen und im WLAN. Bin ich viel draußen im 5G-Netz, ist die Laufzeit niedriger. Zwei Tage reichen mir aber mehr als aus.
S Pen
Da das Gehäuse dünner geworden ist, ist der integrierte S Pen deutlich spindeliger als beim S25 Ultra. Ich habe ihn bisher kein einziges Mal benutzt. Durch das veränderte Kameradesign wackelt das S26 Ultra außerdem gottlos auf dem Tisch. Ohne Hülle kann man mit dem S Pen darauf nicht schreiben, ohne seekrank zu werden. Weil KI-Funktionen immer mehr auf Sprachsteuerung zielen, vermute ich, dass der S Pen nicht mehr allzu lange Teil der Ultra-Geräte bleibt. Das ist nur meine persönliche Vermutung.
Fazit
Ich werde das S26 Ultra weiter benutzen. Das Testgerät in Kobaltviolett muss ich abgeben, privat beziehungsweise für diesen Kanal habe ich mir die Farbe Pink Gold gekauft, passend zu den Galaxy Buds 4 Pro. Ich beobachte vor allem die KI-Funktionen weiter und gebe euch ein Update.
Fragen und Antworten
- Wie gut ist die Akkulaufzeit des Galaxy S26 Ultra?
- Jen kommt auf 8 bis 9 Stunden Display-on-Time, was bei ihr volle zwei Tage sind, allerdings oft in Innenräumen und im WLAN. Viel Nutzung im 5G-Netz draußen verkürzt die Laufzeit.
- Was kann Now Nudge beim Galaxy S26 Ultra?
- Now Nudge soll proaktiv auf das reagieren, was du auf dem Bildschirm machst. Bisher zeigt es bei Terminanfragen mit konkretem Datum deinen Kalender und schlägt Fotos zu einem Ort oder Datum vor. Bei Angaben wie „Freitagmorgen“ klappt das nicht.
- Wie funktioniert das Privacy Display des Galaxy S26 Ultra?
- Es ist ein eingebauter Sichtschutz, den du bei Bedarf an- und ausschaltest. Dabei werden bestimmte Pixel ausgeschaltet, die Auflösung sinkt etwas, und die Kamera ist stärker eingeschränkt.
- Lohnt sich der S Pen beim Galaxy S26 Ultra?
- Jen hat ihn bisher nicht benutzt. Er ist deutlich dünner, und das Gerät wackelt wegen der Kamerabeulen ohne Hülle so auf dem Tisch, dass Schreiben keinen Spaß macht.