Galaxy S24 Ultra nach 7 Tagen: Ich habe mich geirrt
Fazit in Kürze
Nach einer Woche sagt Jen, dass sich ein Upgrade vom Galaxy S23 Ultra auf das S24 Ultra lohnen könnte. Kleine Änderungen bei Design, Display, Prozessor und vor allem die KI-Funktionen wie Circle to Search und Live-Übersetzer machen im Alltag den Unterschied.
Tops
- Liegt trotz Größe durch flaches Display und neue Maße ausgewogener in der Hand
- Titanrahmen mit angenehmer Haptik, keine Fingerabdrücke am Rahmen
- Brutal scharfes und mit 2.600 Nits sehr helles Display
- Snapdragon 8 Gen 3 spürbar schneller, Einrichtung rasend schnell
- Circle to Search, Live-Übersetzer beim Telefonieren und Dolmetscher
- Akku mit 5.000 mAh hält mehr als zwei volle Tage
Flops
- Hüllen des S23 Ultra passen nicht mehr
- Gewicht nur 1 g gesunken, mit 6,8 Zoll weiterhin ein Klopper
- Gerät bleibt rutschig
Ich habe das Samsung Galaxy S24 Ultra jetzt knapp eine Woche im Einsatz. Es ist mein neuer Daily Driver, und ich sage inzwischen sogar, dass sich ein Upgrade vom Galaxy S23 Ultra lohnen könnte. Ein Video zu den Unterschieden auf dem Papier gab es schon. Erst nach ein paar Tagen im echten Leben merkt man, wo die wahren Veränderungen spürbar sind.
Design: kleine Änderungen, große Wirkung
Auf dem Papier hat sich beim Design wenig getan, aber genug, dass die Hüllen des S23 Ultra nicht mehr passen. Das S24 Ultra ist 1 mm kürzer, 0,9 mm breiter und 0,3 mm dünner. Zusammen mit dem jetzt flachen Display liegt es für mich überraschend besser in der Hand. Das 1 mm in Länge und Breite macht es ausgewogener, das begrüße ich, denn mit 6,8 Zoll ist es wie das S23 Ultra ein richtiger Klopper.
Beim Gewicht hat sich nichts getan, es ist 1 g leichter. Das merkt man natürlich nicht. Ich hatte gehofft, dass wir etwa 5 g herunterkommen.
Durch den Titanrahmen fühlt sich die Haptik etwas rauer an, was ich sehr angenehm finde. Rutschfester ist es nicht geworden, es bleibt ein flutschiges kleines Scheißerchen. Dafür gibt es selbst am Rahmen keine Fingerabdrücke mehr. Titanium Grey ist die schönste Farbe, die ich je bei einem Smartphone gesehen habe.
Display
Man merkt jetzt die dünneren, exakt symmetrischen Ränder und das brutal scharfe, helle Display. Normalerweise stelle ich die Auflösung auf Quad HD+. Beim S24 Ultra ist das Display aber so gestochen scharf, dass mir die Augen wehtaten, und ich habe es auf Full HD+ gestellt. Wer sehr scharfe Displays mag, ist hier richtig. Mit 2.600 Nits ist es das hellste auf dem Smartphone-Markt. Nicht umsonst setzt sogar Apple bei seinen iPhones auf Samsung-Displays.
Im Ganzen gehört das S24 Ultra bei Design und Verarbeitung zum Hochwertigsten, was der Markt zu bieten hat.
Prozessor und Galaxy AI
Ich hatte Zweifel, ob man den Unterschied zwischen dem Snapdragon 8 Gen 2 im S23 Ultra und dem Snapdragon 8 Gen 3 im S24 Ultra überhaupt merkt. Schon beim Einrichten ist klar, dass hier noch eine Schippe draufgelegt wurde. Früher musste man bei den Galaxys zwischendurch 10 bis 20 Sekunden warten. Das S24 Ultra peitscht durch den Einrichtungsprozess. Ob man diese Performance braucht, ist eine andere Frage. Ich glaube aber, dass sie nötig ist, um die neuen KI-Funktionen so ruckelfrei und schnell zu machen. Einige davon kommen auch auf das S23 Ultra, ich bin gespannt, ob sie dort genauso schnell laufen.
- Circle to Search: Man kreist ein, was man sieht, und bekommt binnen eines Bruchteils einer Sekunde Ergebnisse. Neben dem Live-Übersetzer beim Telefonieren ist das für mich das Highlight der Galaxy AI. Es vereinfacht die Suche enorm, das versteht man erst, wenn man es selbst ausprobiert hat.
- Weitere Funktionen: Ungewollte Menschen aus Urlaubsfotos radieren, im Urlaub den eigenen Dolmetscher dabeihaben.
Allen, die sagen, das sei Schnickschnack, widerspreche ich. Dolmetscher und Live-Übersetzung beim Telefonieren lassen Sprachbarrieren wegfallen. Man kann sich auf der entlegensten Insel Thailands fließend mit Einheimischen unterhalten. Die Sprachbarriere ist für viele ohne Englischkenntnisse ein triftiger Grund, nicht in ferne Länder zu reisen. Das trägt dazu bei, dass unsere Welt zusammenrückt.
Kamera und Akku
Bei der Kamera gibt es nur eine Änderung: Die zweite Telelinse hat jetzt fünffachen statt zehnfachen optischen Zoom. Dafür hat sie 50 statt 10 Megapixel, und es kommt mehr Licht herein. Entscheidet bei den Aufnahmen im Video selbst, welche euch besser gefallen, vom S23 Ultra oder vom S24 Ultra.
Der Akku hat weiterhin 5.000 mAh. Mit dem neuen Prozessor komme ich aber durch mehr als zwei volle Tage.
Fazit
Manchmal haben gerade kleine Veränderungen große Auswirkungen: Millimeter im Design, ein paar Nits mehr Helligkeit, ein Übersetzungsfeature, das nun auch bei Telefonaten funktioniert. Das war in der Entwicklung wahrscheinlich keine Raketenwissenschaft. Aber so kann die Sprache, mit der wir aufgewachsen sind, keine Barriere mehr sein. Ich wünsche mir, dass Samsung und andere solche oft belächelten kleinen Änderungen weiter in unseren Alltag integrieren, denn nur so kommen wir weiter: one step at a time. Das war das erste von mehreren Reviews und Vergleichen zum S24 Ultra nach einer Woche.
Fragen und Antworten
- Lohnt sich das Upgrade vom Galaxy S23 Ultra auf das S24 Ultra?
- Jen hält es nach einer Woche für möglich. Prozessor, Display, Haptik und vor allem die neuen KI-Funktionen sind im Alltag spürbar, auch wenn viele Änderungen klein wirken.
- Wie hat sich die Kamera des S24 Ultra gegenüber dem S23 Ultra verändert?
- Die zweite Telelinse hat nur noch fünffachen statt zehnfachen optischen Zoom, löst aber mit 50 statt 10 Megapixeln auf. Dadurch kommt mehr Licht herein.
- Wie lange hält der Akku des Galaxy S24 Ultra?
- Der Akku hat weiterhin 5.000 mAh. Mit dem neuen Prozessor kommt Jen damit durch mehr als zwei volle Tage.
- Was sind die Highlights der Galaxy AI auf dem S24 Ultra?
- Für Jen sind es Circle to Search und die Live-Übersetzung beim Telefonieren. Dazu kommen Radieren ungewollter Personen aus Urlaubsfotos und ein Dolmetscher für Reisen.