Galaxy S22 Ultra im Erfahrungsbericht: Kamera und Akku im Test in Paris
Fazit in Kürze
Das Galaxy S22 Ultra ist ein Premium-High-End-Smartphone mit S Pen, starker Kamera und gutem Akku. Jen spricht nur bedingt eine Kaufempfehlung aus: für alle, die S Pen im Gehäuse, das neueste Modell oder die Kamera-Upgrades wollen und das Geld haben.
Tops
- S Pen im Gehäuse, für Jen der beste digitale Stift
- Kamera in einer eigenen Liga, extrem scharf, starker Zoom
- Display mit 1.750 Nits und adaptiven 120 Hz
- Vier Jahre Update-Garantie, bis mindestens Android 16
- Akku mit 5.000 mAh hält mehr als einen Tag
- Performance mit dem April-Update nahezu einwandfrei
Flops
- Design fast eins zu eins vom zwei Jahre alten Note 20 Ultra
- Rückseite aus Glas und Rahmen sind glitschig, ein Case ist nötig
- Kein Ladeadapter dabei, ein 45-Watt-Netzteil kostet bei Samsung 49,99 €
- Stereolautsprecher nicht ganz so satt wie beim iPhone 13 Pro Max
- In Europa Exynos statt Snapdragon
Ich habe endlich das Ersatzgerät für mein Galaxy S22 Ultra bekommen. Welche Stadt eignet sich besser, um es auf Herz und Nieren und vor allem die Kamera zu testen, als Paris? Das Gerät habe ich wie immer selbst bezahlt. Hier ist mein Erfahrungsbericht, gedreht vor der Kulisse von Paris.
S Pen
Der S Pen ist für mich der beste digitale Stift auf dem Markt, vor allem wegen der weichen Spitze und des angenehmen Schreibgefühls. Es gibt keine klappernden Geräusche wie beim Apple Pencil mit der Plastikspitze. Samsung hat ihn noch schneller gemacht, die Verzögerung wurde im Vergleich zum Note 20 Ultra deutlich verringert. Ich nutze ihn zum Notizenschreiben, Dokumente Unterzeichnen, Bilder Bearbeiten und als Auslöser für die Kamera. Die Gestensteuerung nutze ich im Alltag nicht.
Kamera
Die Kamera spielt in ihrer eigenen Liga. Sie liefert extrem scharfe Fotos, der Zoom ist unglaublich, und es macht bei Fotos wie Videos richtig Spaß. In den Videoeinstellungen kann man jetzt HDR10+ manuell einstellen. Das verbessert Kontrast und Farbwiedergabe von Videos der Hauptkamera, und der Unterschied ist gravierend. Bei Fotos kann man bei der Hauptkamera 108 Megapixel einstellen. Die Bilder werden noch schärfer, aber die Dateigröße steigt deutlich.
Display, Design und Haptik
- Display: Mit 1.750 Nits ist das Display unfassbar hell, in der prallen Sonne bleibt es kontrastreich und gut ablesbar. Zusammen mit dem adaptiven 120-Hz-Panel ist es für mich aktuell das beste Smartphone-Display auf dem Markt. Die abgerundeten Displayränder des 6,8-Zoll-Displays mag ich, weil das sperrige Gerät dadurch besser in der Hand liegt. Das ist Geschmackssache.
- Material: Vorne und hinten ist Corning Gorilla Glass Victus Plus verbaut, was zum Premium-Gefühl beiträgt.
- Design: Ein kleines Geschmäckle hat, dass nahezu eins zu eins das Design des zwei Jahre alten Note 20 Ultra verwendet wurde. Bei dem Preis hätte ich mir ein etwas neueres Design gewünscht.
- Griff: Die Glasrückseite und die Hochglanz-Aluminiumkanten sind sehr edel und leider ziemlich glitschig. Deshalb empfehle ich für das teure Gerät dringend ein Case. Werbung: Ich nutze beim S22 Ultra und beim normalen S22 die superleichten, schlanken Cases von CACOE. Sie passen exakt, tragen nicht auf, und die Knöpfe bleiben gut bedienbar. Die Links stehen in der Videobeschreibung.
Updates, Akku und Laden
Neu ist die Update-Garantie von vier Jahren. Die Geräte kamen mit Android 12 heraus, es gibt also mindestens bis Android 16 Updates. Das finde ich sehr lobenswert, ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.
Der Akku hat 5.000 mAh und ist wirklich sehr gut. Bei meinem Heavy-User-Verhalten hält er mehr als einen Tag, bei normaler Nutzung gerne anderthalb Tage. Das S22 Ultra lädt mit 45 Watt, aber ein Schnellladeadapter ist nicht dabei. Er kostet bei Samsung noch einmal 49,99 €. Damit zieht Samsung mit Apple gleich.
Lautsprecher, Entsperren und Performance
Die Stereolautsprecher finde ich sehr gut, sie kommen aber nicht an den satten Sound des iPhone 13 Pro Max heran. Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display funktioniert sehr zuverlässig und entsperrt irre schnell. Meistens brauche ich ihn aber nicht, weil ich die Gesichtserkennung eingerichtet habe, die extrem gut und schnell funktioniert, nur nicht mit Maske.
Die spannende Frage ist die Performance. Deswegen habe ich mein erstes S22 Ultra aus der Vorbesteller-Aktion zurückgeschickt und den Test abgebrochen. Mit dem neuen Gerät und dem April-Update ist die Performance in 99,9 Prozent der Nutzung nahezu einwandfrei. Das S22 Ultra läuft rasend schnell ohne Verzögerungen und Ruckler. Mini-Ruckler in 0,1 Prozent meiner Nutzung sind durchaus vertretbar. Ich hätte mir gewünscht, dass wir in Europa wie der Rest der Welt den Snapdragon-Chip bekommen. Mit dem Exynos komme ich inzwischen aber gut klar.
Fazit: Für wen lohnt sich das Galaxy S22 Ultra?
Eine Kaufempfehlung spreche ich nur bedingt aus. Wer einen S Pen haben möchte, den man im Gehäuse versenken kann, zwingend das neueste Samsung-Modell oder die wenigen, dafür herausragenden Kamera-Upgrades haben möchte und das Geld dafür übrig hat, kann sich das Gerät kaufen. Es ist ein Premium-High-End-Smartphone. Wer sich darin nicht wiederfindet, kann sich das wesentlich günstigere Galaxy S21 Ultra, den Vorgänger, oder das S22 Plus ansehen.
Fragen und Antworten
- Wie lange bekommt das Galaxy S22 Ultra Updates?
- Samsung gibt eine Update-Garantie von vier Jahren. Weil das Gerät mit Android 12 erschienen ist, gibt es mindestens bis Android 16 Updates.
- Wie lange hält der Akku des Galaxy S22 Ultra?
- Der 5.000-mAh-Akku hält bei Jens Heavy-User-Verhalten mehr als einen Tag, bei normaler Nutzung auch gerne anderthalb Tage. Das Gerät lädt mit 45 Watt.
- Ist ein Ladegerät beim Galaxy S22 Ultra dabei?
- Nein. Ein Schnellladeadapter ist nicht dabei und kostet bei Samsung noch einmal 49,99 €.
- Wie ist die Performance des Galaxy S22 Ultra nach den Updates?
- Mit dem Ersatzgerät und dem April-Update ist die Performance nach Jens Eindruck in 99,9 Prozent der Nutzung einwandfrei, mit nur minimalen Rucklern in etwa 0,1 Prozent.
- Lohnt sich das Galaxy S22 Ultra?
- Nur bedingt. Es lohnt sich für alle, die den S Pen im Gehäuse, das neueste Modell oder die Kamera-Upgrades haben wollen. Alternativen sind das günstigere Galaxy S21 Ultra oder das S22 Plus.