Ein Jahr mit dem Galaxy S22 Ultra: Mein Erfahrungsbericht vor dem S23 Ultra
Fazit in Kürze
Nach einem Jahr ist das Galaxy S22 Ultra für Jen ein echtes Flaggschiff geworden, auch nach holprigem Start. Im Januar 2023 hält sie es nicht für veraltet. Wer sparen will, wartet den Marktstart der S23-Serie ab, danach dürfte der Preis sinken.
Tops
- Gestochen scharfes und sehr helles Display
- Kamera, mit der Fotos und Videos Spaß machen
- Liegt trotz Größe dank abgerundeter Displaykanten gut in der Hand
- Integrierter S Pen, zum Beispiel zum Unterschreiben von Dokumenten
Flops
- Holpriger Start: ruckelte, hing sich auf und Videoaufnahmen waren zunächst nicht möglich
- Exynos-Prozessor war die Ursache der Performanceprobleme, die erst durch viele Updates behoben wurden
- Abgerundete Displays sind nicht jedermanns Sache
Das Galaxy S22 Ultra bekommt bald einen Nachfolger: Am 1. Februar 2023 wird das Galaxy S23 Ultra auf dem Samsung-Unpacked-Event vorgestellt. Durch die Links im Internet wissen wir schon recht genau, was uns erwartet. Je näher der Termin rückte, desto mehr habe ich mich gefragt, ob das S22 Ultra jetzt ein veraltetes Smartphone ist oder ob sich der Kauf gerade jetzt lohnt. Dies ist mein Rückblick auf ein Jahr mit dem S22 Ultra, vielleicht auch ein kleiner Abschiedsbrief.
Der Start im Februar 2022
Am 9. Februar 2022 wurde die Galaxy-S22-Serie vorgestellt. Nach dem Ende der Note-Reihe ist das S22 Ultra das erste Galaxy-Smartphone, das Note und S-Reihe vereint: ein Gerät, das aussieht wie das Note 20 Ultra, mit den Spezifikationen eines Galaxy-S-Flaggschiffs und integriertem S Pen. Wie viele von euch habe ich es vorbestellt.
Ich war zu Beginn enttäuscht. Das S22 Ultra war nahezu nicht zu gebrauchen: Es ruckelte an allen Ecken und Enden, hängte sich auf, und an Videoaufnahmen war nicht zu denken. Dazu habe ich ein eigenes Video gemacht. Die Performance war so schlecht, dass ich es einschickte und zwei Wochen später ein neues bekam. Das war etwas besser, aber weit von einem Flaggschiff entfernt. Ursache war der Samsung-eigene Exynos-Prozessor. Mit gefühlten 1.525 Updates wurde das im Lauf des Jahres behoben, und nach ein paar Monaten hatte ich endlich ein echtes Flaggschiff in der Hand, für das ich ja auch bezahlt habe.
Was mir gefallen hat
Nach und nach konnte ich die Vorzüge genießen:
- Display: gestochen scharf und super hell.
- Kamera: Es macht Spaß, damit Fotos und vor allem Videos zu machen.
- Haptik: Durch die abgerundeten Displaykanten liegt es trotz der Größe gut in der Hand. Abgerundete Displays sind nicht jedermanns Sache, ich mag das Gefühl sehr.
- S Pen: Damit habe ich unter anderem Dokumente unterschrieben.
Ich habe mit dem S22 Ultra gearbeitet, Videos geschaut, unzählige Fotos gemacht und bearbeitet, soziale Medien genutzt, hunderte WhatsApp-Nachrichten geschrieben, das Gerät optisch mit Themes personalisiert, Smartwatches und Kopfhörer gekoppelt und die besten Tipps und Tricks herausgefunden. Wir sind gemeinsam gereist. Ich habe es wirklich liebgewonnen.
Der Ausblick auf das S23 Ultra
Jetzt ist die Zeit, mich zu verabschieden, denn der Nachfolger ist auf dem Weg, und den werde ich mir zulegen, nicht zuletzt, weil es endlich meine Lieblingsfarbe Olivgrün gibt. Ich freue mich vor allem darauf, dass statt des Exynos der neue Snapdragon 8 Gen 2 verbaut ist. Ich hoffe, das Ding geht ab wie eine Rakete.
Auch bei der Kamera soll es eine Weiterentwicklung geben: Die Hauptkamera soll 200 Megapixel haben. Zum Vergleich: Das im September erschienene iPhone 14 Pro hat eine 48-Megapixel-Kamera. Die reine Megapixelzahl sagt aber nichts über die Qualität, denn der meiste Zauber liegt in der Software und der Bildverarbeitung. Gemunkelt wird außerdem von 8K-Videos mit 30 fps.
Vorsicht beim Preis: Vor wenigen Tagen wurden die angeblichen Europa-Preise von einem französischen Leak veröffentlicht, und mir ist fast der Champagner ins Frühstücksei gefallen. Angeblich, mit Vorsicht zu genießen, soll das S23 Ultra in der kleinsten Speichervariante ab 1.419 € zu haben sein.
Fazit: Ist das S22 Ultra veraltet?
Ich finde, auf gar keinen Fall. Es ist nach wie vor ein absolutes Flaggschiff, das mit dem aktuellen iPhone 14 Pro mithalten kann. Wer ein bisschen Geld sparen möchte, aber nicht auf neueste Technik verzichten will, ist auch 2023 mit dem S22 Ultra gut beraten. Wer mit dem Kauf liebäugelt, sollte den Erscheinungstermin der S23-Serie abwarten, danach wird das S22 Ultra im Preis noch einmal sinken.
Fragen und Antworten
- Ist das Galaxy S22 Ultra Anfang 2023 veraltet?
- Nein. Jen hält es mit allen Spezifikationen weiterhin für ein absolutes Flaggschiff, das mit dem iPhone 14 Pro mithalten kann.
- Welche Probleme hatte das Galaxy S22 Ultra zum Start?
- Es ruckelte, hängte sich auf, und Videoaufnahmen waren kaum möglich. Jen schickte ihr erstes Gerät ein. Die Ursache war laut ihr der Samsung-eigene Exynos-Prozessor, die Probleme wurden im Lauf des Jahres durch Updates behoben.
- Sollte man vor dem Galaxy S23 Ultra noch ein S22 Ultra kaufen?
- Jen rät, den Erscheinungstermin der S23-Serie abzuwarten. Danach werde das S22 Ultra im Preis noch einmal sinken.
- Was soll das Galaxy S23 Ultra laut Gerüchten bieten?
- Den Snapdragon 8 Gen 2 statt Exynos, eine 200-Megapixel-Hauptkamera und 8K-Videos mit 30 fps. Als Preis kursierte in Frankreich angeblich 1.419 € für die kleinste Speichervariante.