HUAWEI MateBook 14 (2024) Erfahrungsbericht: Der beste Alltags-Laptop?
Fazit in Kürze
Das HUAWEI MateBook 14 (2024) ist ein gelungenes Upgrade mit mehr Leistung, besserem OLED-Display, dünnen Rändern und größerem Akku. Es eignet sich für Standardanwendungen, für 4K-Videoschnitt empfiehlt Jen das MateBook X Pro.
Tops
- 14,2-Zoll-OLED mit 120 Hz, 2,8K und 91 % Screen-to-Body
- Hochwertige Verarbeitung, 1,31 kg und 14,4 mm schlank
- Tolle Tastatur und akkurater Fingerabdruckscanner im Power-Button
- Leise und flüssig bei Standardanwendungen
- Unterstützt den M-Pencil der dritten Generation
- 70-Wattstunden-Akku
Flops
- Zweiter USB-A- statt zweitem USB-C-Anschluss
- Zu schwach für Schnitt ganzer 4K-YouTube-Videos
- M-Pencil nicht im Lieferumfang, Display lässt sich nicht flach aufklappen
- Ultra 7 nur in der grünen Farbvariante
- HUAWEI-Features funktionieren nur mit HUAWEI-Geräten
HUAWEI hat die neueste Version des MateBook 14 herausgebracht, ein richtig schönes Upgrade zum Vorjahresmodell. Es gibt es in Grau mit Intel Core Ultra 5, 16 GB RAM und 512 GB Speicher oder in Grün, wie ich es habe, mit Intel Core Ultra 7, 16 GB RAM und 1 TB Speicher. Getoppt wird es nur vom ebenfalls neuen MateBook X Pro. Die kurze Version: Das MateBook 14 ist für alle, die einen aktuellen, leistungsstarken Laptop wollen, aber keine High-End-Leistung etwa fürs Videoschneiden brauchen.
Farbe, Preis und Upselling
Ich habe schon Apple für die Upselling-Politik kritisiert, und ich habe das leise Gefühl, dass bei HUAWEI über die Farbe Ähnliches passiert:
| Modell | Prozessor und Speicher | Farbe | UVP |
|---|---|---|---|
| MateBook 14 | Core Ultra 5, 16 GB RAM, 512 GB | Grau | – |
| MateBook 14 | Core Ultra 7, 16 GB RAM, 1 TB | Grün | 1.399 € |
| MateBook X Pro | Core Ultra 9, 32 GB RAM, 2 TB (stärkste Ausführung) | Schwarz | kleinste Ausführung 1.999 € |
Ich mag das grüne Modell, die Farbe ist gelungen und geht auch im Beruf. Wer Grün nicht mag, muss aber entweder zum mindestens 600 € teureren MateBook X Pro greifen, das in der kleinsten Ausführung dieselben Specs wie das grüne MateBook 14 hat, aber ein ultraleichtes, dünnes Design, ein besseres Display und nette Zusatzfeatures. Oder man downgradet beim Grau auf Leistung und Speicher und spart 300 €. Schön wäre von jedem Modell eine neutrale Farbvariante.
Gehäuse und Anschlüsse
Das Gehäuse ist 14,4 mm schlank, das Gerät wiegt 1,31 kg und ist damit 1,5 mm schlanker und 8 g leichter als der Vorgänger. Es ist hochwertig verbaut, ohne Spalten, nichts knackt. Links gibt es HDMI, eine Klinkenbuchse, einen USB-A- und einen USB-C-Anschluss. Rechts ist leider statt eines zweiten USB-C-Anschlusses ein zweiter USB-A-Anschluss. Ich hätte mir USB-C gewünscht, denn darüber wird alles geladen, und Festplatten und Kartenadapter laufen auch darüber. Jetzt muss ich zwischen Laden und Festplatte wählen oder einen Adapter kaufen. Das ist an den Bedürfnissen der Nutzer vorbeikonstruiert.
Werbung: soundcore Boom 2 Plus
Mitten im Video stelle ich als Werbung den tragbaren Bluetooth-Lautsprecher Boom 2 Plus von soundcore vor. Das gehört nicht zum Test des Laptops. Die Links findet ihr unten im Artikel.
Meine drei Highlights
Platz 3: Tastatur und Fingerabdruckscanner. Die rahmenlose Tastatur ist wie bei einem MacBook unglaublich angenehm, mit leichtem Anschlag, und genauso leise. Das Touchpad ist optimal groß und reagiert ohne Verzögerung. Im Power-Button sitzt ein Fingerabdruckscanner, der kein einziges Mal nicht funktioniert hat. So akkurat habe ich das selten erlebt.
Platz 2: Das OLED-Display. Es ist keine 14 Zoll mehr groß, sondern 14,2 Zoll, mit 120 Hz und 2,8K-Auflösung. Es wird bis zu 450 Nits hell, heller als der Vorgänger mit 300 Nits. Die Screen-to-Body-Ratio liegt bei 91 %. Zum Vergleich: Das MacBook Air 2024 hat 82 %, das Samsung Galaxy Book 4 Pro 81 %. Das lässt das MateBook 14 sehr modern aussehen. Das Display hat die Zertifizierung TÜV Rheinland Eye Comfort 2.0 mit 1.920 Hz hochfrequentem PWM-Dimming, das Flackern bei wenig Licht vermeidet und die Augen schont. Zusätzlich wird Blaulicht verringert. Es ist ein Touchdisplay und unterstützt den M-Pencil der dritten Generation, der leider nicht im Lieferumfang ist. Schade, denn zum Unterschreiben oder für Notizen ist das ein Mehrwert. Ich hätte mir gewünscht, das Display wenigstens um 180° flach auf den Tisch aufklappen zu können, denn sonst ist Schreiben schwierig.
Platz 1: Die Power. Im Inneren stecken der Intel Core Ultra 7, eine Intel-Arc-Grafik und 16 GB RAM. Dazu kommt eine NPU für KI, die wie bei allen Laptops noch überschaubar ist: intelligente Suche, Kameraanpassung und intelligente Lüftersteuerung. Im Edge-Browser gibt es den Copilot, hier werden bald sicher neue Funktionen kommen.
Die Lüftersteuerung bekommt HUAWEI richtig gut hin. Bei Surfen, E-Mails, Office und sogar Teams-Sitzungen ist der Lüfter kaum bis gar nicht zu hören. Beim Export eines Videos springt er kurz an und wird danach wieder leise.
Performance im Alltag
Ich komme nicht mit Benchmarks, denn die haben meiner Meinung nach mit der Realität nichts zu tun. Bei Standardanwendungen wie E-Mails, Browser, Excel, Word, PowerPoint, Spezialsoftware, Videokonferenzen mit Bildschirmteilen und Videos schauen läuft das MateBook 14 flüssig, schnell und leise. Auch kleinere Videos, etwa eine Instagram-Story oder ein Short, schneidet es problemlos, wobei ab und an der Lüfter anspringt. An seine Grenzen kommt es beim Schneiden eines ganzen YouTube-Videos mit vielen 4K-Dateien und mehreren Spuren. Das ist für mich immer der ultimative Stresstest. Es dauert dann immer ein paar Sekunden, bis der Schnitt verarbeitet wird, und das wird irgendwann unerträglich. Für Standardanwendungen ist die Performance mit dem Core Ultra 7 mehr als top. Wer 4K-Videos schneiden will, sollte mindestens auf das MateBook X Pro mit Core Ultra 9 und 32 GB RAM upgraden.
Funktionen: Link to Windows und HUAWEI
Wie alle Windows-Laptops hat das MateBook 14 Link to Windows. Damit spiegelt ihr euer Android-Smartphone oder iPhone auf den Laptop, bedient es von dort und tauscht Fotos und Dokumente per Drag and Drop aus. Ich finde es super, weil man mal eben auf eine WhatsApp antworten kann, ohne das Smartphone in die Hand zu nehmen und abgelenkt zu werden.
Im HUAWEI PC Manager gibt es eigene Funktionen: ein Tablet als zweiten Bildschirm nutzen, geräteübergreifend suchen und HUAWEI Share, analog zu Apples AirDrop und Samsungs Quick Share. Sie funktionieren nur mit einem HUAWEI-Tablet oder -Smartphone, bei dem man mit derselben HUAWEI ID angemeldet ist. Das kennen wir so auch von Samsung und Apple, aber die wenigsten haben derzeit HUAWEI-Geräte. Ich habe gelesen, dass auch einige Honor-Smartphones kompatibel sein sollen, das muss ich mir noch anschauen.
Geräteunabhängig gibt es den Super Hub, eine immer sichtbare Zwischenablage für Dokumente, Fotos oder Links. Mit einem weiteren HUAWEI-Gerät könnte man die Inhalte auch dort einfügen. Das ist wie das Clipboard in der Samsung-Tastatur, nur für den Laptop.
Fazit
Das MateBook 14 in der 2024er Version ist ein sehr gelungenes Upgrade zum Vorgänger: mehr Leistung, besseres Display mit krass dünnen Rändern und mit 70 Wattstunden ein größerer Akku. Man hat die Wahl zwischen Core Ultra 5 und Core Ultra 7 für 1.399 € UVP. Schade finde ich, dass es den Ultra 7 nur in Grün gibt und die HUAWEI-Features nur im HUAWEI-Kosmos funktionieren. Ich gehe davon aus, dass der Preis mit der Zeit fällt. Wenn es dann etwa 200 € günstiger ist, bekommt man ein richtig gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Würde ich einen Windows-Laptop für Standardanwendungen und gelegentlich ein paar Bilder und Urlaubsvideos suchen, käme das MateBook 14 in meine engere Auswahl. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy Book 4 Pro in 14 Zoll mit demselben Prozessor und RAM, aber nur 512 GB Speicher, kostet 500 € mehr. Es hat eine etwas bessere Displayauflösung, aber wesentlich dickere Ränder und die Samsung-Features wie Quick Share. Ob man die nutzt und ob sich 500 € mehr dafür lohnen, muss man sich fragen.
Fragen und Antworten
- Was kostet das HUAWEI MateBook 14 (2024)?
- Es gibt eine graue Variante mit Intel Core Ultra 5, 16 GB RAM und 512 GB. Die grüne mit Core Ultra 7, 16 GB RAM und 1 TB kostet 1.399 € UVP.
- Für wen ist das HUAWEI MateBook 14 (2024) geeignet?
- Für alle, die einen aktuellen, leistungsstarken Laptop für Büro, Surfen, Videokonferenzen und kleinere Videos wollen, aber keine High-End-Leistung für Videoschnitt brauchen.
- Kann man auf dem HUAWEI MateBook 14 (2024) Videos schneiden?
- Kleinere Videos wie Stories oder Shorts gehen problemlos. Ein ganzes 4K-YouTube-Video mit mehreren Spuren ist laut Jen zu viel. Dafür empfiehlt sie das MateBook X Pro.
- Wie ist das MateBook 14 im Vergleich zum Galaxy Book 4 Pro?
- Das Galaxy Book 4 Pro in 14 Zoll hat denselben Prozessor und RAM, aber nur 512 GB Speicher, kostet 500 € mehr, hat etwas bessere Auflösung, aber dickere Ränder.