Samsung Galaxy Watch 4: Unboxing und Einrichten mit Wear OS
Fazit in Kürze
Die Galaxy Watch 4 gefällt mir als Ersteindruck wegen schlankem Gehäuse, Armband und Wear OS sehr gut. Google Pay und Google Assistant fehlten bei mir noch, und die Körperfettmessung lieferte unplausible Werte. Mit iPhones funktioniert die Uhr nicht mehr.
Tops
- Neues Design schlanker als die Galaxy Watch 3, Aluminiumrahmen matt gebürstet
- Ladegerät ist im Lieferumfang
- Mit 25,9 g sehr leicht
- Google Maps mit Minikarte auf der Uhr
- Neue Sensoren für Blutdruck und Körperzusammensetzung
Flops
- Nicht mehr mit dem iPhone nutzbar
- Google Pay und Google Assistant waren bei Jen noch nicht verfügbar
- Körperzusammensetzung muss an der Uhr am rechten Arm bedient werden, unpraktisch für Linkshänder
- Messergebnis der Körperfettanalyse wirkte unplausibel
Ich habe die Samsung Galaxy Watch 4 ausgepackt und direkt in Betrieb genommen. Auf die neuen Funktionen habe ich mich besonders gefreut, vor allem auf Wear OS und die neuen Sensoren. Die Uhr habe ich wie immer selbst gekauft, es ist keine Werbung. Das hier ist ein Ersteindruck.
Unboxing und Lieferumfang
Ich habe die Uhr auf der Samsung-Webseite selbst zusammengestellt: das Gehäuse und ein anderes Armband. Deshalb kam sie in einer neutralen Verpackung. Die finde ich nicht ganz so schön wie die Originalverpackung.
In der Box sind:
- Quick-Start-Guide in mehreren Sprachen
- Garantiekarte
- Ladegerät. Es sieht aus wie das der Vorgänger. Ich probiere es noch aus, aber dass es mitgeliefert wird, ist schon ein großer Pluspunkt.
Ich habe die 40-mm-Variante gewählt, die für mein Handgelenk völlig ausreicht. Das neue Design finde ich sehr schick und schlank, im Vergleich zur Galaxy Watch 3 ist das Gehäuse deutlich schlanker. Der Aluminiumrahmen ist matt gebürstet. Das Armband habe ich separat bestellt, in einem dunklen, dezenten, matten Grün. Es passt zu meinem olivgrünen Galaxy Tab. Die Haptik ist hochwertig, das Silikon weich und flexibel. Sehr schön passt die Uhr auch zum Galaxy Z Flip 3.
Technische Daten
| Galaxy Watch 4 (40 mm) | |
|---|---|
| Rahmen | Aluminium |
| Display | 1,2 Zoll Super AMOLED |
| Speicher | 16 GB |
| Akku | 247 mAh, laut Samsung bis zu 40 Stunden |
| Gewicht | 25,9 g |
Zum Schwimmen kann man die Uhr durchaus tragen. Neben den bekannten Sensoren wie EKG und Schlafanalyse kann sie jetzt den Blutdruck messen. Dafür braucht man anfangs ein externes Blutdruckmessgerät zum Kalibrieren. Neu ist auch die bioelektrische Impedanzanalyse. Ein neuer Sensor analysiert Gewicht, Körperfett, Muskelmasse und Wasserhaushalt. Das soll helfen, Ernährung und Sport gezielt einzusetzen, um Fitness- und Gewichtsziele zu erreichen.
Wear OS und das Ende der iPhone-Unterstützung
Die größte Neuerung ist das Betriebssystem. Die Galaxy Watch 4 und die Watch 4 Classic sind die ersten Samsung-Uhren mit Google Wear OS, Powered by Samsung. Viele Google-Apps sind über ein kompatibles Samsung-Smartphone nutzbar, zum Teil schon, zum Teil sollen sie freigeschaltet werden. Ich freue mich besonders auf Google Pay, Google Maps und den Google Assistant.
Eine mutige Veränderung: Die Uhr ist nicht mehr mit dem iPhone nutzbar, sondern nur noch mit Android. Ich kenne viele iPhone-Besitzer, die wegen des schönen Designs und der höheren Akkulaufzeit auf eine Galaxy Watch gesetzt haben. Diese Nutzer fallen wohl künftig weg.
Einrichten
- Auf dem Smartphone ist die Galaxy-Wearable-App nötig. Dort füge ich die Galaxy Watch 4 hinzu.
- Sprache und Region wählen. Die Region musste ich ein zweites Mal setzen, dann war ein Neustart nötig.
- Die Uhr wird erkannt, der Code wird bestätigt, die Software lädt.
- Datenschutzhinweis und Nutzungsbedingungen von Google bestätigen. Dazu gehören Cloud-Synchronisierung, Fehlerberichte und Standort. Ich stimme einfach allem zu.
- Das Google-Konto wird auf die Uhr kopiert. Das war vorher nicht so. Zur Bestätigung entsperre ich das Gerät per Fingerabdruck. Der Sensor am Powerbutton des Galaxy Z Flip 3 ist super zuverlässig und schnell.
- Wiederherstellung aus einer Sicherung überspringe ich.
- Die Uhr erklärt die Navigation: Nach links für die Kacheln, nach rechts für Benachrichtigungen, nach unten für das Quick Panel, nach oben für Apps. Die Home-Taste führt immer zum Ziffernblatt. Ein orangefarbenes Pünktchen weist auf eine Benachrichtigung hin.
Erster Eindruck
Das große, runde, flache Display gefällt mir sehr. Vorinstalliert sind unter anderem Telefon, Nachrichten, Samsung Pay, Wetter und Kalender. Google Maps ist an Bord. Die Minikarte sieht echt cool aus. Google Pay habe ich noch nicht gefunden, vielleicht lässt es sich nachträglich installieren. Auch auf den Google Assistant hatte ich gehofft, der kommt wahrscheinlich noch.
Mit Gesten kann man Anrufe annehmen oder ablehnen und Alarme verwerfen, indem man mit dem Arm wackelt. Das finde ich interessant. Die Größe ist für mein Handgelenk perfekt.
Messung der Körperzusammensetzung
Darauf habe ich schon die ganze Zeit gewartet. Ihr findet sie in einer eigenen Kachel. Ich gebe Geschlecht, Größe und Gewicht ein. Es kommt ein Warnhinweis: Die Messung dient dem Wohlbefinden und nicht der Diagnose oder Behandlung von Krankheiten. Wer einen Herzschrittmacher oder ein anderes implantiertes medizinisches Gerät trägt oder schwanger ist, soll sie nicht durchführen.
Für die Messung legt man Mittel- und Ringfinger auf die beiden Tasten und hebt die Arme vom Körper weg. Als Linkshänderin trage ich die Uhr am rechten Arm. Das ist für Linkshänder nicht so schön, aber irgendwo müssen die Sensoren ja hin. Die Uhr zeigte Körperfett, Skelettmuskel, Fettmasse, Körperwasser, BMI und täglichen Kalorienbedarf. Die Ergebnisse widersprachen sich allerdings, am Ende stand auf der Uhr ein anderer Körperfettwert als bei der ersten Anzeige. Ich vermute, dass die Körperfettanalyse defekt ist, und wollte mich beim Support melden.
Fazit
Als Ersteindruck gefällt mir die Galaxy Watch 4 mit schlankem Design, hochwertigem Armband und Wear OS sehr gut. Die Körperfettmessung muss ich noch klären. Die Uhr werde ich in den nächsten Tagen ausgiebig testen, vor allem den Akku.
Fragen und Antworten
- Ist die Galaxy Watch 4 mit dem iPhone nutzbar?
- Nein. Durch das neue Betriebssystem Wear OS läuft die Galaxy Watch 4 nur noch mit Android-Geräten. Jen sieht darin eine mutige Veränderung, die iPhone-Nutzer ausschließt.
- Welche Sensoren hat die Galaxy Watch 4?
- Neben EKG und Schlafanalyse kann sie den Blutdruck messen, wofür man sie einmal mit einem externen Blutdruckmessgerät kalibrieren muss. Neu ist auch die bioelektrische Impedanzanalyse für Körperfett, Muskelmasse und Wasserhaushalt.
- Wie lange hält der Akku der Galaxy Watch 4?
- Samsung gibt bis zu 40 Stunden an. Die Uhr hat einen 247-mAh-Akku. Jen wollte das in den folgenden Tagen testen.
- Was ist im Lieferumfang der Galaxy Watch 4?
- Quick-Start-Guide, Garantiekarte und das Ladegerät der Uhr. Jens Bestellung war eine individuell zusammengestellte Kombination aus Gehäuse und Armband, daher eine neutrale Verpackung.