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Galaxy Watch Ultra 2: Lohnt sie sich im Alltag mehr als die Watch 9?

Von Jen Video vom 9:12 Min. Artikel vom 06.10.2026

Samsung Smartwatches

Fazit in Kürze

Die Galaxy Watch Ultra 2 ist ein echtes Upgrade zur ersten Generation: dünner, heller, mit größerem Akku und Tauchcomputer. Wer nicht taucht, Trail Running macht oder raue Outdoor-Bedingungen braucht, ist laut Jen mit der günstigeren Galaxy Watch 9 besser bedient.

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Tops

  • Dünner (10,7 mm statt 12,1 mm) und dadurch am Handgelenk angenehmer
  • Spitzenhelligkeit bis zu 5.000 Nits, bei praller Sonne spürbar
  • Akku mit 800 mAh, 35 % mehr als zuvor
  • Titangehäuse, 10 ATM, IP69K und zertifizierte Tauchcomputer-Funktion
  • Flotte Bedienung mit dem Snapdragon Wear Elite

Flops

  • Akku hält nicht eine Woche: bei Jen maximal zweieinhalb Tage
  • Gemini per Anheben der Uhr funktioniert nur etwa fünf von zehn Mal
  • Für Nicht-Sportler bringen die neuen Sportfunktionen wenig
  • Mit 749 € UVP deutlich teurer als die Galaxy Watch 9

Samsung hat mir die Galaxy Watch Ultra 2 geschickt, und sie ist sicher eine der besten Smartwatches auf dem Markt. Die Frage ist nur: für wen? Ich bin keine Triathletin, keine Tiefseetaucherin, laufe keine Trails und besteige keinen Dreitausender. Mich interessiert deshalb nicht, ob das eine gute Sportuhr ist, sondern ob sich die Ultra 2 auch für Leute wie mich lohnt oder ob ich mit der neuen Galaxy Watch 9 besser bedient und günstiger unterwegs bin.

Design: dünner, aber nicht leichter

Die Ultra 2 ist dünner geworden, von 12,1 mm auf 10,7 mm, rund 12 % weniger Bauhöhe. Am Gewicht ändert das kaum etwas, sie ist sogar minimal schwerer als die erste Generation. Am Handgelenk fühlt sie sich durch die flachere Bauform trotzdem leichter und weniger klobig an. Display, Lünette und Gehäuse gehen jetzt fließender ineinander über, die drei Tasten an der Seite wurden optisch angepasst. Das wirkt moderner und aufgeräumter, ohne die robuste Ultra-Optik zu verlassen.

Display, Akku und Laufzeit

  • Display: 498 x 498 Pixel statt 480 x 480. Das ist im Alltag kaum spürbar. Deutlich relevanter ist die Spitzenhelligkeit von bis zu 5.000 Nits statt 3.000 Nits. Das merkt man bei praller Sonne.
  • Akku: von 590 auf 800 mAh, ein Plus von 35 %. Trotzdem ist die Uhr dünner geworden. Das war für mich das größte Update und laut Samsung die Antwort auf den größten Kritikpunkt der ersten Generation.
  • Laufzeit: Wer denkt, er müsse die Uhr nur einmal pro Woche laden, liegt falsch. Bei mir hält sie maximal zweieinhalb Tage, wenn ich nichts tracke, und zwei Tage mit einem meiner extrem langsamen Läufe oder einem Workout im Gym. Ich habe nahezu alle Benachrichtigungen und das Always-on-Display ausgestellt. Nur WhatsApp und Telefon sind an.
  • Laden: weiter induktiv mit 10 Watt.

Chip, Gemini und Speicher

Unter der Haube sitzt jetzt der Snapdragon Wear Elite statt des Exynos W1000. Das bedeutet mehr Leistung, vor allem bei On-Device-KI-Funktionen, und die Uhr läuft bei der Bedienung richtig flott.

Ein Feature der neuen Uhren ist, dass man Gemini aktivieren kann, indem man nur die Uhr anhebt. Das funktioniert bei mir ungefähr fünf von zehn Mal. Oft erscheint unten der blaue Balken, Gemini hört also zu, aber wenn ich losrede, passiert nicht immer etwas. Das ist frustrierend, und ich aktiviere Gemini dann doch per Knopfdruck.

Der Speicher wurde verdoppelt, auf 64 GB statt 32 GB, davon sind rund 49 GB nutzbar. Bluetooth läuft jetzt auf Version 6.0.

Robustheit

Neu ist die Zertifizierung nach IP69K und EN 13319, der Zertifizierung für echte Tauchcomputer. Wer tatsächlich taucht, bekommt ein ernstzunehmendes Upgrade. Für alle anderen ist das nice to have, aber kein Dealbreaker.

Ultra 2 oder Galaxy Watch 9?

Samsung hat die Ultra 2 zusammen mit der Galaxy Watch 9 vorgestellt, und die beiden teilen sich mehr, als man denkt: denselben Chip, dasselbe Betriebssystem Wear OS mit One UI 9 Watch und dieselbe Kernsensorik. Beide haben Samsungs BioActive Sensor mit Herzfrequenz, Blutsauerstoff, EKG und Körperfettmessung. Auch Funktionen wie Energiewert, Herzgesundheitsscore oder Fitnessindex gibt es auf beiden identisch. Alle Daten laufen in dieselbe Galaxy Health App, und die Auswertung ist exakt gleich.

Galaxy Watch Ultra 2 Galaxy Watch 9
Display größer, bis zu 5.000 Nits kleiner, weniger hell
Akku 800 mAh, spürbar mehr Laufzeit kleiner
Gehäuse Titan, robuster Aluminium, spürbar leichter
Schutz bis 10 ATM, IP69K geringer
Speicher 64 GB die Hälfte
Preis 749 € UVP (mit LTE) günstiger

Zusätzlich bringt die Ultra 2 Funktionen, die ich selbst nicht nutze und deshalb nicht testen konnte:

  • Tauchcomputer: zertifiziert, entwickelt mit dem Tauchausrüster Mares. Die Uhr erfasst automatisch Tiefe, Tauchzeit, Wassertemperatur sowie Auf- und Abstiegsgeschwindigkeit bis 40 m Tiefe. Die erweiterten Sicherheitsfunktionen der Mares-App kommen wohl im Lauf des Jahres per Update und sind dann zwei Jahre lang exklusiv für die Ultra 2 reserviert.
  • Trail-Running-Modus: mit Offline-Navigation, Echtzeit-Höhendaten, Aufstiegsfortschritt und Geländebeschaffenheit. Das gab es bei der ersten Watch Ultra nicht.
  • Schweißverlust: Die Ultra 2 schätzt den erwarteten Schweißverlust und erinnert individuell ans Nachtrinken statt nach starrem Zeitintervall.
  • GPS: präzisere Ortung, gerade in schwierigem Gelände oder zwischen Häuserschluchten.

Die Galaxy Watch 9 ist günstiger, hat ein spürbar leichteres Gehäuse und bietet im Alltag, also bei Nachrichten, Training und Schlafauswertung, dieselbe Software-Erfahrung.

Fazit

Meine ehrliche Einschätzung als jemand ohne Triathlon-Ambitionen: Wer nicht regelmäßig taucht, Trail Running macht oder raue Outdoor-Bedingungen braucht, ist mit der Watch 9 wahrscheinlich besser bedient. Die Ultra 2 lohnt sich, wenn euch die längere Akkulaufzeit, das hellere Display in der Sonne oder die speziellen Sportfunktionen ansprechen. Oder einfach das Design: Sie ist ein massives, aber hochwertiges Statement am Handgelenk und lässt einen sportlicher aussehen, als man vielleicht ist. Das ist dann eher eine Lifestyle- und Komfortentscheidung als eine sportliche Notwendigkeit.

Die Ultra 2 ist ein echtes Upgrade zur ersten Generation: dünner, heller, ausdauernder und mit der Tauchcomputer-Zertifizierung sogar mit einem neuen Anwendungsfall. Für den Alltag ohne Profisport-Ambition schaut euch zuerst die Galaxy Watch 9 an, bevor ihr den Ultra-Aufpreis zahlt.

Fragen und Antworten

Was ist neu bei der Galaxy Watch Ultra 2?
Die Galaxy Watch Ultra 2 ist mit 10,7 mm dünner, hat ein Display mit bis zu 5.000 Nits, einen Akku mit 800 mAh, den Snapdragon Wear Elite, 64 GB Speicher und zusätzlich IP69K sowie EN 13319 für den Tauchcomputer.
Wie lange hält der Akku der Galaxy Watch Ultra 2?
Bei Jen hält die Uhr maximal zweieinhalb Tage ohne Tracking und zwei Tage mit einzelnen Workouts. Benachrichtigungen und Always-on-Display waren dabei weitgehend ausgeschaltet.
Galaxy Watch Ultra 2 oder Galaxy Watch 9: Welche ist besser für den Alltag?
Für den Alltag ohne Profisport reicht laut Jen meist die Galaxy Watch 9. Sie hat dieselbe Software, dieselbe Sensorik und dieselbe Galaxy Health App, ist leichter und günstiger.
Was kostet die Galaxy Watch Ultra 2?
Die Galaxy Watch Ultra 2 kostet 749 € UVP und kommt mit LTE.

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