Amazfit GTS 4: Erfahrungsbericht zur Smartwatch mit 7 Tagen Akku
Fazit in Kürze
Die Amazfit GTS 4 bietet für 199 € UVP viele Funktionen und bis zu sieben Tage Akkulaufzeit. Jen spricht eine klare Kaufempfehlung aus. Bugs bei Wecker und Telefonie sollen Updates beheben.
Tops
- Edles Metallgehäuse mit Krone aus Edelstahl und 1,75-Zoll-AMOLED-Display
- Akku hält etwa eine Woche
- Zählt Wiederholungen beim Krafttraining mit
- Laufband-Messung bei Distanz und Geschwindigkeit sehr genau
- Mit Android und iOS koppelbar, 100 € günstiger als die kleinste Galaxy Watch 5
Flops
- Alle Funktionen sind ab Werk ausgeschaltet und müssen einzeln aktiviert werden
- Telefonieren ließ sich bei Jen nicht einrichten
- Wecker ging trotz „Aus“ tagsüber und einmal nachts los
- Alexa ist vorinstalliert und nicht austauschbar
- Kein Vorschaubild beim Fernauslösen der Kamera
Schon die Amazfit GTS 3 hat mich mit ihrem schlanken Design beeindruckt, und die GTS 4 steht ihr in nichts nach. Amazfit hat mir die Uhr für den Test zur Verfügung gestellt, der Hersteller hatte laut Beschreibung keinen Einfluss auf meine Bewertung oder die Inhalte.
Design und Display
Die GTS 4 gibt es in Schwarz und in einem schönen Goldton, mit jeweils wählbaren Armbändern. Das Gehäuse ist aus Metall, die Krone aus Edelstahl, das wirkt sehr edel. Die Krone navigiert durch das Menü. Hält man sie gedrückt, startet eine frei belegbare Funktion, bei mir das Training.
Das Display ist ein 1,75 Zoll großes HD-AMOLED mit adaptiver Helligkeit. Es wird im direkten Sonnenlicht hell und ist gut ablesbar. Zur Auswahl stehen mehr als 150 Ziffernblätter mit Always-on-Display. Die Komplikationen kann man teilweise antippen. Das war bei der GTS 3 mein größter Kritikpunkt.
Gesundheit, Schlaf und Training
- 24-Stunden-Monitoring: Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Stresslevel. Die One-Tap-Messung zeigt drei Gesundheitswerte und die Atemfrequenz auf einmal.
- Akku: Eine Woche. Ich nutze automatische Workout-Erkennung für Spaziergänge, tracke zwei- bis dreimal pro Woche das Fitnessstudio und trage die Uhr auch nachts.
- Schlaf: Die Phasen werden angezeigt. Etwa zehn Minuten nach dem Aufwachen kommt eine Guten-Morgen-Benachrichtigung mit Schlaf, Wetter und Terminen. Die schaue ich jeden Morgen an.
- Sport: Über 150 Sportarten. Auf dem Laufband ist die Messung bei Distanz und Geschwindigkeit nahezu identisch mit dem Laufband. Nach dem Training gibt es eine Zusammenfassung mit Intensitätsbereichen und Regenerationszeit.
- Krafttraining: Die GTS 4 erkennt und zählt einzelne Wiederholungen, etwa bei Crunches oder an der Beinpresse. Das hat mich aus den Socken gehauen, so etwas habe ich bei keiner anderen Smartwatch gesehen. Abduktorentraining erkennt sie nicht, es ist noch nicht ganz ausgereift.
- PAI: Der persönliche Aktivitätsindex vergibt Punkte für Aktivitäten, die dem Herz-Kreislauf-System dienen.
Bedienung und Smart-Funktionen
Ab Werk ist alles Mögliche ausgeschaltet. Benachrichtigungen, Anrufe und automatische Workout-Erkennung muss man einzeln aktivieren. Das ist nicht optimal, denn man weiß zunächst nicht, was es alles gibt.
- Kopplung: Mit Apple und Android möglich.
- Telefonieren: Grundsätzlich möglich, bei mir ließ es sich nicht einrichten, weil die Uhr trotz Bluetooth-Kopplung als nicht verbunden galt. Ich hoffe auf ein Update.
- Kamera-Fernauslöser: Neu im Vergleich zur GTS 3 und sehr schnell. Es gibt aber kein Vorschaubild wie bei der Apple Watch oder Galaxy Watch.
- Vibration: Dumpf und angenehm, ich lasse mich morgens damit wecken. Allerdings ging der Wecker mehrfach tagsüber los, obwohl ich „Aus“ gedrückt hatte, und einmal mitten in der Nacht. Die Ursache kenne ich nicht.
- Sprachassistent: Alexa ist vorinstalliert und nicht austauschbar. Wenn man das Handgelenk hebt, hört die Uhr manchmal kurz zu, erkennbar an drei blauen Punkten. Dann funktioniert zum Beispiel der Timer sehr gut.
- App: Wurde seit dem Test der GTS 3 überarbeitet und ist übersichtlich. Per Update soll Echtzeitnavigation kommen.
Preis
Die UVP von 199 € ist viel Geld, aber man bekommt viel Smartwatch. Die GTS 4 ist 100 € günstiger als die kleinste Galaxy Watch 5. Diese hält wegen Google Wear OS maximal anderthalb bis zwei Tage, das nervt mich. Als Otto Normalverbraucher habe ich auf der GTS 4 alles, was ich auf einer Smartwatch brauche, plus sieben Tage Akku.
Fazit
Für die GTS 4 gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung.
Fragen und Antworten
- Wie lange hält der Akku der Amazfit GTS 4?
- Bei Jen hält er etwa eine Woche, mit automatischer Workout-Erkennung, zwei- bis dreimal Fitnessstudio pro Woche und Schlaftracking in der Nacht.
- Was kostet die Amazfit GTS 4?
- Die UVP liegt bei 199 €. Sie ist damit 100 € günstiger als die kleinste Version der Galaxy Watch 5.
- Funktioniert die Amazfit GTS 4 mit iPhone und Android?
- Ja, sie lässt sich sowohl mit Apple- als auch mit Android-Geräten koppeln.
- Kann die Amazfit GTS 4 Krafttraining tracken?
- Ja, sie erkennt und zählt einzelne Wiederholungen, etwa bei Crunches oder der Beinpresse. Nicht jede Übung wird erkannt, zum Beispiel Abduktorentraining nicht.