HOVERAir X1 im Erfahrungsbericht: Die Drohne der Zukunft?
Fazit in Kürze
Die HOVERAir X1 fliegt automatisch, startet von der Handfläche und kommt von selbst zurück. Jen findet sie so cool, dass sie ab sofort zu ihrem Standard-Creator-Kit gehört und in den Urlaub mitkommt. Gedreht wird bis 2,7K, die Flugzeit liegt bei 11 Minuten pro Akku.
Tops
- Muss nicht gesteuert werden, startet und landet auf der Handfläche
- Nur 125 g, zusammenfaltbar und gut auf Reisen mitzunehmen
- Fünf automatische Flugmodi, auch ohne Smartphone bedienbar
- Ruhige, gleichmäßige Aufnahmen dank Dreifachstabilisierung, auch bei etwas Wind
- Funktioniert ohne GPS, auch in Innenräumen
Flops
- Wie jede Drohne relativ laut
- Nicht für Wind, Sturm, Gewitterregen, offenes Wasser, Dunkelheit oder zu glatten Untergrund geeignet
- Manuelle Steuerung erst nach fünf Flügen freigeschaltet
Selten war ich über ein neues Gerät so aufgeregt wie beim HOVERAir X1. Nach wenigen Sekunden hatte ich für diese Kameradrohne so viele Einsatzmöglichkeiten im Kopf, dass ich sie unbedingt testen wollte. Das Besondere: Man muss sie nicht steuern. Sie startet von der Handfläche, fliegt in vorinstallierten Flugmodi automatisch, und wenn sie fertig ist, kommt sie zu einem zurück. Das lässt jedes Content-Creator-Herz höher schlagen, egal ob bei Instagram, YouTube oder TikTok. Danke an Zero Zero Robotics, die auf mich zugekommen sind und mich den HOVERAir X1 testen ließen.
Lieferumfang und Hardware
Im Karton stecken eine Kurzanleitung, mehr braucht man nicht, außerdem zwei Akkus mit Ladegerät, ein Ladekabel und die Drohne selbst. Sie wiegt nur 125 g und ist quasi eine faltbare Drohne, die man leicht auf Reisen mitnimmt.
- Bedienung am Gerät: Außen sitzen Powerbutton und Starttaste. Mit einer kleinen Taste wechselt man den Flugmodus, es gibt fünf. Auch die Distanz stellt ihr direkt an der Drohne ein, indem ihr die Taste des Modus gedrückt haltet, dann sagt euch die Drohne die gewählte Distanz an.
- Akku: Er ist austauschbar und lässt sich per USB-C direkt am Gerät laden. Jeder der beiden Akkus reicht für etwa 11 Minuten Flug. Das klingt wenig, ist aber als jemand, die Videos schneidet, schon verdammt viel Material, mit beiden Akkus 22 Minuten.
- Speicher: 32 GB.
- Kamera: Das Kameramodul ist locker eingehängt. Der HOVERAir X1 hat eine Dreifachstabilisierung für wackel- und ruckelfreie Aufnahmen.
- Sensoren: Auf der Unterseite sitzen Sensoren für Start und Landung auf der Handfläche.
Einrichtung und App
Zum Fliegen braucht ihr das Smartphone nicht, die App müsst ihr trotzdem installieren, damit die Aufnahmen irgendwohin gesendet werden. Die Einrichtung geht schnell: Drohne in der App koppeln, die ihr im Play Store oder App Store findet, und eine kleine Schulung zu den Funktionen durchlaufen. Das fand ich gut, falls man vorher noch nie eine Drohne geflogen ist.
Danach werden die Aufnahmen automatisch in die App übertragen, zuerst als Vorschau in geringerer Qualität, dann könnt ihr sie aufs Smartphone laden. Videos entstehen in HDR mit bis zu 2,7K und 30 fps. Alternativ gibt es 1080p mit 60 fps für Slow-Motion. In der App stellt ihr außerdem die Flugmodi ein, etwa die Länge der Aufnahme oder die Distanz.
Fliegen und Aufnehmen
Zum Start drückt ihr die Taste, nach einem dreisekündigen Countdown fliegt die Drohne von der Handfläche los. Eure Handfläche ist Start- und Landebahn, ihr könnt sie überall fliegen lassen.
- Hochkant filmen: Die Kamera lässt sich um 90° drehen, ideal für vertikale Videos bei Instagram und Co.
- Manuelle Steuerung: Sie ist möglich, aber erst nachdem man fünfmal geflogen ist. Das finde ich sehr verantwortungsbewusst.
- Ton: Gleichzeitig Audioaufnahmen zu machen geht auch, aber nicht über die Drohne selbst, denn sie ist wie jede andere relativ laut. Für den Ton dient das gekoppelte Smartphone. So kann man wie ein Reporter Ton und Video gleichzeitig aufnehmen.
- Verfolgung: Die Drohne folgt einem sehr akkurat, wer unter Verfolgungswahn leidet, fühlt sich vielleicht unwohl. Für alle anderen ist es ein Mordsspaß. Draußen wurde ich beim Test oft angesprochen, wie cool das Gerät sei.
Wo man sie fliegen lassen sollte und wo nicht
Bei Wind, Sturm, Gewitterregen oder ungemütlichem Wetter sollte man den HOVERAir X1 nicht fliegen lassen. Bei ein bisschen Wind war ich beeindruckt, wie ruhig er geflogen ist und wie gleichmäßig die Aufnahmen wurden. Nicht fliegen lassen solltet ihr ihn außerdem über offenem Wasser, in der Dunkelheit oder über zu glattem Untergrund, weil er sich dann nicht gut orientieren kann.
Weil er zur Orientierung VIO-Positioning nutzt, ist er nicht auf ein GPS-Signal angewiesen und kann auch in Innenräumen fliegen. Er ist in jeder Situation sicher, denn er bricht sofort ab, wenn Sensoren und Kamera erkennen, dass sich etwas oder jemand in der Flugbahn befindet.
Einsatzmöglichkeiten
Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt: Joggen, Radfahren, Skilaufen, Skateboarden, Wandern, Hochzeiten, Geburtstage oder Gruppenaufnahmen.
Fazit
Ich finde den HOVERAir X1 so cool, dass er ab sofort zu meinem Standard-YouTube-Creator-Kit gehört. Ich nehme ihn auch in jeden Urlaub mit, weil er so klein und handlich ist. Er eröffnet mir unzählige Möglichkeiten für coole Videos, und ich möchte ihn nicht mehr missen.
Fragen und Antworten
- Wie lange fliegt die HOVERAir X1?
- Mit jedem der beiden mitgelieferten Akkus fliegt die HOVERAir X1 etwa 11 Minuten, mit beiden also 22 Minuten. Der interne Speicher fasst 32 GB.
- Muss man die HOVERAir X1 mit dem Smartphone steuern?
- Nein, sie fliegt automatisch in vorinstallierten Flugmodi und startet von der Handfläche. Das Smartphone braucht man nur für die App, in der man die Aufnahmen empfängt und Einstellungen vornimmt.
- Welche Videoqualität bietet die HOVERAir X1?
- Videos nimmt sie in HDR mit bis zu 2,7K und 30 fps auf. Alternativ gibt es 1080p mit 60 fps für Slow-Motion-Aufnahmen.
- Braucht die HOVERAir X1 GPS?
- Nein, sie orientiert sich per VIO-Positioning und kann auch in Innenräumen fliegen. Wenn Sensoren und Kamera etwas in der Flugbahn erkennen, bricht sie sofort ab.