Balkonkraftwerke und bidirektionales Laden von E-Autos: Meine Highlights der The Smarter E Europe
Fazit in Kürze
Jen sieht auf der The Smarter E Europe 2025 zwei Themen mit echtem Alltagsnutzen: Balkonkraftwerke wie das Jackery HomePower 2000 Ultra und bidirektionales Laden von E-Autos. Beides hilft beim Stromsparen und beim Einsatz erneuerbarer Energien.
Ich bin in München auf der The Smarter E Europe, Europas größter Fachmesse der Energiewirtschaft. Solche Fachmessen sind wie Modenschauen: Es werden viele wilde, innovative Konzepte vorgestellt, bei denen man sich als Endanwender fragt, wie man sie in den Alltag integrieren soll. Mir sind zwei Themen aufgefallen, die im Alltag einen Impact haben können: Balkonkraftwerke und bidirektionales Laden.
Balkonkraftwerke: Strom per Plug and Play
Wegen der gestiegenen Strompreise seit 2022 hat sich die Zahl der Balkonkraftwerke in Deutschland 2024 explosionsartig auf 780.000 Anlagen verdoppelt. Wichtige Gründe:
- Das Anmeldeverfahren ist vereinfacht. Eine einfache Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur reicht.
- Die zulässige Einspeiseleistung wurde von 600 auf 800 Watt erhöht.
Mit einem Balkonkraftwerk erzeugt man per Solarenergie eigenen Strom und speist ihn ohne Elektriker per Plug and Play über die normale Steckdose ins Heimnetz ein. Das spart Geld. Ich habe mir das am HomePower 2000 Ultra von Jackery erklären lassen, dem neuesten Balkonkraftwerk des Unternehmens. Jackery ist einer der führenden Anbieter und hat auf der Messe einen Stand. Das Gerät eignet sich besonders für Wohnungen, kleinere Haushalte und den Outdoor-Einsatz.
Daten des HomePower 2000 Ultra:
- Unterstützt bis zu 2.000 Watt über den PV-Eingang und zusätzlich 800 Watt über einen externen Mikrowechselrichter, etwa für bestehende PV-Anlagen. Gesamtleistung: 2.800 Watt.
- Grundspeicherkapazität 2 kWh, erweiterbar mit bis zu drei Batteriepacks auf 8 kWh. Damit lässt sich eine Wohnung bis zu 1,2 Tage mit Strom versorgen.
- Bei Stromausfall schaltet das Gerät innerhalb von 20 Millisekunden auf Offgrid-Modus und betreibt wichtige Geräte wie Kühlschrank, Router und Beleuchtung weiter.
- Laut Jackery spart man jährlich bis zu 450 g CO2 pro Kilowattstunde und bis zu 1.300 € Stromkosten, wodurch sich das Gerät innerhalb von 2 Jahren amortisiert.
Jackery Home App: Mit der Funktion dynamische Stromtarife lädt man das Balkonkraftwerk zu günstigen Zeiten unterstützend über das Netz auf. Wenn der Strom teuer ist, etwa abends, kommt der Strom aus dem Speicher. Das finde ich extrem smart, vor allem wenn mal nicht so viel Sonne scheint.
Outdoor: Das Gerät lässt sich auch im Garten oder im Camper als Batterie nutzen. Es unterstützt gleichzeitiges Laden über Solar und Netzstrom und ist in 52 Minuten zu 80 % geladen. Das reicht für Gartenpartys oder unterwegs für Kühlschrank, Kaffeemaschine und Licht.
Sicherheit: Der HomePower 2000 Ultra hat ein dreistufiges Konzept. Sensoren überwachen Akku und Elektronik rund um die Uhr und erkennen offene Flammen, abnorme Ströme und Überhitzung. Sie reagieren auch auf Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes, und du wirst per App gewarnt. Bei Bedarf setzt das System innerhalb einer Sekunde ein Löschmittel auf Aerosolbasis frei, das auch im ausgeschalteten Zustand aktiv bleibt.
Mit so einem Balkonkraftwerk spart man Geld, schont die Umwelt und hat zu Hause ein persönliches Notstromaggregat. Ich finde das Konzept so spannend, dass ich es bald selbst zu Hause teste. Das Gerät ist jetzt offiziell erhältlich. Der Link steht bei den Kauf-Links, das ist Werbung.
Bidirektionales Laden: das E-Auto als Stromspeicher
Bidirektionales Laden ermöglicht es E-Autos, nicht nur Strom aufzunehmen, sondern auch wieder abzugeben, ins Hausnetz oder sogar ins öffentliche Netz. Die Batterie wird zum mobilen Stromspeicher. Darauf haben sich Firmen auf der Messe spezialisiert und gezeigt, wie das aussieht.
Heute ist bereits eines von fünf E-Autos in der Lage, Strom abzugeben, wenn es an der Ladesäule hängt. Spannend ist das, wenn das Stromnetz stark ausgelastet und der Strom teuer ist, zum Beispiel abends, wenn alle zu Hause sind, die Küche läuft und der Fernseher an ist, während die E-Autos mit geladener Batterie ungenutzt vor dem Haus stehen. Man spart Geld und schont die Umwelt. Statistiken sprechen von 96 kg CO2 pro Jahr.
Wenn das System ausgebaut wird, wofür man auch eine passende Ladesäule braucht, könnte der gesamte Strombedarf aus erneuerbaren Energien kommen: tagsüber aus Wind, Solar und Wasser, abends zusätzlich aus den Autos. Das wäre ein Gamechanger für das Stromnetz und die Umwelt, Kohle- und Atomkraftwerke würden nicht mehr gebraucht. In Frankreich verdienen Besitzer von E-Autos und Ladestationen bereits Geld, wenn sie zu Spitzenzeiten Strom ins öffentliche Netz einspeisen. In Deutschland nicht, hier stehen uns wieder die vielen Regularien im Weg.
Wenn du dir ein E-Auto anschaffen willst, solltest du dich mit bidirektionalem Laden auseinandersetzen.
Fazit
Das sind meine zwei Highlights der The Smarter E Europe. Ich hoffe, sie regen zum Nachdenken an, wie jeder von uns im eigenen Rahmen schon heute erneuerbare Energien einsetzen kann.
Fragen und Antworten
- Was kann das Jackery HomePower 2000 Ultra?
- Es unterstützt bis zu 2.000 Watt über den PV-Eingang plus 800 Watt über einen externen Mikrowechselrichter, hat 2 kWh Grundspeicher und lässt sich mit bis zu drei Batteriepacks auf 8 kWh erweitern. Bei Stromausfall schaltet es in 20 Millisekunden auf Offgrid-Modus.
- Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Deutschland?
- Laut Jen verdoppelte sich die Zahl 2024 auf 780.000 Anlagen. Gründe sind das vereinfachte Anmeldeverfahren und die von 600 auf 800 Watt erhöhte Einspeiseleistung.
- Was ist bidirektionales Laden bei E-Autos?
- Das E-Auto nimmt nicht nur Strom auf, sondern gibt ihn wieder ab, ins Hausnetz oder ins öffentliche Netz. So dient die Batterie als mobiler Stromspeicher, etwa abends bei hohen Strompreisen.
- Kann man in Deutschland mit bidirektionalem Laden Geld verdienen?
- Laut Jen verdienen in Frankreich Besitzer von E-Autos und Ladestationen bereits Geld damit, in Deutschland nicht, wegen der Regularien.